Blogger schenken Lesefreude – schreiben Sie doch mal ein Gedicht

Wie in der Ankündigung für die diesjährige Aktion schon angedeutet, wollte ich mir 2016 für  Blogger schenken Lesefreude was Besonderes einfallen lassen – und was liegt bei einem  (naja, etwas vernachlässigten …) Schwerpunkt mit dem Namen “Hauptsache Lyrik” näher, als ein kleiner Gedichtwettbewerb?rp_Bild-hauptsache-Lyrik-300x2431-150x15011111111111111.jpg

Es gibt so viele Gedichtformen:

  • Gereimtes und Ungereimtes,
  • feste Formen wie Sonett oder Limerick,
  • Stimmungsvolles oder Erzählendes,
  • spöttisch oder fromm,
  • Ekstase oder Analyse,
  • Liedtexte oder Hochzeitsgedichte – die Liste ließe sich ins Unendliche fortsetzen.

Gedichte zu verfassen, ist gar nicht so unüblich: Schon in den Grundschulen wird mit Gedichtformen experimentiert; beliebt sind hier die Elfchen. Auch Haikus weden gern in Kursen zur Kreativitätsweckung verfasst. Und dann die berühmten Knittelverse bei runden Geburtstagen, Hochzeiten und anderen Festen …

rp_blogger2015-300x1561.png Logo Blogger schenken LesefreudeSie sehen, Gedichte zu verfassen, ist gar nicht immer so die hohe Kunst, wenn man nicht gerade den Anspruch hat, “hohe Lyrik” zu verfassen 😉 .

Thema für den Wettbewerb

Hilfreich ist es in der Regel, ein Thema zu haben, deshalb gebe ich für meinen kleinen Wettbewerb für Blogger schenken Leserfeude (hier ja erweitert um “Schreibfreude” 😉 ) eins vor:

Es heißt “April“.

Da haben Sie nun alle Freiheit, den Monat als Frühlingsboten oder wetterwendisches Naturereignis zu schildern oder den ihm zugesprochenen Charakter metaphorisch zu verwenden oder was Ihnen sonst noch dazu einfällt.

Hilfestellungen – eine Auswahl

Sie sind unsicher, ob Sie das schaffen können? Hier nenne ich Ihnen ein paar Seiten, die einige Grundlagen fürs Gedichtschreiben vermitteln:

Und dann gibt es noch ein Reimlexikon – damit Ihnen die richtigen Wörter nicht ausgehen.

Und so gehts:

Botticelli-primavera

Ja, der April gehört zum Frühling … Ist er auch so lieblich?

Sie schreiben bis zum 23.4.2016, 23:59 Uhr in das Kommentarfeld dieses Beitrags Ihr eigenes Aprilgedicht – es muss urhebrrechtlich einwandfrei “Ihrs” sein! Mit der Veröffentlichung in meinem Blog ist keine Übertragung von Nutzungrechten verbunden – ich werde diese Texte nicht noch anderweitig verwenden.

Am 24.4.2016 wird Martin die beiden Gewinnernamen ziehen. Zu gewinnen gibt es 2 Exemplare von

Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell (Hg.): April,Gedichte, Reclam Verlag, Stuttgart, 2013, ISBN: 978-3150191149

Ich bin sehr gespannt und freue mich auf Ihre Texte.

Und vergessen Sie nicht, bei den anderen teilnehmenden Blogs für Blogger schenken Lesefreude vorbeizuschauen.

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7 Gedanken zu „Blogger schenken Lesefreude – schreiben Sie doch mal ein Gedicht

  1. Pingback: [BLOCKED BY STBV] Blogger schenken Lesefreude 2016 - meine Gewinnerinnen

  2. April-Sonnentag

    Die Kiefern knacken schon.
    Die alten Zapfen wirft der Baum zu Boden,
    er braucht den Platz für seine neuen Blüten.
    Die drängen knackend aus den Winterhüllen,
    hinaus gesprengt von unsichtbarer Kraft.
    Die Zweige schwingen leicht im warmen Wind
    und frischer Efeu kriecht den Stamm hinauf.

    In einem Kasten haben blaue Meisen
    auch dieses Jahr ihr Nest gebaut
    und wärmen ihr Gelege dort geduldig.
    Wenn Hunger sie aus ihrer Höhle treibt,
    kommt gleich das zweite Elternteil heran
    und übernimmt die ungebornen Kinder.

    Ringsum im Garten treibt der Frühling bunte Blüten
    und neue Blätter zwingt er zum Entfalten.
    Nach Süden öffneten Magnolien ihre Riesenkelche
    und rosa schimmert schon der Apfelbaum.

    Ein großes Glück, dass die Natur sich durchsetzt, immer noch,
    wie seit Jahrtausenden zuvor
    und weiterhin uns Zukunft schenkt.

    ((c) G.Greschke-Begemann)

  3. Pingback: [BLOCKED BY STBV] LyrikfreundInnen aufgepasst » Duftender Doppelpunkt

  4. Nun kriecht aus seinem Schneckenhaus
    das wintermüde Leben:
    ein Glockenklang,
    ein Federflaum –
    aus Schwere wird
    ein Schweben.

    Susanne Brandt

  5. Aprilscherz

    Aprilis mensis war erwacht,
    es bat die „Kölner Leselust“:
    „Oh Dichter, dichte, was du musst!
    Im Wettstreit sei es eingebracht.“

    Allein, bin Prosaschreiberin,
    das Reimen geht nicht von der Hand,
    vorm Fenster dräut das Wolkenband,
    der Frühlingstag – er rinnt dahin.

    Der Krokus welkt, der Bärlauch sprießt,
    und heuverschnupft die Dicht’rin niest,
    der heute nichts gelingen will.

    Mit Pollenflug und Vogelsang
    beschließ’ ich, was schon allzu lang:
    Dies war mein spöttischer April.

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