Es ist WM 2018

Nein, nicht, was Sie jetzt denken – ich meine die Kultur-WM 2018:

Jeden Spieltag posten Menschen zu den an der Fußball-WM 2018 teilnehmenden Ländern Tipps zur Kultur bei Twitter – der Hashtag: #KulturWM. Und weil ja nicht alle bei Twitter sind, gibt es eine “Wall”, also eine ständig aktualierierte “Mauer” mit den Tweets und Links Bitte hier entlang.

Wall zur Kultur-WM 2018

Diese Ansicht ist eine vorübergehende – mit jedem neuen Tweet verändert sich das – die Wall zur Kultur-WM 2018 kann man also die ganze Zeit offen lassen …

Das Ganze ist ein Projekt der Herbergsmütter (hier mit ihren Twitternamen zum Direkt-Folgen; als Herbergsmütter sind auch so bei Twitter zu finden: @herbergsmuetter):

  • Wibke Ladwig aka @sinnundverstand
  • Ute Vogel aka @frauvogel
  • Anke von Heyl aka @Kulturtussi

Wir hatten schon bei den Pantwitterspielen viel Spaß miteinander 🙂

LitBlogConvention die dritte

I did it again – am Samstag war ich auf der LitBlogConvention.

Sie fand am 9.6.2018 bereits zum dritten Mal in Köln statt – und ich war zum dritten Mal dabei.  🙂 Dieses große bunte Treffen von Bloggerinnen und Bloggern, Verlagen und anderen Buchmenschen hat mir bisher jedes Mal viel Freude bereitet, unabhängig davon, wie gut die einzelnen Workshops waren. Aber da habe ich dieses Jahr wirklich großes Glück gehabt.

Tipps zu Lesekreisen auf der LitBlogConvention

Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich die ersten Jahre verschiedene Literaturkreise geleitet habe – zwei beim Katholischen Bildungswerk und einen hier in „meiner“ Buchhandlung. Da mir die Vorbereitung und Verantwortung im Laufe der Zeit über den Kopf wuchsen, habe ich sie abgegeben. An der LitBlogConvention gab es nun einen Workshop zu diesem Thema, geleitet von Kerstin Hämke und Jacqueline Böttger. Beide sind auf diesem Gebiet erfahren. Von Kerstin erscheint September sogar ein Handbuch zum Thema – mit Tipps zur Gründung, Leitung und Gestaltung von Lesekreisen und der Vorstellung einiger geeigneter Bücher. Weiterlesen

Bibliotheken in Reims

Letztens war ich unterwegs und habe Reims gesehen. Die Kathedrale ist großartig, der Champagner schmeckt und Bibliotheken gibt es dort auch. 7 an der Zahl. Dazu 18 Haltestellen für den Bücherbus. Die Bibliotheken sind sehr unterschiedlich, arbeiten aber alle zusammen und sind über einen gemeinsamen Katalog recherchierbar. Hübsch finde ich bei der Orientierungsseite in der Broschüre neben den “normalen” Hinweisen wie die auf WiFi, barrierefreien Zugang oder Gruppenarbeitsräume die Hinweise auf Wickeltisch und Garten 🙂 Weiterlesen

Offener Bücherschrank in Spontin

Auf Reisen muss man Pausen machen – unsere Wahl fiel auf Spontin: ca. die halbe Strecke, ein Schloss war angezeigt – das waren unsere Kriterien.

Das Schloss war – nur von außen – hübsch anzusehen. Der Ort selber eher klein. Die Geschichte holte uns auch hier ein – Spontin wurde im ersten Weltkrieg fast völlig zerstört; Thema 1914 war für mich auf der Reise in die Champagne immer gegenwärtig.

Ein paar Schritte wollten wir dann noch laufen und sind von der Hauptstraße aus mal nach rechts abgebogen. Und dann stand das hier vor uns:

offener Bücherschrank in Spontin Totale

Bücherkarussell?

Offener Bücherschrank, das war sofort klar. Aber die Form? Weiterlesen

Openbare Bibliotheek Amsterdam (OBA) – ein kurzer Besuch dort

Eigentlich wollte ich mir  “Nemo” anschauen, das Wissenschaftsmuseum in Amsterdam in dem beeindruckenden Bau von Renzo Piano. Doch dann kam ich an der OBA (Openbare Bibliotheek Amsterdam) vorbei – an einem Sonntag – und sie war offen 🙂

OBA Amsterdam Öffnungszeiten

Öffnungszeiten der OBA

Sie können sich vorstellen, dass ich schneller drin war, als man “Buch” sagen kann.

Der erste Eindruck: Die OBA ist hell, großzügig und freundlich. Neben Rolltreppen und Aufzügen gibt es auch Treppen, die die sechs Etagen miteinander verbinden.

OBA Orientierungsplan

Übersicht über Etagen der OBA – wo finde ich was?

Die Aufteilung isst überall ähnlich: In der Nähe der Rolltreppen ist ein Tisch mit den Verbuchungsautomaten – Ausleihe, Verlängerung und Rückgabe sind hier möglich. Daneben ist bei den Arbeitsplätzen, die um ein “Loch” angeordnet sind, auch der Platz für die Bibliotheksangestellten – Fragen werden schnell und freundlich beantwortet (okay, ich hatte nur wegen der Fotgrafiererlaubnis gefragt …). Weiterlesen

Kölner Leselust abonnieren – so geht’s

Besser spät als nie: Sie können nun die Kölner Leselust abonnieren 🙂 Es ist ein E-Mail-Abonnenment. Sie finden das Kästchen zum Anklicken am Ende des Kommentarkastens unter jedem Beitrag:

Kölner Leselust abonnieren

Hier fürs Abonnieren klicken, bitte.

Sie bekommen dann per Mail diese Nachricht:

Abonnieren Kölner Leselust Mail zur Begrüßung

Hilfestellung für die Verwaltung inklusive

Wenn es einen neuen Beitrag gibt, erhalten Sie eine solche Mail:

Kölner Leselust abonnieren Beitragsmail

Da, wo jetzt der Cursor steht, ist der Text des Beitrags – am Ende finden Sie die Schlagwörter, das Datum , die Autorin usw. und ganz am Ende eben diesen Service-Teil 😉

So, und jetzt sind Sie dran – wenn Sie, ohne selber nachgucken zu müssen, wissen wollen, was sich hier so tut, können Sie die Kölner Leselust abonnieren. Diesen Service verdanken Sie und ich dem Kommentar von Monerl beim “Zufallsbuch #1“-Beitrag. Vielen Dank für die Anregung, Monerl!

Zufallsbuch #1: Der alte Garten von Marie Luise Kaschnitz

  • Kerstin Herbert Zufallsbuchgenerator LogoKerstin Herbert hat auf ihrem Blog in diesem Monat ein spannendes Projekt: Den Buch-Zufallsgenerator. Jeden Sonntag nennt sie eine Regalposition und das dort gefundene Buch sollen die, die mitmachen, dann vorstellen. Zufallsbuch #1 hat die Position “3. Regalreihe, 28. Buch“. Meine Frage lautet ja dann: Welches Regal …?
  • Eins der drei großen im Wohnzimmer mit den Büchern in zwei Reihen?
  • Eins der drei im Keller?
  • Das im Flur?
  • Oder eins der drei im Arbeitszimmer?

(Die rein fachbuchmäßig ausgelegten Buchregale meines Mannes lasse ich mal außen vor.)

Schwierig. Ich habe eins im Wohnzimmer gewählt, in dem genug Bücher in der ersten Reihe stehen und so wurde es: Marie Luise Kaschnitz, Der alte Garten.

Kerstin Herbert hat zum Zufallsbuch #1 auch ein paar Fragen:

  1. Worum geht es in dem Buch?
  2. Hast du das Buch schon gelesen? (Wenn ja, fandest du es? Wenn nein, warum nicht?)
  3. Wie hat das Buch den Weg in dein Regal gefunden?
  4. Wie lauten der erste und der letzte Satz?
  5. Wie viele Bücher umfasst deine Bibliothek insgesamt?

Zu Frage 1: Es nennt sich Märchen, ist auch eine Art Kinder-Entwicklungsroman und öko ist es außerdem 😉 : Zwei Kinder geraten in dem alten Garten in die unterirdischen Gefilde und bekommen mit, wie was im Garten lebt und wächst. Ihre Einstellung iat am Ende anders als am Anfang. Ist eine nüchterne Beschreibung eines sehr poetischen Buchs. Ich erinnere mich besonders an eine Szene am Anfang, als die geschrumpften Kinder den Weg durch eine Tulpenzwiebel versperrt sehen. Mit ihrer Kenntnis um die Schichten einer Zwiebel beginnen sie, die Schichten abzutragen, um so das Hindernis zu beseitigen – bis ihnen die Tulpenzwiebel klar macht, dass das weh tut. Märchen, ich sagte es 😉

Und damit bin ich bei Frage zwei: Ja, ich habe es gelesen und fand es wunderschön. Marie Luise Kaschnitz hat eine sehr poetische Sprache.

Zufallsbuch Der alte Garten Marie Luise Kaschnitz

zart gezeichnete Pflanzen und Tiere aus “Der alte Garten” von Marie Luise Kaschnitz – A. L. 1983

Zu Frage 3: Das weiß ich nicht mehr genau, aber es war noch zu Schulzeiten, vor 1983. Ich habe es damals meinem Mann geliehen und er hat mir ein Bild dazu gezeichnet (so haben wir das Jahre lang gemacht: Wenn wir voneinander Bücher liehen, lag bei der Rückgabe ein passenden selbst gemaltes Bild drin).

Frage 4:

Das Buch beginnt mit:

Mitten in der großen Stadt liegt ein sehr alter Garten. (S. 7)

Und es endet:

Aber das sagen alle Mütter, obwohl sie es im Grunde besser wissen (S. 183)

Zu Frage 5, die der Aufgabe beigegeben ist: Wie viel Bücher umfasst die eigene Bibliothek? Also im Wohnzimmer sind es rund 1200, im Keller rund 700, im Flur so 150, und im Arbeitszimmer 490. Macht in Summa: 2540 – so round about. Die, die darauf warten, in den offenen Bücherschrank zu wnadern habe ich jetzt nicht mitgezählt.

Marie Luise Kaschnitz: Der alte Garten. Ein Märchen, suhrkamp taschenbuch, Lizenzausgabe des Claasen Verlages, Düsseldorf, 1975.

“Buchstaben statt Noten” in der Kölner Philharmonie

Noch bis Mitte Februar läuft die kleine Ausstellung über “Musik(er)Romane” auf der Galerie in der Kölner Philharmonie. In den Virtrinen liegen bekannte neben unbekannteren Romanen und Erzählungen, die Musik oder Musikerinnen zum Thema haben.

Kölner Philharmonie Foyer

Das Foyer der Kölner Philharmonie von oben – auf der rechten Seite stehen bei Ausstellungen die Vitrinen. Foto: Guido Erbring, von der Kölner Philharmonie zur Verfügung gestellt

Zum einen die Bücher, die auf echte Vorbilder zurükgriefen wie die Erzählung “Der Verfolger” von von Julio Cortázar, bei dem der Saxophonist Johnny Carter im Mittelpunkt steht. Oder von Irene Dische “Ein fremdes Gefühl” – Ludwig van Beethoven und die Diabelli-Variationen sind hier das Thema.

Sowohl historische Figuren als auch fiktionale sind die Protagonisten bei Helmut Krausers “Melodien” – von Castiglio bis ins 20. Jahrhundert sind Menschen auf der Suche nach der Stimme Gottes.

Rein fiktionale Musikerinnen kommen auch vor, wie “Die Klavierspielerin” von Elfriede Jelinek”.

Auch ein paar Kinderbücher sind da – für mich leider keine alten Bekannten. 😉 Kunstmärchen von Heinrich Seidel – “Das Zauberklavier und andere Märchen” – und auch ein Buch aus der DDR  – “Der kleine Trompeter und sein Freund” von Fritz Weineck – habe ich da entdeckt.

Thomas Mann Doktor Faustus 1947

So sah die Erstausgabe von Thmas Manns “Dr. Faustus” aus, „Foto Wikipedia H.-P.Haack“

Die berühmtesten: Thomas und Klaus Mann sind mit “Dr. Faustus” und “Symphonie Pethétique” natürlich auch vertreten. Ebenso Patrick Süskinds “Der Kontrabaß”.

Für den begrenzten Raum, den die Galerie in der Kölner Philharmonie bietet, ist die Auswahl sehr vielfältig und bunt. In den Vitrinen liegen neben den Büchern und kurzen Infozetteln zu Inhalt und Autorin auch weitere Gegenstände, z. B. CD-Hüllen mit zu den Texten gehörednen Musikstücken oder kleine Gegenstände. Die Ausstellung hat genau das Format, das in der Pause eines Konzertes in der Kölner Philharmonie zu bewältigen ist.

Ach ja, am Treppenaufgang zur Galerie hängt der Aufmacher: Ein großes, an ein Reclam-Heft erinnerndes Titelblatt und ein Einführungstext. Das fand ich so einladend, dass ich mir die Ausstellung angeguckt habe 😉

Die Ausstellung ist nur während eines Konzertbesuches in der Kölner Philharmonie zu besichtigen.

Ha, ein Nachtrag: Kurator der Ausstellung ist Stefan Fricke.

Emily Brontë – 1818-1848

Dieses Jahr gibt es zu Emily Brontë gleich zwei Gedenktage: Ihren Geburtstag am 30.7.1818 und ihren Todestag am 19.12.18148. Viele kennen wohl ihren Roman “Wuthering Heights”/”Sturmhöhe”. Dieser Roman hat ja auch seine Spuren in der Popmusik hinterlassen 😉

Aber wussten Sie, dass Emily Brontë zusammen mit ihren Schwestern auch Gedichte veröffentlicht hat? Auch sie erschienen unter den männlichen Pseudonymen Curris, Ellis und Acton Bell – die Initialen der Schwestern Charlotte, Emily und Anne Brontë blieben hier erhalten. Dem Zeitgeschmack entsprechend handelt es sich dabei um längere poetische Texte – nicht so ganz einfach zu lesen und zu verstehen. Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, mich dieser von mir nicht sooo geschätzten Brontë-Schwester zu widmen (Wutehring Heights ist so gar nicht mein Genre …). Das bedeutet folgende Lektüreschwerpunkte, an denen Sie teilhaben können:

  • Biographisches – explizit zu Emily Brontë
  • erneuter Lektüre-Versuch von “Wuthering Heights”
  • Gedichte von Emily Brontë in “Hauptsache Lyrik”, teils einfach so reingestellt, teils mit Gedanken zum Text
  • evtl. auch was zu den Fantasiegeschichten der jungen Brontë-Geschwister – mal sehen

Ich freu mich auf Ihre Begleitung.