Lesungen

Lesen macht Freude. Freude zu teilen, macht noch größere Freude. Neben meinen Buchbesprechungen habe ich noch einen weiteren Weg, mit Ihnen zusammen Autorinnen und Autoren kennenzulernen: Ich lese Ihnen vor!

Und zwar: Gedichte, Märchen, Reiseschilderungen, Romane und Novellen – thematisch sortiert und mit Hintergrundwissen angereichert. Der Schwerpunkt liegt aber wirklich auf den Texten selber. Mein Standardprogramm an Lesungen finden Sie weiter unten – eine jährlich aktualisierte Liste können Sie sich als PDF herunterladen.

Wo ich lese? In Buchhandlungen, Bibliotheken, Museen und Literaturcafés. Bei Vernissagen, Familienfesten, Firmenfeiern oder Schulevents. Aktuelle Termine finden Sie im Kalender.

Wenn Sie Interesse an einer Lesung in Ihren Räumen haben: Hier können sie mich erreichen.

Themenüberblick – quasi mein Standardprogramm:

Romane und andere Prosa

Wie Märchen uns die Welt erklären

In alten Zeiten, als das Wünschen auch nicht mehr geholfen hatte als heute, versuchten die Menschen in aller Welt, sich die Erscheinungen in ihrer Umgebung zu erklären. So entstanden “ätiologische” Märchen, die diesem Mangel abhelfen sollten. Die Erscheinungsweise von Tieren und Pflanzen, Naturphänomene und Charaktereigenschaften fanden ihre Erläuterung. Spannend für uns, die wir mit der Evolutionstheorie großgeworden sind – und sehr unterhaltsam.

Literaturgeschichtliches

Vom Trotzkopf bis Bella – Mädchenbücher im Wandel der Zeit

Literatur für Mädchen – die so genannte Backfischliteratur – hatte von früh an einen stark erzieherischen Charakter – denken Sie nur an die Wandlung vom Trotzkopf zur liebevollen Verlobten. Hier ist die Absicht mit Händen zu greifen. Doch wie ist das bei moderneren Büchern für die Heranwachsende? Dient z. B. die Dolly von Enid Blyton nur der Unterhaltung?

In Büchern für Mädchen vom 19. Jahrhundert bis heute beobachten wir die Rollenvorbilder und Anforderungen an Mädchen im Verlauf von mehr als anderthalb Jahrhunderten.

Lyrik in vielen Facetten

Lyrik für alle Lebenslagen

Gedichte der Neuen Sachlichkeit – hier von Mascha Kaléko, Erich Kästner und Kurt Tucholsky – bestechen durch ihren lakonischen Stil, die unvermuteten Wendungen, den unvertrauten Blick. Die AutorInnen haben alle Lebenslagen „besungen” – so finden sich Liebesgedichte neben Nachdenklichem über Alter und Krankheit oder politischen Statements (die teilweise sehr aktuell anmuten!). Geplant ist ein Lese-Abend mit Hintergrundinformationen zu der Dichterin und ihren Kollegen.

Liebe – ein unglaubliches Gefühl

Das finden und fanden auch Lyrikerinnen und Lyriker im 20. Jahrhundert. Mal gaben sie ihm ein expressionistisches, mal ein romantisches und mal ein nüchternes Gewand.

Liebeslyrik ist vielfältig, im vergangenen Jahrhundert erst recht. Dem spüre ich nach, mit Beispielen von bekannten, weniger bekannten und unbekannten Autorinnen und Autoren. Vielleicht hat ja jemand die Worte für Sie gefunden?

Sehnsucht – ein verzehrendes Gefühl

Wehmut oder Abenteuerlust – was verbinden Sie mit Sehnsucht? Mal ist es eben die Sehnsucht nach dem oder der Geliebten, mal die nach dem Meer. An diesem Abend werden wir den verschiedenen Facetten der Sehnsucht nachspüren – einschließlich der Klischees und ihrer Brechungen.

Politisch Lied – ein garstig Lied?

Politik und Zeitgeschehen im Gedicht. Wie wirken sich die unterschiedlichen Ereignisse in der Lyrik aus? Welche Themen werden aus dem aktuellen politischen Geschehen aufgenommen? Gab es das erst ab dem 20. Jahrhundert? Eine Auswahl von Gedichten aus mehreren Jahrhunderten zeigt, dass Lyriker und Lyrikerinnen immer Kinder ihrer Zeit waren und in diese gesprochen haben.

Leben und Tod im Gedicht

Wenn auch nicht viel feststeht im Leben – dass wir geboren werden und sterben müssen, ist unumstößlich. Was wir damit machen, ist eine Sache, zu der sich viele kluge Köpfe im Laufe der Jahrhunderte geäußert haben. Auch in Gedichten. Lassen Sie sich überraschen von der Lebenskunst und der Ars moriendi, dem Genießen und dem Abfinden, dem Kampf und der Hoffnung.

Barocklyrik – mehr als Opitz und Gryphius

„Ännchen von Tharau ists, die mir gefällt“ – einige kennen dieses Volkslied vielleicht noch; der Text hat einen ganz privaten Hintergrund und den Dichter kennt heute fast niemand mehr. Im Barock war Lyrik eine hohe Kunst – mit Regeln, die befolgt oder gebrochen werden wollten, mit einer Vielzahl von Themen und einem komplexen theoretischen Überbau. Neben Opitz, Gryphius und Co. waren auch Frauen sehr erfolgreich – Barocklyrik ist also eine spannende Sache, der diese Lesung mit Beispielen und Erklärungen nachgeht.