Ich will meine Mami! von Martin Wadell und Patrick Benson

Der Satz war eine ganze Zeitlang bei uns “Kult”: rp_Bild-Kinderbücher-276x3003-150x150.jpg

“Ich will meine Mami!”, weinte Flo.

Sebu, Lea und Flo erleben zum ersten Mal in ihrem jungen Eulenleben, dass Mami nicht da ist – und das mitten in der Nacht!  Sie suchen nach Erklärungen – aber die Angst hat sie fest im Griff. Nur Flo, der kleinste, kann das laut sagen – wie ein Refrain folgt nach jedem Erklärungsversuch der großen Geschwister sein “Ich will meine Mami!” Ich hab das Bilderbuch so oft vorgelesen, dass nicht nur der Nachwuchs es fast auswendig konnte – ich konnte es auch 😉 Das Schöne an der Sprache von Martin Waddell in der Übersetzung von Rolf Inhauser ist nämlich, dass sie fast lyrisch daherkommt – mit Binnenreimen, mit gutem Rhythmus, mit immer wiederkehrenden Sätzen (neben “Ich will meine Mami” noch “Die Eulenkinder dachten nach. Eulen denken nämlich viel. “).

Die Bilder von Patrick Benson vermitteln die Gefühle der alleingelassenen Kinder sehr gut – besonders beeindruckend ist das Bild, auf dem Eulenkinder fast nur noch als weiße Flecken in einem dunklen Wald zu erkennen sind. Oder die Gesichter am Anfang, als sie feststellen, dass Mami nicht da ist. Und dann natürlich die Seite “Und da kam sie” – man spürt die große Eule fast durch den Wald schweben.

Eine wunderbare Geschichte, sehr liebevoll. Und als Mutter hat mich der letzte Satz immer sehr gefreut:

“Und ich habe meine Mami lieb”, sagte Flo

🙂

Martin Wadell und Patrick Benson: Ich will meine Mami!, übersetzt von Rolf Inhauser, Verlag Sauerländer, 1999, ISBN: 3794135946

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