Der Friedhof der Unschuldigen von Andrew Miller

Ein stillgelegter Friedhof mitten in Paris – das ist der Aufgabenbereich des jungen Ingenieurs Jean-Baptiste Barrate. Nicht unbedingt das, was er sich gewünscht hat. Friedhof und Kirche Les Innocents sollen beseitigt werden.  Während der Pest seien da in einem Monat mehr als 50.000 Leichen verscharrt worden, erläutert der Minister in Versailles. Der Geruch sei abscheulich – das ganze Viertel dünste diesen Verwesungsgeruch aus. Eine Wohnung wurde schon für ihn angemietet – ganz in der Nähe. Er bekommt Geld, um die Aufgabe zu bewältigen. Als Jean-Baptiste an seine Wirkungsstätte kommt, muss er sich erst einmal mit den Gegebenheiten vertraut machen. Er lernt seine Vermieterfamilie kennen – Tochter Ziguette, Mutter und Vater Monnard sowie das Dienstmädchen Marie -, den Organisten Armand, der auf der stummen Orgel in Les Innocents übt, den alten Küster Manetti und seine Enkelin Jeanne. Diese bezeichnet Jean-Baptiste die vielen Massengräber auf dem ungepflegten Friedhof. Jean-Baptiste vermisst und berechnet. Dann überlegt er, wie er die Aufgabe bewältigen kann. Weiterlesen

Lesefutter satt – Leseexemplare bei der Leselust

Ich freu mich gerade heftigst: Anfang der Woche habe ich erstmals – so lange gibt’s die Leselust ja noch nicht – bei Verlagen angefragt, ob ich denn wohl zwecks Rezensionen Leseexemplare bekommen könnte. Und was ist? Gestern und heute brachte mir der Postbote Bücherpäckchen! Romane und Sachbücher. Ich habe also ordentlich was zu lesen in der nächsten Zeit! Und Sie können sicher sein, dass hier der Strom an Rezensionen nicht abreißt!

Das alles liegt jetzt hier parat:

*hüpfvorfreude*  Jörg Kleinschmidt  pixelio.de

*hüpfvorfreude*
Jörg Kleinschmidt pixelio.de

  • Peter Henning: Ein deutscher Sommer, Aufbau Verlag
  • Philipp Riederle: Wer wir sind und was wir wollen, Knaur Verlag
  • Helen Smonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft, Knaur Verlag
  • Sebastian Haffner: Von Bismarck zu Hitler, Knaur Verlag

 

 

Lyrik auf Bierdeckeln

Eigentlich will ich Sie mit meiner Reihe “Hauptsache Lyrik” ja erst nach den Ferien beglücken, aber das hier ist zu schön: Das Literaturbüro NRW hat den Lyrikbierdeckel “erfunden”. Gedichte von vier Düsseldorfer Autorinnen (Goethe ist auch dabei … 😉 ) auf den dicken Glasunterlegern. Und Platz für eigene Verse ist auch noch da. Eine schöne Idee. Leider nur an ausgewählten Plätzen, sprich in vier Cafés in Düsseldorf zu bekommen: Foto zu "Hauptsache Lyrik!" von Christian Baller

Die Lyrik-Bierdeckel gibt es in folgenden Cafés: “Café Hüftgold”, Ackerstraße 113, “Café Modigliani”, Wissmannstraße 6, “Destille”, Bilker Straße 46 und “Zakk”, Fichtenstraße 40. (Quelle: Lyrikzeitung)

Flamme der Freiheit von Birgid Hanke

Passend zu den Ferien erschien bei Knaur dieser historische Schmöker. Protagonistin ist eine Frau, die es gab – und von der man herzlich wenig weiß: Eleonora Pro(c)haska. Diesem Mangel hilft Birgid Hanke ab. Sie entwirft ein buntes Zeitgemälde, in dem sie die Motivation einer jungen Frau begründet, sich für die “Freiheit” in den Kampf zu begeben. Weiterlesen

Das Glücksbüro – virtuell und trotzdem echt

Vor ca. sechs Wochen habe ich das Buch Das Glücksbüro von Andreas Izquierdo besprochen. Heute nun las ich davon, dass es das jetzt “in echt” im Netz gibt. Zwar virtuell aber wirksam, sozusagen. Und es ist so schön geworden – schauen Sie selbst: Das Glücksbüro. (Es ist ein neues Büro – Alberts ist ja mehr 60er Jahre, mit viel Holz und so; aber das hier passt zum Buchumschlag 😉 )

Ein paar Anträge sind auch schon eingegangen – und davon wurden auch schon ein paar bewilligt: Der Glücksordner. Antrag und Glücksbescheid sind sehr authentisch geraten.

Ich finde die Idee einfach wunderbar. Und wenn da tatsächlich jemand in meinem PLZ-Bereich was wünscht, was ich ihm oder ihr geben kann – dann tu ich’s. Sie auch?

Anmeldung zum Literaturkreis in Bergisch Gladbach möglich

Das Programm des Katholischen Bildungsforums Rheinisch-Bergischer Kreis ist erschienen und ich kann Ihnen nun die Veranstaltungsnummer nennen, unter der Sie sich anmelden können:

Veranstaltungsnummer 7603115 – die müssen Sie angeben, wenn Sie sich über dieses Formular beim Bildungsforum für meinen Literaturkreis anmelden wollen. Die Kosten liegen bei 18 € für alle drei Termine zusammen.

Termine und Titel finden Sie auch im Kalender – hier gibt es sie kompakt:

  • 27.09. Pia Ziefle: Suna
  • 30.10. Per Petterson: Pferde stehlen
  • 27.11. Michael Köhlmeier: Idylle mit ertrinkendem Hund

Also: bis September in Bergisch Gladbach!

Jane-Austen-Filme im Sommer

Jede Donnerstag (18.7. bis 8.8.2013) gibt es ab heute bei Arte TV eine Jane-Austen-Verfilmung zu sehen. Heute geht es mit Persuasion los (den deutschen Titel “Jane Austens Verführung” finde ich selten dämlich und irreführend – es geht schließlich um Anne Elliott und ihre Familie). Nächste Woche ist dann Northanger Abbey dran – ein witzig gemachter Film, mit “Leseszenen”, die man gesehen haben sollte.

Wer noch ein bisschen Einstimmung braucht, dem empfehle ich den Text über Jane Austen, den Arte in seinem Zoom vorstellt.

Den Tipp verdanke ich meiner Buchhandlung – ich schau bei dem Wetter eher selten ins Fernsehprogramm 😉

Grimmelshausen-Preis für Ulrike Edschmid

Vollständig heißt der Preis Johann-Jacob-Christoph-von-Grimmelshausen-Preis – ein bisschen sperrig, auch für Tante Wiki 😉 . Dafür ist das Anliegen sehr ehrenwert: Es geht um Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte. und das hat Ulrike Edschmid nun wirklich getan – Ihr Roman “Das Verschwinden des Philipp S.” ist genau das.  Und zwar in zweierlei Hinsicht:

Sie selber arbeitet als Künstlerin am Thema, aber es geht auch um einen Künstler, der damals am Zeitgeschehen arbeitete, litt und starb. (Näheres finden Sie in meiner Rezension vom 9. März bei Profi-Wissen).

Also: Herzlichen Glückwunsch, Frau Edschmid!

Die Nachricht habe ich vom Buchmarkt.

Was bisher geschah von Loel Zwecker

Wieder ein Kunsthistoriker, der sich der Weltgeschichte annimmt – hier allerdings wirklich Weltgeschichte. Loel Zwecker beginnt mit den ersten Menschen – im Vorwort, aber immerhin – und schildert dann die alten Kulturen. Nach drei Kapiteln Antike & Co im im weitesten Sinne europäischen Raum macht er einen Schlenker nach Asien und geht auf die Hochkulturen in Indien und China ein. Es folgt das europäische Mittelalter – danach ein Blick nach Amerika und Australien zu selben Zeit.

Das Prinzip ist jetzt klar, nicht wahr? Es wird auch sprachlich immer bewusst gehalten, dass es nicht nur um die gerade behandelte Zeit geht, sondern es wird immer der Bezug zur Gegenwart, zumindest aber zum weiteren Verlauf der Geschichte betont. Weiterlesen

Heute kam ein Bücherpäckchen vom Literaturblog Duftender Doppelpunkt

Darin war mein Gewinn: Fünf “Jüdische Miniaturen. Lebensbilder Kunst Architektur”

  • Alfred Dreyfus
  • Die Privatsynagoge “Beth Zion”
  • Rahel Hirsch
  • Anna Seghers
  • Selma Stern

Alle von Hentrich & Hentrich verlegt.und von Hermann Simon herausgegeben. Ich bin sehr gespannt!

So sehen die Bücher übrigens aus:

Mein Bücherpaket mit "jüdischen Miniaturen" vom Duftenden Doppelpunkt

Mein Bücherpaket mit “jüdischen Miniaturen” vom Duftenden Doppelpunkt

Achja: Gewonnen habe ich beim Literaturquiz anlässlich 80 Jahre Bücherverbrennung, das vom Literaturblog Duftender Doppelpunkt ins Leben gerufen wurde – alle zwei Wochen mittwochs gibt es ein neues Rätsel, und das das ganze Jahr – schauen Sie doch mal vorbei.