Wie der Dom nach Köln kam von Barbara Schock-Werner, Christoph Baum und Johannes Schröer

Wie der Dom nach Köln kam von Barbara Schock-Werner, Christoph Baum und Johannes Schröer

Ein richtig gutes Team, bestehend aus Barbara Schock-Werner und Johannes Schröer für den Text und Christoph Baum für die Illustrationen, hat ein Buch zum Kölner Dom gemacht, das „für alle“ geeignet sein soll – für Junge und Alte, für Imis und Kölsche, und das den Dom in der Stadt thematisieren soll. Dieser Anspruch, den Dom in der Stadt zu inszenieren, war der Grund, dass Christoph Baum bei der Buchpräsentation einen Entschuldigungsbrief an den Dom verlas – er musste auf die Türme in seiner Darstellung verzichten, weil sie ein Format verlangt hätten, das in kein Regal mehr passt. Aber schließlich sollte auch das Drumherum des Doms mit ins Bild.

So ist es logisch, dass ein Buch über den Dom ohne den Dom beginnt – die erste der 14 Doppelseiten mit den großformatigen, kleinteiligen Bildern schildert den Bau der römischen Stadtmauer unter Kaiser Domitian. Die auf die Bilder folgenden Doppelseiten bringen im Text die Erklärungen – das veranlasst zum Zurückblättern, um die genannten Einzelheiten im Bild zu suchen (und dann noch andere zu finden). Von der römischen Stadtmauer geht es über die Blütezeit des römischen Köln direkt zu Erzbischof Anno und seiner Flucht und dann zum ersten Bauabschnitt.

Heutzutage hängt dieser Arbeitsplatz im Dachstuhl - früher schwebte man damit draußen an der Fassade ...
Heutzutage hängt dieser Arbeitsplatz im Dachstuhl – früher schwebte man damit draußen an der Fassade …
Hier ist der Freisitz aus dem Buch
Hier ist der Freisitz aus dem Buch

Die Texte auf den Erklärseiten sind leicht verständlich geschrieben, so dass das Buch dazu einlädt, es zusammen mit Kindern anzuschauen (die sehen noch viel mehr witzige Szenen und Figuren) – Barbara Schock-Werner wies darauf hin, dass das Format genau dazu passt, es über zwei Paar Beine zu legen 😉  Die Geschichte des Doms in Köln und die Geschichte Kölns wird bis heute geschildert – da der Dom jedoch die Hauptrolle spielt, sind viele, viele Jahre nicht berücksichtigt, denn die Baustelle ruhte über mehrere Jahrhunderte. So springt die Geschichte von 1300 bis 1700 und von dort direkt nach 1860. Die Frequenz der Darstellung im 20. Jahrhundert ist da sehr viel dichter: die Zeit vor dem ersten Weltkrieg, die Zeit zwischen den beiden Kriegen, das zerbombte Köln, die Jahre des Aufbaus, Papstbesuch 1980 und der bislang letzte Umbau der Domumgebung sind die Themen.

Ein einladendes Buch, um sich mit dem Dom und seiner Stadt zu beschäftigen. Neben der großformatigen Hardcoverausgabe, gibt es auch eine broschierte Ausgabe – die ist für Mitglieder (auch werdende …) des Zentral-Dombau-Vereins: Wer bis zum Jahresende Mitglied wird, erhält ein solches Exemplar. Ziel des Dombau-Vereins ist, im Jubiläumsjahr 2017 – der Verein wird 175 Jahre alt  – 17.500 Mitglieder zu haben.

Christoph Baum (Illustration), Barbara Schock-Werner, Johannes Schröer (Text): Wie der Dom nach Köln kam, herausgegeben vom Zentral-Dombau-Verein zu Köln von 1842, Greven Verlag, Köln, 2016, ISBN: 978-3-7743-0673-8

in dem Kasten (unterer Kreis) ging es zu einer Plankenbrücke (oberer Kreis), die dann in den Dachstuhl führt
in dem Kasten (unterer Kreis) ging es zu einer Plankenbrücke (oberer Kreis), die dann in den Dachstuhl führt

Und es soll keiner sagen, ich gäbe für dieses Blog nicht alles: Für die Vorstellung dieses Werks über den Kölner Dom hab ich mich in luftige Höhen begeben – sie fand im Dachstuhl des Doms statt. Und ich hab Höhenangst …

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