Die Nacht vor Weihnachten von Nikolaj Gogol

Ich bin meiner Freundin so dankbar, dass sie mir den Tipp für die gestrige Lesung in der Lengfeld’schen Buchhandlung gegeben hat: Helge Heynold las “Die Nacht vor Weihnachten” von Nikolaj Gogol und es war großartig.

Was erzählt Nikolaj Gogol?

Im Dorf Dikanka leben

  • der Kosak Tschub mit seiner schönen Tochter Oxana
  • der in Oxana verliebte Schmied Wakula und seine Mutter Solocha, eine Hexe
  • der Gevatter Tschubs und seine Frau, der Weber und seine Frau, der Küster und seine Frau, der Schultheiß, eine Menge junger Mädchen und Burschen

Außerdem wirkt mit: Ein Teufel. Weiterlesen

Holweide hat Vienna gelesen – Buch für die Stadt

Lesung Vienna in Holweide, Katja Ruppenthal

Katja Ruppenthal liest aus Vienna. Foto: Heike Baller

Nein, das stimmt so natürlich nicht: In der Veranstaltung von “Holweide liest” zum Buch für die Stadt hat Katja Ruppenthal aus “Vienna”  von Eva Menasse gelesen und die Besucherinnen und Besucher haben ihr mit Vergnügen gelauscht.

Nachdem Dr. Angelika Fürst vom Katholischen Bildungswerk, Monika Schmiedt-Schomacker und ich im September über die Ausschnitte für die Lesung debattiert hatten, haben wir Mitte Oktober die Reihenfolge festgelegt. Bei einem so langen und auch – von den Personen her gesehen – komplexen Werk haben wir dann die Notwendigkeit gesehen, zumindst an zwei Stellen ein bisschen Erklärung mitzuliefern – unter anderem eben auch einen kleinen Überblick über die wichtigsten Personen in “Vienna. Schließlich kommen die in den Ausschnitten unkommentiert vor, da sie ja im Verlauf des Romans schon eingeführt sind.

Pfarrer Ulrich Kock-Blunk von der evangelischen Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide, in deren Versöhnungskirche die Lesung stattfand, hatte mit Albert Gäde einen Pianisten aus der Gemeinde für die musikalischen Häppchen gewinnen können – Wiener Schmankerln. Sehr passend 🙂

Buch für die Stadt Vienna Bescuherinnen udn Besucher ind er Versöhnungskirche

Intteressiert lauschen die Besucherinnen und Besucher in der Versöhnungskirche

Katja Ruppenthal, eine professionelle Sprecherin und Moderatorin beim Rundfunk, las mit Spaß an der Sache. Das hat sich gut übertragen. Die Besucherinnen und Besucher in der Kirche – über 50 Leute hatten den Weg gefunden – waren am Ende voll des Lobes. Bei einem netten Glas im Anschluss an die Lesung wurde das in den Gesprächen deutlich. Auch einige, die es nicht geschafft hatten, das Buch selber zu lesen, fühlten sich gut aufgehoben. Also: Eine gelungene Veranstaltung von “Holweide liest” im Rahmen der Aktion “Buch für die Stadt”.

Wer noch eine Veranstaltung zu Vienna besuchen will, hat noch Gelegenheiten dazu – teilweise noch bis Ende des Monats!

Lesungen in Buchhandlungen – meine Angebote

Klar, für Buchhändlerinnen sind Lesungen mit Autorinnen und Autoren das normale Format. Doch es gibt auch andere Angebote – zum Beispiel meine. 😉

Lesungen von Gedichten

Der Schwerpunkt bei meinen Lesungen liegt ja bei den Gedichten; insgesamt sechs verschiedene thematisch sortierte Lyriklesungen biete ich an. Manche davon passen auch zu bestimmten Terminen: Weiterlesen

Eine Veranstaltung vorbereiten – „Holweide liest“ das “Buch für die Stadt”

Caféhaus Wien für Roman Vienna das Buch der Stadt, das bei Holweise liest vorgelesen wird

Modernes Caféhaus in Wien – auch heute für viele ihr externes Wohnzimmer, so wie für die Großmutter der Erzählerin, die beinahe in einem Caféhaus ihren Sohn geboren hätte. Photo: Andreas Praefcke (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wien_Cafe_Central_2004.jpg), „Wien Cafe Central 2004“, https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/legalcode

Das „Buch für die Stadt“ ist in Köln eine Institution – eine Woche lang Veranstaltungen rund um einen Titel an möglichst vielen verschiedenen Orten in der Stadt und dem Umland. Dieses Jahr liest Köln „Vienna“ von Eva Menasse.

Als Besucherin genieße ich die Vielfalt der Angebote rund um so ein Buch, such mir was Interessantes aus und freue mich auf Austausch, Erkenntnisse oder gutes Vorlesen. Aber was ist alles nötig, um eine Veranstaltung auf die Bühne zu bringen? Wer macht da was? Wie viel Vorlauf braucht es dazu?

Das kann ich dieses Jahr miterleben, denn ich bin an der Vorbereitung der Veranstaltung von „Holweide liest“ am 8.11.2018 beteiligt 🙂 Weiterlesen

Gedichte in der Hörbar – Schullektüre

Verstehen Sie Gedichte auch besser, wenn Sie sie hören? Dann gibt es hier bald was Neues für Sie. Und auch für die, die sich mit Gedichten in ihrer Schullektüre herumplagen … Als Unternabteilung meiner Hörbar gibt es jetzt Texte der Schullektüre – zum Anhören.

Gerade Gedichte aus dem Barockzeitalter erscheinen uns heutzutage ziemlich schwer. Das liegt zum einen daran, dass sich die Rechtschreibung von unserer heutigen Form unterscheidet und zum anderen daran, dass einzelne Wörter nicht mehr bekannt sind oder heute anders benutzt werden. “Eitel” ist so ein Beispiel. Wir nutzen es, um zu sagen, dass jemand großen Wert darauf legt, für sein Äußeres oder auch manchmal für seine Leistung Anerkennung zu bekommen. Aber in der Barockzeit hieß “eitel” so viel wie vergänglich – “Alles ist eitel, du aber bleibst” – vielleicht kennen Sie diesen Kanon ja auch.

Beim ersten Anblick – und das im Wortsinne – erschwert uns oft die andere Schreibweise das Verständnis. Doppelkonsonanten und ein “v” anstelle von “u” bei “avff”, oder die Frage, wie denn “vmb” wohl ausgesprochen werden mag. Nun gehören aber gerade diese Gedichte auch heutzutage noch zur Schullektüre. Deshalb finden Sie in einer Unterabteilung meiner Hörbar nun Gedichte, die in der Regel auch in der Schule behandelt werden. Es sind Gedichte von Martin Opitz, Paul Fleming, Andreas Gryphius, Paul Gerhardt und Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau. Ich trage sie vor – auf dass sie dadurch für Sie verständlicher und zugänglicher sind.

Andreas Gryphius Abend Sonett Schullektüre Gedicht Barockk

Doppelkonsonanten, wo wir nur einfache benutzen, “y” und “v” an unvertrauten Stellen – das ist nicht leicht zu lesen

Ich würde mich freuen, wenn ich mit dieser kleinen Starthilfe in die Lektüre Ihre Freude an diesen Gedichten wecken kann.

Die Reihe dieser “Vorleseungen” wird ständig aktualisiert – immer mal wieder reinschnuppern kann sich also lohnen.

Ach so, die Auflösung zur Aussprache von “vmb”: Das Wort wird einfach “um” ausgesprochen – das “b” bleibt stumm. 🙂 Klar, dass sich der Text so besser hören als lesen lässt, oder?

Wie will ich bloggen?

Simone von Papiergeflüster hat eine Frage aufgeworfen, die mich in einer Variation auch schon eine Weile beschäftigt: Wie will ich bloggen?

Also:

  • Mit welchem Ziel?
  • Mit welchen “Aufgaben”?
  • Mit welchem Anspruch?

Ich habe die Kölner Leselust aus Lust am Lesen begonnen – und um meine Lesungsangebote etwas bekannter zu machen. Ich lese sehr gerne vor, kann das auch gut (das Feedback bekomme ich regelmäßig, wenn ich etwas vortrage) und habe mir vorgestellt, dass ich mit den Honoraren dann den Blog finanziere, ja, vielleicht sogar etwas Gewinn mache. Nun bin ich aber nicht die, die mit Werbung viel am Hut hat  – ich mag aufdringliche Banner und Buttons nicht, deshalb gibt es so was bei mir nicht.

Heike Baller Lesung Foto: A. Jüttner

So sehe ich dann in Aktion beim Vorlesen aus 😉
Foto: A. Jüttner

Und so wird mein Angebot nicht wahrgenommen. Meine Entscheidung. (Ich freu mich natürlich über jede Anfrage nach Lesungen und Vorträgen – meine Themenliste gibt es hier 😉 )

Ein anderer Aspekt: Der Kontakt zu Verlagen und Rezensionsexemplare.

Als ich das erste Mal auf der Buchmesse war, habe ich mich in zweifacher Hinsicht positioniert:

  • Ich rezensiere Sachbücher
  • Ich bin als Leiterin von Litraturkreisen eine Multiplikatorin

Das mit den Literaturkreisen ist inzwischen Geschichte.

Sachbücher liebe ich aber nach wie vor, v. a. Geschichtliches.

Aber: Der Erhalt von Rezensionsexemplaren ist verbunden mit der Erwartung des Verlags, dass da auch was kommt (auch wenn mir eine freundliche Ansprechpartnerin mal sagte, dass sie nicht damit rechne, dass es auch zu jedem versandten Buch eine Rezension gebe). Die Erwartungshaltung ist verständlich.

Nun hat mich in den vergangenen 18 Monaten das Leben ein bisschen gebeutelt – und ich hatte keine Kraft für “Pflichtlektüre”; auch wenn ich mir die Titel sehr sorgfältig auswähle, kam dieser Eindruck bei mir auf. Ergebnis: Ich habe mich im letzten Winter mit Karl May befasst 🙂 Und die Verlage mussten ein paar Rezensionen in meinem Blog abschreiben. Das ist mir nicht leicht gefallen – aber es ging nicht anders.

Damit ich nun nicht mehr solches Bauchweh haben muss, nicht mehr solchen Druck habe, in gewissem Zeitraum etwas Bestimmtes gelesen haben zu müssen und darüber bloggen zu müssen, habe ich entschieden, dass ich fortan auf Rezensionsexemplare verzichte. Eins oder zwei stehen noch aus – die habe ich schon vor einiger Zeit angefragt. Aber danach heißt es wieder: selber kaufen, als Geschenk wünschen, in der Bibliothek leihen.

Ich danke allen Verlagsmitarbeiterinnen, die mir Bücher zur Verfügung gestellt haben – es war schon toll. Ich werde Sie weiterhin mit Rezensionlinks bedenken, wenn ich über einen Titel aus Ihrem Verlag blogge – aber das Buch an mich können Sie sich sparen. Ja, und es werden dann wohl auch noch häufiger Titel aus der Backlist dabei sein. Von daher – wir bleiben in Kontakt.

Und ich werde noch mehr so bloggen, wie es mir in den Sinn kommt. Eben nicht nur über Bücher, auch wieder mehr über Gedichte, z. B. (Spoiler: Morgen …)

Steinpyramide Meer England

Foto: A. Laudensack

Puh – nachdem ich das fertig geschrieben habe, ist mir noch mal ein Stein von der Seele geplumpst. Offensichtlich war der Druck noch größer als gedacht. So kann ich nun entspannt weiterhin bloggen 🙂

Beloved Jane – der Vortrag zum 200. Todestag von Jane Austen

CassandraAusten-JaneAustenBackView(1804) Meine Reihe “Beloved Jane” zu Jane Austens 200. Todetag wächst und gedeiht – da ist am 18.7.2017 noch lange nicht Schluss 😉 Und wer will, kann das Ganze jetzt auch als Lesung und Vortrag bekommen.

In dieser Lesung stelle ich Passagen aus den Büchern von Jane Austen vor und erläutere anhand von Biographien und Büchern zur Epoche des Regency ein paar Hintergründe zu Sitten und Unsitten der damaligen Zeit und zu Jane Austens Auffassung von einem guten Romanstoff. Hinzu kommen Anmerkungen zu modernen Adaptionen. Ein bunter Strauß also für Janeites und werdende Jane-Austen-Fans.

Anfrage zu Terminen und Preisen – bitte hier entlang.

Schöne Künste – nicht nur für Frauen am 15.9.2016 in Dellbrück

In der Christuskirche in Köln-Dellbrück wird diese Woche gefeiert – die Kirche wird 111 Jahre alt. Das Motto für Donnerstag, den 15.9.16 lautet: „Schöne Künste – nicht nur für Frauen“, eine inszenierte Lesung mit Musik. Die Lesung beginnt um 20 Uhr. Bereits um19 Uhr findet eine Andacht statt, in der ebenfalls Frauen im Mittelpunkt stehen; ich erwähne das, weil die Gottesdienstbesucher sich die besten Plätze für die Lesung sichern können 😉

Zur Lesung:  Die Schauspielerin und Sprecherin Ulrike Froleyks liest ausgewählte Texte von Lydia Davis, Dorothy Parker, Margriet de Moor und Katharine Brush, die sich alle aus verschiedenen Blickwinkeln den schönen Künsten nähern: der Musik, der Literatur, der Schauspielerei und dem Tanz.zwischenablage01

Musik bekommt das Publikum nicht nur in den Texten zu hören, sondern auch live mit dem Blechblasensemble dellBlech: Annette Bauernfeind (tp), Heike Jansen (tp), Andrea Lindinger (tb), Margie Schwenk-Osterloh (tba)

Auch Malerei kommt nicht zu kurz: Die Malerin Irmgard Esch stellt zur Zeit in der Christuskirche verschiedene Exponate unter dem Titel ‚Fest der Farben’ aus.

(Ich habe hier den Ankündigungstext der Gemeindeseite leicht überarbeitet)

Hauptsache Lyrik: Poetica – das Lyrikfestival im Januar 2016

rp_Bild-hauptsache-Lyrik-300x2431-150x15011111111111111.jpgAuch in diesem Januar wird es wieder das Festival Poetica geben –  die Plakate zeigen beim Namen eine hochgestellte “2”, also “2. Auflage”. Hübsche Idee.

Das Thema hat eine hübsche Farbe: Blau, denn es heißt “Blue Notes” – es geht um Trauer in ihren verschiedenen Facetten. Ensprechend auch die Titel der Veranstaltungen: “Blaue Stunde I-III”  oder “Vier Farben Blau”. An den sechs Tagen vom 25. bis 30.1.2016 gibt es neben Veranstaltungen an der Uni und im Internationalen Kolleg Morphomata auch solche im Wallraf-Richartz-Museum, in der Klubbar King Georg, im Filmhauskino oder im Literaturhaus.

15 Namen finden sich auf der Autorenseite von Poetica, darunter auch Navid Kermani. Alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie sowohl Prosa als auch Lyrik verfassen, sich für jedes Werk entscheiden müssen, welches Format passt, gegebenenfalls auch mal was mischen. Eine spannende Versammlung hat Kurator Aleš Šteger so zusammengebracht. Viele der Veranstaltungen sind mit freiem Eintritt – eine gute Möglichkeit, um eher unbekannte Autorinnen kennenzulernen.

  • Was: Festival Poetica2 – Blue Notes
  • Wann: 25.1.2016-30.1.2016 – genaue Termine unter Programm
  • Eintritt: entweder frei oder zwischen 6,- und 12,- €

 

Mädchenliteratur – mein Vortrag am 10.1.2016

Ich freu mich schon auf nächsten Sonntag, denn da kann ich meinen Vortrag zur Geschichte der Mädchenliteratur noch mal halten 🙂 Anhand von Beispielen einer längeren Zeitspanne (mindestens ab “Trotzkopf“!) werde ich aufzeigen, wie sich der Charakter von Mädchenliteratur – oder “Backfischromanen” – bis heute geändert hat. Manches hat sich aber eben auch nicht geändert …

  • Wann: Sonntag, 10.1.2016, 11-13 Uhr (Einlass ab 10 Uhr)
  • Wo: Café Libresso, Fleischmengergasse 29, 50676 Köln (neben der ZB am Neumarkt)
  • Eintritt: 5,-/3,- €