Lena Gorelik liest in Köln

Und zwar aus dem Buch, das ich hier von ihr vorgestellt habe: Die Listensammlerin. Das Ganze findet im Rahmen der Jüdischen Kulturtage 2015 statt

  • Was: Lena Gorelik liest
  • Wann: 5.3.2015, 19:30 Uhr
  • Wo: Kölner Literaturhaus, Großer Griechenmarkt 39
  • Eintritt: 9,-/7,-/5,- €

Hier könnenn Sie online Karten bestellen.

Harry-Potter-Nacht in Köln-Holweide

Morgen Abend gibt es für Hogwarts-Fans in Köln-Holweide was zu sehen und zu hören und mitzumachen – und Butterbier 🙂

Die Kölner Pfarrer Ulrich Kock-Blunk und Holger Pyka haben zusammen mit der Kantorin Mechthild Brand einen Abend für Harry-Potter-Fans vorbereitet, der es in sich hat:

Szenische Lesungen, Kammermusik, Quiz, Hauswettbewerbe – und eine Pause mit Butterbier und anderen Leckereien aus Hogwarts. Die Szenerie ist wirklich liebevoll vorbereitet und der Enthusiamus der drei überwältigend. Es beginnt um 19 Uhr – ich werde da sein, sicher!

Schon das Plakat ist eine Augenweide, oder?

Schon das Plakat ist eine Augenweide, oder?

PS: Sie wollten doch sicher immer schon mal wissen, welchen Haus in Hogwarts Sie zugehören?

Morgen können Sie es erfahren!

Was macht das Pferd da auf der Fahne?

rp_Bild-Kinderbücher-276x3003-150x150.jpgDie Fahne Nordrhein-Westfalens zeigt drei Elemente, die die unterschiedlichen Landschaften des Bundeslandes repräsentieren:

  • das Pferd für Westfalen
  • den Fluss für das Rheinland
  • die Rose für das Lipperland

Aber nicht nur zu den Elementen der Fahne gibt es im NRW-Kinderlexikon Erklärungen. Dorothee Haentjes-Holländer geht in 26 Beiträgen von A bis Z Eigenarten des Bundeslandes im Westen der Bundesrepublik Deutschland nach, z. B.:

  • “Chemie” – was hat es mit August Kekulé, seiner Wurstformel und den Chemiebetrieben am Rhein auf sich?
  • “Ministerpräsidentin” – hier wird das Prinzip der repräsentativen Demokratie erläutert und man erfährt etwas über die Vorgänger von Hannelore Kraft
  • “Yen” – hier stellt die Autorin Düsseldorf als Little Tokyo vor und schildert dann allgemein die Themekomplexe Migration und Integration

Rund 110 Seiten mit Illustrationen von Silke Schmidt gehen kreativ und unvoreingenommen Themen an, die das Leben in NRW bestimmen. Und wissen Sie was? Als Erwachsene habe ich da auch noch ein paar Sachen gelernt …

Dorothee Haentjes-Holländer: Was macht das Pferd da auf der Fahne?, Illustrationen von Silke Schmidt, Greven Verlag, Köln, , ISBN: 9783774306257

Es gibt nichts Gutes … von Erich Kästner

rp_Bild-Unterhaltung-150x150111.jpgDen Satz können Sie wahrscheinlich selbst beenden: “… außer: Man tut es.” Im Atrium-Verlag ist die Sammlung mit 100 Epigrammen von Erich Kästner in einer schönen Neuauflage* erschienen, die Christoph Niemann illustriert hat. Im Vorwort äußert sich Erich Kästner selbst zum Epigramm, einer seiner Meinung nach schon damals verschwundenen Kunstform und fordert: “Es lebe das Epigramm!”

Einerseits kann man vom Inhaltsverzeichnis aus das Buch nach bestimmten Texten durchsuchen, es lädt aber auch zum ziellosen Blättern ein – jedes Epigramm hübsch auf seiner eigenen Seite und bei vielen hintergründige Zeichnungen von Christoph Niemann dabei. Die sind so hintergründig, dass ich sie nicht beschreiben kann. Sie geben den Epigrammen teilweise eine etwas andere Note, als ich beispielsweise darin gesehen hätte – das regt zum Nachdenken oder zum Abwinken an und ich bin sicher, dass  sich das je nach meiner Lesesituation ändert.

Alles in allem: Ein hübsches Buch mit lesenswerten Epigrammen und guten Illustrationen – wer Kästners Epigramme noch nicht hat, ist hier sehr gut versorgt.

Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes außer: Man tut es, mit Zeichnungen von Christoph Niemann, Atrium Verlag, Zürich, 2015, ISBN: 9783855354092

*1950 erschienen die Epigramme zum ersten Mal bei Atrium unter dem Titel “Kurz und bündig. Epigramme”

Konzert ohne Dichter von Klaus Modick

Was mir als erstes auffiel: Der Ton, in dem Klaus Modick Stimmungen schildert – leicht an Rilke erinnernd. Und das hat mir gefallen, denn wie ich schon mal schrieb: Ich mag Rilke.

Zwei Aber gegenüber dem Roman

Heinrich Vogeler - 1897

So sah Heinrich Vogeler aus, als er Rilke kennenlernte – Klaus Modick schildert seine Marotte, in biedermeierlicher Ausstattung rumzulaufen detailliert.

Und jetzt kommt das erste goße Aber:

Klaus Modick  erzäht hier aus der Perspektive von Heinrich Vogeler und der hegt zum Zeitpunkt des Erzählens gegenüber Rilke große Skepsis. So steht Rilke mir als Leserin vor allem als Snob, als Egomane und Übersensibelchen vor Augen. Noch dazu sind Vogelers Gedanken zu manchem Gedicht Rilkes sehr abwertend. Das hat mich echt gestört. Um den Roman genießen zu können – und er ist durchaus etwas zum Genießen -, musste ich also von meiner Vorliebe für Rilke absehen und mich auf Vogelers Perspektive einlassen. Dass der Stil Modicks andererseits gelegentlich an Rilke gemahnt, kommt nicht von ungefähr: Als Quelle dienten ihm unter anderem auch dessen Tagebücher. Und die fragmentarischen Lebenserinnerungen von Vogeler. Weiterlesen

Kinderbuchautor Paul Maar wird Gastprofessor

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Ausschnitt aus dem berühmten Doppelpoträt der Brüder Grimm von Elisabeth Jerichau-Baumann

In Kassel gibt es die Grimm-Professur – eine Gastprofessur, mit der Autorinnen geehrt werden, die in irgendeiner Weise mit den Brüdern Grimm verbunden sind; die Wahl für die Gastprofessur beeinflusst 2015 auch den Lehrplan. Dieses Jahr ist nun Paul Maar dran. Unter anderem, weil er in seinen Kinderbüchern immer wieder auf den literarischen Kanon – einschließlich Motiven der Grimmschen Märchen – rekurriert, aber auch weil seine Sprache literarischen Ansprüchen genügt.

Mit drei Veranstaltungen im Sommersemester ist er selber vor Ort:

  • 9. Juni (18 Uhr, Gießhaus) öffentlicher Vortrag
  • 10 Juni (12 Uhr, Gießhaus) ein wissenschaftliches Seminar zu seinem Buch „Kartoffelkäferzeiten“
  • 10. Juni (18 Uhr, Campus Center, Hörsaal HS-1139) liest er aus seinem neuen Roman „Der Galimat und ich“. Zu dieser Lesung sind Kinder ausdrücklich willkommen.

Am Institut für Germanistik gibt es einen Lehrschwerpunkt „Kinder Literatur Sprache“. Diese Einbindung in die Lehre ist in den 20 jahren, seit die Professur vergeben wird, erstmalig – 20 Veranstaltungen sind kein Pappenstiel, noch dazu wenn hier neben der Litertur- auch Sprachwissenschaft und Didaktik eine Rolle spielen.

Eine schöne Sache das 🙂

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