Liturgie von links von Anselm Weyer

rp_Bild-Sachbücher-150x1501111111-150x15011-150x15011.jpgAls Dorothee Sölle, Fulbert Steffensky , Marie Veit und andere das politische Nachtgebet initiierten und durchführten, betete ich noch “Ich bin klein, mein Herz ist rein (meine Füße sind schmutzig, ist das nicht putzig?)”. An Anselm Weyer, den Autor des neu herausgekommenen Bändchens mit dem Untertitel “Dorothee Sölle und das Politische Nachtgebet in der Antoniterkirche” war noch gar nicht zu denken. Irgendwie war das immer “Geschichte” für mich. Doch in dem schmalen Buch wird diese Geschichte lebendig. Anselm Weyer schafft es, gerade auch den Weg hin zum politischen Nachtgebet lebendig nachzuzeichnen. Und bei vielen Sachen habe ich gedacht: Da hat sich in den 45 Jahren nicht viel verändert. Aber eben erst danach! Das politische Nachtgebet und die vielen Diskussionen und Auseinandersetzungen darum, was Kirche darf und soll und was in ihren Räumen geschieht, das hat damals viel in Bewegung versetzt, was unser Gottesdienstverständnis und unseren Umgang mit Zeit- und Streitfragen in der Kirche bis heute beeinflusst.

Antoniterkirche Köln - Innenraum (4349)

Wie die Fotos von Oswald Kettenebrger zeigen, war die Antoniterkirche bei den politischen Nachtgebeten überfüllt. © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Antoniterkirche Köln – Innenraum (4349), CC BY-SA 4.0

Auch und gerade durch diese Aktion. Dorothee Sölle und die anderen haben mit großem Engagement rund vier Jahre lang jeden Monat ein aktuelles Thema beackert – der Vietnamkrieg war dabei sicher das “populärste” und brennendste, aber auch die Situation von Strafgefangenen oder die Entwicklung des Städtebaus haben sie unter dem Aspekt linker Einstellungen und der Anforderungen des Evangeliums durchleuchtet.

Die Informationsbeschaffung war Ende der 60er Jahre ein großer Aufwand – da mussten nicht nur Zeitungen durchstöbert werden, auch Rundfunkskripte galt es zu lesen; an die heranzukommen, war nicht so leicht wie heute – kein Internet hielt Informationsteile bereit, Netzwerke zwischen Menschen liefen “analog”, per Brief und Telefon und  persönlichem Gespräch.

Schockiert hat mich, die ich ja  damit groß geworden bin, dass Dorothee Sölle eine wichtige Figur in der evangelischen Kirche darstelle, der Widerstand, der sich gegen diese Bewegung formiert hat, von oberster Ebene aus: vom Präses der evangelischen Kirche im Rheinland genauso wie vom Erzbischof von Köln. Die Auffassung, dass das Christentum eine eminent politische Angelegenheit sei, wurde von diesen nicht so geteilt. Anselm Weyer versucht, diese Position von der Geschichte der Kirchen in der Nazi-Zeit her zu erklären und es wird klar, dass da zwei Welten aufeinander prallten – eine Einigung konnte nicht erzielt werden, obwohl der Präses sich der Bekennenden Kirche verbunden fühlte.

Ein anderer Name aus meiner Jugendzeit, den ich in diesem Zusammenhang nicht unbedingt erwartet hätte, war der von Ulrike Meinhof. Sie hatte einige Jahre, bevor in Köln die Nachtgebete begannen, den 12. Evangelischen Kirchentag begleitet und sich fundiert mit dem Anspruch von Kirche als gesellschaftlich relevanter Mitspielerin auseinandergesetzt.

Insgesamt legt Anselm Weyer eine gut lesbare Einführung in die Geschichte des politischen Nachtgebets vor, illustriert mit Fotos von Chargesheimer und Oswald Kettenberger (von diesem fotografierenden Ordensbruder kannte ich sonst nur eher meditative Bilder). Besonders die Aufnahmen von Kettenberger von einem der überfüllten Nachtgebete lassen die Stimmung der damaligen Veranstaltungen in unsere Zeit schimmern.

Anselm Weyer: Liturgie von links. Dorothee Sölle und das Politische Nachtgebet in der Antoniterkirche, hrsg. für die Evangelische Gemeinde Köln von Markus Herzberg und Annette Scholl, Reihe “Lesezeichen”, Greven Verlag, Köln, 2016, ISBN: 9783774306707

Tote Zonen von Simon Pasternak

rp_Bild-historisches-300x1993-300x199.jpgKeine leichte Kost, die Simon Pasternak uns da vorsetzt. Berichte über die Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg sind nie leicht verdaulich. Doch aus der Sicht eines der Täter geschrieben, hat es noch mal eine ganz andere Qualität. Schließlich neigen wir alle dazu, uns mit dem Protagonisten oder der Protagonistin, aus deren Sicht das Geschehen geschildert wird, zu identifizieren. Doch mit einem SS-Mann …?

Dabei bietet Simon Pasternak uns mit der Figur des Heinrich noch die leichtere Version eines Täters an; sein Freund Manfred ist aus deutlich härteren Holz geschnitzt. Schauplatz ist Weißrussland im Jahre 1943, Ziel der Anwesenheit der Truppen ist die Partisanenjagd. Zu diesen Kriegsgräueln gesellt sich eine Art Kriminalfall – schließlich ist Heinrich im Zivilberuf Polizist – und die Entdeckung, wozu ein Mensch aus Gier fähig ist. Kein Buch für empfindsame Nerven.

Die Sprache von Simon Pasternak ist eher nüchtern, die vielen Dialoge beleuchten in gewisser Weise das Geschehen aus mehreren Blickwinkeln, weil ja nicht nur Heinrich redet. Die Innensicht von Heinrich wird trotzdem lebensnah und erschreckend nachvollziehbar.

Simon Pasternak ist Däne (von Beruf Journalist; dies ist sein erster Roman) – von einem deutschen Autor kann ich mir ein vergleichbares Werk nicht vorstellen. Als mutig wurde es in Dänemark bezeichnet. Ja, das stimmt. Meiner Ansicht nach geht das aber auch nur aus der Sicht eines Menschen, der aus einem quasi unbelasteten Land stammt.

Simon Pasternak: Tote Zonen, übersetzt von Ulrich Sonnenberg, Knaus Verlag, München, 2014, ISBN: 9783813506464

Gedicht zum Tag – Regen und Unmut von Franz Grillparzer

Regen und Unmutrp_Bild-hauptsache-Lyrik-300x2431-150x15011111111111111.jpg

Böses Wetter, böses Wetter!
Es entladen sich die Götter,
Reinigen ihr Wolkenhaus,
Und die Menschen badens aus.

Franz Grillparzer

Die Münchmeyer-Romane von Karl May – Einleitung

rp_Bild-Unterhaltung-150x1501111.jpgNun beziehe ich mich ja immer mal wieder auf meine Vorliebe zu den Münchmeyer-Romanen von Karl May – und habe dazu bisher nichts geschrieben. Sie wissen also eventuell gar nicht, worum es bei meinen Anspielungen geht :-( . Selbst erfahrene Karl-May-Leser haben in Sachen Münchmeyer-Romane oft eine Lücke in ihrer Rezeption – sie sind ihnen einfach zu kitschig ;-).

Wenn Sie selber Karl May gelesen haben und die Ausgabe des Karl-May-Verlags kennen, erinnern Sie sich wohl auch an die Titelliste am Ende jedes Bandes. Alle Bände sind durchnummeriert und die zusammengehörigen stehen enger beieinander. Und dazu zählen neben der Wüstenserie (die Bände 1-6), die Winnetou-Bände und beispielsweise die Bände zu Old Surehand eben auch die Münchmeyer-Romane. Vielleicht erinnern Sie sich an einige Titel: „Schloss Rodriganda“, „Trapper Geierschnabel“ oder „Zobeljäger und Kosak“. Die Serie, die mit „Schloss Rodriganda“ beginnt, umfasst in der Ausgabe des Karl-May-Verlags fünf Bände. Von „Der Weg nach Waterloo“ bis zu „Die Herren von Greifenklau“ braucht es vier Bände und „Das Buschgespenst“ und „Der Fremde aus Indien“ kommt sogar in nur zwei Einzelbänden daher. Die Produktion Karl Mays für den Verleger Heinrich Gotthold Münchmeyer in den Jahren 1882-1886 umfasste aber deutlich mehr Titel. Karl May verfasste mit ihnen so genannte „Kolportageromane“; diese Art von Romanen wurde in Form von Einzelheften durch Hausierer vertrieben. Wie Sie sich vorstellen können, handelt es sich bei dieser Art von Romanen um keine hochstehende Form von Literatur; sie gehörte in das Genre der Massenunterhaltung. Und das gilt auch für die Kolportageromanen von Karl May.

Das Schlimmste gleich vorweg: Was Sprache und vor allem Klischees betrifft, sind die Münchmeyer-Romane noch mal „ausgeprägte“ als die Reiseerzählungen des Autors:

  • Frauen haben immer kinderkleine Hände und Füße, lehnen gern ihr „süßes Köpfchen“ an die Schulter des Helden
  • der Hauptheld ist normalerweise ein Doppelgänger von Old Shatterhand himself – in Einzelfällen aber von deutlich größerer Statur
  • die Bösen werden von Anfang an als solche deutlich durch Augensprache oder Gesichtsausdruck

    Die Qualität der Illustrationen entspricht in vielem der des Inhalts ...

    Die Qualität der Illustrationen entspricht in vielem der des Inhalts …

Was mich immer fasziniert hat (und auch heute noch wieder einfangen kann), ist die quantitative Komplexität der Handlungsstränge. Ich habe schon als Zehn- oder Zwölfjährige diese Fülle an Personen bewundert und auch den dramatischen Schwung, den Karl May – fast! – bis zum Ende aufrechtzuerhalten fähig war. Schon früh formte sich in mir die Überzeugung, dass das Schlusstableau mit der allfälligen Auflösung aller Geheimnisse ihn gelangweilt haben muss, denn das ist jeweils der schwächste Teil dieser Romane.

Und dann taucht Karl May in seinen Münchmeyer-Romanen in gesellschaftliche Regionen, die sonst in seinen Büchern nicht vorkommen: das Verbrechermilieu in Paris, Bordelle, Gefängnisse; besonders das zweite hat in Jugendbüchern oder Texten für kirchliche Zeitschriften ja nun wirklich nichts zu suchen.

In loser Folge werde ich Ihnen in diesem Jahr mindestens vier der fünf Münchmeyer-Romane Karl Mays ein wenig näher bringen.

PS: Bei der Einordnung in die meine Kategorien habe ich jetzt ein bisschen geschwankt, mich dann aber doch für “Unterhaltung” entschieden: “Historisch” sind sie für heutige Leserinnen – damals waren sie im weitesten Sinne zeitgenössisch; und “Klassiker” verlangt dann doch  noch einen anderen literarischen Anspruch ;-)

Autoren helfen, Flüchtlingspaten Syrien e. V. für legale Einreise nach Deutschland

Über Pia Ziefles Seite habe ich von der Aktion “Bücher statt Boote” – eine Aktion, um Menschen aus den Krisengebieten Syriens auf legale Weise nach Deutschland zu holen, per Flugzeug statt in nur noch zum Kentern tauglichen Booten –  gelesen und finde das Projekt großartig. Pia Ziefle hat alles Wesentliche dazu auf ihrer Seite geschrieben.

Meine Kurzfassung: Mit der Verpflichtung, innerhalb von 5 Jahren 600,- € zu spenden (10 € pro Monat), kann die Organisation Flüchtlingspaten Syrien e. V. ihren Topf füllen, um Menschen mit Verpflichtungserklärung (also, dass für ihre Unterkunft etc. gesorgt ist) sicher von Syrien nach Deutschland zu bringen. In Kooperation mit “Autoren helfen” kann man nun am 14.6.2016 bei Abschluss einer solchen Patenvereinbarung selber auch  noch was gewinnen, nämlich für den Zeitraum der Patenschaft jeden Monat ein signiertes Buch von den unterstützenden Autorinnen und Autoren.

Ikebana und Haikus bei der Laga in Öhringen

Leider kann ich Ihnen nur noch den Mund wässrig machen, denn die Blumenausstellung im Schlosskeller bei der Landesgartenschau in Öhringen hat am 22.5.2016 gewechselt – die Ikebana-Gestecke in Kombination Haikus sind Geschichte. Und sie waren so beeindruckend. Erstellt wurden sie von Mitgliedern der Stuttgarter Ikebana-Schule. Bilderstrecken mit  Gestecken des Vereins finden Sie hier.  Ich habe mir erlaubt, für meine Rubrik “Hauptsache Lyrik” ein paar Fotos zu machen, denn die Kongruenz von Text und Gestaltung hat mich wirklich sehr beeindruckt.

Sie finden bei den Haikus die Namen der Ikebana-Künstlerinnen und gegebenenfalls auch den Namen des Haiku-Dichters.

Ikebana Frühling

Ikebana Haiku Frühling

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ikebana zu Basho 1

Ikebana Haiku Basho

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ikebana Haiku Issa Dorf

 

 

 

 

 

 

Ikebana Dorf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reisen bildet – und kann wirklich Beeindruckendes bieten. Das war ein Tag mit absolutem Hach-Faktor für mich.

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Mein erstes E-Book – Blogparade von electricbookfair

Das E-Book-Festival startet am 25./26.6.2016 in Berlin; bis zum 15.5.2016  läuft noch die Blogparade “Mein erstes E-Book #1stebook – und an was ich mich erinnere!“.

Seit Weihnachten 2013 habe ich ja auch einen E-Reader und einige der Rezensionen, die Sie hier gelesen haben, gehören zu E-Books, auch wenn ich es nicht immer dazu schreibe. Mein allererstes E-Book war “Zwischen zwei Wassern” von Andreas Neeser – schon hier hab ich das “Medium” nicht thematisiert ;-) Das lag daran, dass ich ein zwiespältiges Gefühl dabei hatte und immer noch habe. Gerade bei diesem Buch war es für mich sehr lesehemmend, dass einfaches Zurückblättern eben nicht so einfach war; die Geschichte war ein bisschen “verworren” (ja, das lag daran, dass ich den Klappentext gelesen hatte und deshalb mit einer bestimmten Erwartung an das Buch herangegangen war) und nochmaliges Lesen einzelner Passagen war hilfreich, aber eben kompliziert auf dem E-Reader.

Die Frage, nach dem Warum für das E-Book hatte in diesem Falle nichts durch die Lebensumstände Bestimmtes – es gab das Rezensionsexemplar eben als E-Book und das hat wirklich Vorteile; denn was mache ich mit all’ den  Büchern, die mir Verlage freundlicherweise zur Verfügung stellen und die meine Regale füllen, auch wenn ich sie nicht mehr lesen werde? Das ist ein klarer Fall von “Vorteil fürs E-Book”.

Ich hab mal nachgezählt: Auf meinem E-Reader sind 33 Titel – nicht gerade viel, wenn man das Fassungsvermögen des Teils in Betracht zieht. Und daran kann man schon sehen, dass es nach wie vor nicht so wirklich “mein” Lesemedium ist ;-) Die Gründe habe ich meinem Artikel zum Thema schon 2014 mal benannt:

  • mir fehlt das haptische Erlebnis (manchmal auch nur das des Bucheinbandes!)

    So ein seidiger Einband ...

    So ein seidiger Einband …

  • ich blättere gerne vor und zurück, um noch mal eine Beschreibung nachzuschauen, um Namen zu verifizieren, whatever
  • mein Fingerdruck und die Blätterfunktion passen nicht immer zu meinem Lesetempo – entweder geht es zu langsam oder ich “überblättere” was
  • ich hab ja sonst kein besonders gutes optisches Vorstellungsvermögen, aber bei wichtigen Passagen kann ich sagen “Das steht im ersten Drittel des Buches im unteren Viertel einer linken Buchseite” – ehrlich: So habe ich ständig meine Dorothy-L-Sayers-Zitate zu Peter Wimsey beschrieben und wieder gefunden; bei einem E-Book völlig unmöglich. Und oft es doch so, dass die “Wichtigkeit” eines Halbsatzes erst im nachhinein deutlich wird, deshalb ist “Seitenzahlen merken” oder “markieren” keine Option

Das alles galt auch schon für “Zwischen den Wassern”, mein erstes E-Book.

Trotzdem wähle ich immer mal wieder das E-Book-Format, wenn ich die Wahl habe. Für den Urlaub ist es insgesamt schon praktisch (unter den 33 Titeln auf meinem Gerät sind noch einige ungelesene, weil ich mir frei verfügbare Klassiker darauf geladen habe). Und einige Rezensionsexemplare gibt es auch nur auf diesem Weg – das ist völlig in Ordnung für mich. Trotzdem: Eine begeisterte E-Book-Leserin bin ich nicht und halte es für unwahrscheinlich, dass ich es noch werde.

LitBlog Convention am 4.6.2016 in Köln

Gestern also gabs die erste LitBlog Convention in  Köln, ausgerichtet von den Verlagen BasteiLübbe, DuMont-Buch- und DuMont-Kalenderverlag sowie von KiWi. Unter #lbc16 wurde dazu auf Twitter live berichtet.

Es gab ein buntes Programm der Verlage zu verschiedenen Aspekten des Bücherlebens

Fünf Räume und vier Stunden - 19 Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen

Fünf Räume und vier Stunden – 19 Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen bei der LitBlog Convention

Als erstes habe ich der charmanten Vea Kaiser beim Gespräch mit Herrn Joppich, ehemals Vertriebsleiter bei KiWi, zuhören dürfen, wie es denn war mit dem Schriftstellerin-Werden.

Meine zweite Session war bei Aleksandra Eracovic – sie erzählte von der Arbeit in einer Lizenzabteilung; auch hier ist das Wichtigste der Kontakt zu Leuten in den Verlagen anderer Länder, an die man Bücher eigener Autorinnen verkaufen möchte.

Besonders nett fand ich die simulierten Cover-Konferenzen, die Imke Schuster und Antonia Marker vom DuMont-Buchverlag veranstalteten, um uns zu demonstrieren, wie Buchcover entstehen; erinnerte mich stark an den Film über John von Düffel und sein Buch “Houwelandt” – die Entscheidung über das Cover nimmt da beträchtlichen Raum ein.

Als letztes habe ich mir dann Aufschlüsse über das Schreiben von Bestsellern durch Frank Schätzing im Gespräch mit Helge Malchow von KiWi erhofft und musste gleich zu Beginn sehr lachen, denn Frank Schätzing lobte an seinem Verleger desse Gespür für Qualität – so ein hübsches Eigenlob ;-) Klar wurde: Ob ein Erstling ein Bestseller wird, kann man nicht sicher vorhersagen, aber es gibt ein paar Kriterien, die es wahrscheinlich machen. Wer dann schon mal einen geschrieben hat, hat gute Chancen auf einen zweiten. Den beiden zuzuhören war durchaus unterhaltsam; und wenn es auch immer etwas gedauert hat, bis der Kern einer Frage beantwortet war – beantwortet wurde sie.

Bei allen Veranstaltungen, die ich besucht habe, gab es durchaus nicht nur Vorträge, sondern auch Fragen und Diskussionen; der Schwerpunkt lag aber zumindest bei “meinen” Veranstaltungen auf Informationen für Bloggerinnen (und das war ja auch das, was ich da abholen wollte).

Austausch unter Bloggerinnen gab es auch, dazu nur zwei Anmerkungen:

  • Ich freu mich auf September, wenn “Kopfkantine” an den Start geht – ich werde mir nach meinem dann stattgehabten Urlaub anschauen, was aus der Idee geworden sein wird.
  • Ich hab zwei Frauen von Das Debüt  kennengelernt – ein spannendes Konzept, bei dem eben Debütromane vorgestellt werden. Debüt-Autorinnen und -Autoren werden zu Lesungen eingeladen. und dann gibt es auch noch einen Preis, den die Bloggerinnen verleihen – sehr umtriebig und engagiert. Chapeau.

Insgesamt ein informativer Tag – wenns so eine LitBlog Convention noch mal geben sollte, bin ich gern wieder dabei.

Globe-Theater in Schwäbisch-Hall

2016 ist die letzte Spielzeit für das Globe-Theater in Schwäbisch-Hall in seiner jetzigen Form – die ursprünglich nur auf ein Jahr ausgelegte Spielstätte ist nach 16 Jahren doch zu marode geworden. Der dritte  Rang darf z. B. nicht mehr genutzt werden …

Die Sperrholz-Wand des Globe-Theaters auf der Kocherinsel ist mit Zitaten aus Shakespeare-Stücken geschmückt.

Die Sperrholz-Wand des Globe-Theaters auf der Kocherinsel ist mit Zitaten aus Shakespeare-Stücken geschmückt.

Anfänglich gab es gegen die Konstruktion auf der Kocherinsel Unterwöhrd auch Vorbehalte. Doch sehr schnell etablierte sich diese zweite Open-Air-Spielstätte der Stadt. Anlass war damals das 75-jährige Jubiläum der Freilichtspiele in Schwäbisch-Hall.

Der geplante Neubau des Globe-Theaters sollte also im Interesse der Theater-Fans in Schwäbisch-Hall tunlichst schnell und reibungslos verlaufen. Auf dass noch viele Shakespeare-Stücke in adäquater Umgebung aufgeführt werden können. Und nicht nur die: Auch für kleine Theater-Fans steht immer etwas auf dem Spielplan.

Reisen bildet – das habe ich in den paar Tagen im Mai immer wieder erfahren ;-)

Kunterbunter Schabernack als Schaufenster-Deko

Selten hatte ich ein so breites Grinsen im Gesicht wie beim Anblick dieser Schaufenster-Deko eines Schuhmachers mit Bildern aus meinem Kinderbuch-Schatz “Kunterbunter Schabernack”:

Schabernack 4

 

Schabernack 2

Schabernack 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Idee, einige der Wechselbildfiguren mit zusätzlichen Schuhen zu versehen, fand ich pfiffig. Bei den schwarz-weißen Vergrößerungen kommen die bonbonbunten Farben des Originals leider nicht zum Tragen – aber hier können Sie sich einen Eindruck verschaffen.

Chapeau für die Idee an Frau Setzer In Heilbronn.

Reisen bildet ;-)