Leserückblick 2017

Leserückblick 2017 in Zahlen

2017 gingen meine Zugriffszahlen nach oben und zwar nicht wenig. Seit Mai 2013 gbt es ja meinen Blog und so sehen die Leserzahlen seit 2014 (also immer die vollen 12 Monate) aus:

Leserückblick 2017 Besucherzahlen

Nach einer langsamen Steigerung ging es in der Kölner Leselust 2017 so richtig los

“Seitenaufrufe” zeigt an, dass viele sich nicht mit einer Seite meines Blogs begnügten, sondern rumstöberten 🙂

 

Mein Lesejahr 2017 stand ja im Zeichen von Jane Austen – meine Blogreihe “beloved Jane” zu ihrem 200. Todestag im Juni 2017 nimmt deshalb in der Reihe aller Beiträge mit gut 33 % einen recht hohen Anteil an; es sind über viele Sparten verteilt 28 Blogbeiträge. Zeitlich verteilen sie sich von Februar bis November  2017 so über mein Blog:

Jahresrückblick 2017 Blogreihe beloved Jane

In den Sommermonaten stieg die Zahl der Beiträge – rund um Jane Austens Todestag im Juni 2017

Da in diesem Jahr ein Adventskalender mit 24 “Türchen” dabei war, nimmt auch dieser einen ähnlich hohen Wert ein – er ist genauso hoch wie “Allgemeines”:

Leserückblick 2017 alle Kategorien

Hier sehen Sie alle Beiträge von 2017 in der Kölner Leselsut nach Kategorien

 

 

Unter “Hauptsache Lyrik” fanden sich dieses Jahr wieder viele Gedichte – u. a. auch zwei von Eugenie Marlitt, der Autorin von Gartenlaube-Romanen aus dem 19. Jahrhundert, deren 130. Todestag ich im Juni gewürdigt habe. Vier der 14 Beiträge meiner Lyrik-Ecke waren keine Gedichte. Ich habe übrigens den Eindruck gewonnen, dass “Hauptsache Lyrik” inzwischen für manche eine Fundgrube für Gedichte geworden ist – die Treffer dieser Rubrik liegen in der Statistik gern weit oben.

Rezensionen 2017

Ziehe ich also die Artikel ab, die zu “Allgemeines”, “Hauptsache Lyrik” und “Advent” gehören, bleiben für 2017 52 Rezensionen übrig – deutlich weniger als 50 % aller Texte. Das mag mit daran liegen, dass ich in diesem Jahr beschlossen habe, keine Rezensionsexemplare mehr anzunehmen, um ohne den Erwartungsdruck – den ich  mir zum Teil ja auch selbst mache -, schreiben zu können, dass innerhalb einer bestimmten Zeit eine Rezension zu erscheinen habe. Bisher hatte ich immer einen Schwerpunkt bei den Sachbüchern – durch die Blogreihe “beloved Jane” hat sich das im letzten Jahr in Richtung “Historisches” verschoben:

Leserückblick 2017 Rezensionen Belletristik

Der rote Block für Historisches ist wirklich groß, nicht wahr?

 

Neu in meinem Blog ist seit diesem Jahr 2017 die Seite “Rezensionsliste“, auf der ich jeden Monat die neu hinzugekommenen Rezenionen eintrage – alphabetisch nach Autorinnennamen sortiert und nur unterschieden mit einem “S”, wenn es sich um ein Sachbuch handelt – eine weitere Einladung zum Stöbern auf meinem Blog für Sie.

Und so sieht die Verteilung von Rezensionen aus, wenn ich nur nach Sachbüchern und Belletristik unterscheide:

Leserückblick 2017 Aufteilung Rezensionen ahc Sachbuch und Belletristik

70 % Belletristik – und Jane Austen ist schuld 😉

 

 

 

 

 

 

Meine Lesehighlights 2017

Ich glaube, um meiner Leselust für 2017 gerecht werden zu können, muss ich in beiden Kategorien – Belletristik und Sachbuch – jeweils zwei Titel nennen, einmal immer auch zu “beloved Jane”:

Belletristik:

Sachbuch

Ausblick auf 2018

Was sich ja in letzter Zeit schon angedeutet hat: Ich werde noch weniger als bisher die ganz aktuellen Neuerscheinungen besprechen. Dafür werden sicher ein paar weitere Schätzchen der Backlists auftauchen – mögliche Quellen: Meine eigenes Regal, die Bibliotheken und natürlich “meine” Buchhandlung*.

Was das Verhältnis “Sachbücher – Belletristik” angeht, mag ich keine Prognose stellen – kann mir aber vorstellen, dass der Anteil an Sachbüchern wieder steigt.

So sehr ich Jane Austen liebe – die Nachfolgebücher usw. konnte ich nach einer Weile nicht mehr sehen. Es gibt also Restbestände zu “beloved Jane”; schließlich sollen die Bücher nicht schlecht besprochen werden, nur weil ich zu viele derselben Art gelesen habe. Die eine oder andere Besprechun gzu “beloved Jane” steht also noch zu erwarten.

*Da ich hier auf eine Buchhandlung verlinke, gilt das als Werbung: nähere Infos hier.

Zum 130. Todestag von E. Marlitt

Die Gartenlaube (1868) b 021

So wurde E. Marlitt n ihren Lesern und Leserinnen vertraut – Bilder von ihr gibt es sonst so gut wie gar nicht. In dem Text unten wird sie als die Autorin der “Goldelse” und “Das Geheimnis der alten Mamsell” vorgestellt

Heute vor 130 starb die Starautorin der “Gartenlaube“; E. Marlitt hatte seit 1866 bis zu ihrem Tod für diese Familienzeitschrift geschrieben. Ihre Titel waren so erfolgreich, dass sich die Auflage der Zeitschrift während ihrer Schaffenszeit vervielfachte. Und sie gehört zu den Autorinnen, denen ich in meiner Kindheit begegnete (natürlich nur den Büchern …) und treu geblieben bin. Ja, ich stehe dazu – ich mag die Marlitt.

Im April wollte ich Ihnen eigentlich die Romanbiografie “Die Rache der alten Mamsell” von Herrad Schenk vorstellen; las sie noch einmal mit großem Vergnügen und stellte dann fest, dass ich das Buch bereits in der Anfangszeit meines Blogs vorgestellt hatte 😉

Was kann einer Frau des 21. Jahrhunderts an den alten Scharteken interessant erscheinen, fragen Sie sich? Nun gut, ich hab einen Hang zu Kitsch und Abenteuerlitereatur – denken Sie nur an meine Reihen über Karl May im Herbst und Winter. Wenn das aber das einzige Kriterium wäre, müsste ich auch die Bücher der Frau goutieren können, die mit E. Marlitt oft in einem Atemzug genannt wird: Hedwwig Courths-Mahler. Und das kann ich nicht. Deren Stil ist mir zu vage, zu schwülstig und der Gehalt so was von nicht vorhanden – Sie sehen, ich hab’s versucht 😉 Weiterlesen

Gedicht zum Tag: Winter von E. Marlitt

Winterrp_Bild-hauptsache-Lyrik-300x2431-150x150111111111111111.jpg

Die Bäume glitzern rings im Eise,
Unheimlich lautlos rieselt Schnee.
Die weichen Flocken decken leise
Der Blumen letztes Todesweh.

Nur zwischen starren Zweigen hangen
Noch rote Beeren, frisch und licht,
Ein täuschend Leben! Rosenwangen
Auf einem Leichenangesicht.

Die gold’ne Sonne strahlt wie immer,
Doch wärmt sie nicht das öde Land.
An Menschenaugen mahnt ihr Schimmer,
Die falsch und treulos man erkannt.

E. Marlitt*

*Ja, ich weiß , dass es sich bei E. Marlitt um ein Pseudonym handelt – aber wer kennt schon die ehemalige Opersängerin und Hofdame Eugenie John?

Scepter und Hammer, Die Juweleninsel – noch zwei Fortsetzungsromane von Karl May

rp_Bild-Unterhaltung-150x1501111.jpgWenngleich diese Romane eine ähnliche Mischung von Kitsch und Abenteuer aufweisen, wie die Münchmeyer-Romane, gehören sie eigentlich nicht in diese Reihe, denn sie erschienen in der Zeitschrift „Für alle Welt!“ in der Zeit von 1879-80, bzw. 1880-82. Neben den beiden Fortsetzungsromanen hat Karl May in dieser wöchentlich in Stuttgart erscheinenden Zeitung auch andere Texte veröffentlicht, insgesamt vier Jahre lang. Aufgrund der strukturellen Verwandtschaft zu den Münchmeyer-Romanen möchte ich diese beiden meiner Reihe anschließen.

Der Inhalt

In „Scepter und Hammer“ betreten wir zuerst norländischen Boden, lernen Doktor Max Brandauer, den Sohn des Hofschmieds, Prinzessin Asta von Süderland, den Prinzen von Raumburg und die Zigeunerin Zarba kennen. Die spricht dann eine Prophezeiung aus, in der die beiden Titelworte des Buches vorkommen. Max Brandauer erweist sich nicht nur als tüchtiger Schmied, sondern im Laufe der verwickelten Geschichte auch als Vertrauter des Königs von Norland, als geschickter Spion und talentierter Diplomat. Dass er tapfer und stark ist, bedarf keiner weiteren Erwähnung. Weiterlesen

Die Rache der alten Mamsell von Herrad Schenk

Der Titel erinnert Sie an was? Wie schön, dann haben sie vielleicht sogar mal was von E. Marlitt gelesen.Um die geht es nämlich in dem Roman von Herrad Schenk – es  ist ein biographischer Roman um die beliebte Schriftstellerin der Gartenlaube. Und wer meint, sie sei mit Hedwig Courths-Mahler in einen Topf zu werfen, bekommt es mit mir zu tun. Weiterlesen