Kölner Leselust und Werbung …

Kölner Leselust LogoNein, keine Sorge – Sie werden auf der Kölner Leselust auch in Zukunft von Werbebannern und ähnlich auftretender Werbung verschont. Aber trotzdem finden Sie bei mir Werbung. In der Buchbloggerszene ist die Frage nach der Kennzeichnung von Werbung ausführlich diskutiert worden, z. B. von Simone Belack vom Leselurch . Um auf der sicheren Seite zu sein, weisen nun viele Menschen mit Blogs Werbung nach, auch wenn es sich im „normalen“ Sprachgebrauch nicht um solche handelt. Werbung ist eine – auch nur mittelbare – Förderung von Verkauf etc. -, auch wenn ich als “Linkgeberin” gar nichts davon habe.

Wo gibt es Werbung auf der Kölner Leselust?

  • Wenn ich auf „meine“ Buchhandlung verweise – auch wenn Sie nie nach Köln-Dellbrück kommen, um dort einzukaufen.
  • Wenn ich auf eine Verlagsseite verweise.

Ich hoffe mal, dass Verweise auf die Stadtbibliothek Köln nicht als Werbung gelten – schließlich ist eine so lebensnotwendige Einrichtung wie eine Bibliothek normalerweise nichts, womit man Geld verdient; im Gegenteil – die Städte müssen da zubuttern.

Die Verweise auf „meine“ Buchhandlung als Werbung zu betrachten, leuchtet mir ein. Ich find die Buchhandlung gut und find es auch nicht schlimm, wenn da noch mehr Leute ihre Bücher einkaufen.

Die Verweise auf die Verlage ebenso zu sehen, fällt mir schon etwas schwerer. Natürlich sind Verlage am Verkauf ihrer Bücher interessiert, aber die meisten Menschen kaufen nicht direkt beim Verlag ein (wie gut das geht, ist eh‘ von Verlag zu Verlag unterschiedlich – manche haben Online-Shps, manche  nicht); meine Links sind eher dafür gedacht, dass Sie dort gesammelt Informationen zu einem Titel (Inhaltsangaben, Infos zur Autorin, ggf. weitere Rezensionen) bekommen können, auch Infos über die unterschiedlichen Publikationsformate, z. B. Außerdem sind Links auf Verlage meine Art, eben nicht auf Amazon verweisen zu müssen, wo solche Angaben ja auch zu finden sind. Amazon gehört zu den Unternehmen, die ich weitestgehend boykottiere; wenn ich mich richtig erinnere, finden sich unter den über 320 Rezensionen in diesem Blog zwei Titel, die im Zusammenhang mit Amazon stehen; in beiden Fällen Publikationen aus deren Verlag. Für Amazon Werbung zu machen, ist für mich indiskutabel.

Wie kennzeichne ich Werbung auf der Kölner Leselust?

Mein Button zu Werbung auf der Kölner Leselsut

So sieht mein Hinweis dann aus

Ich werde, nach und nach, bei den alten Beiträgen ein Logo „Werbung“ neben die Links setzen; bei neuen Beiträgen geht das natürlich jetzt schon in den Normalbetrieb. Außerdem werde ich immer auf diesen Beitrag hier verweisen, um klar zu machen, dass ich mit dieser „Werbung“ kein Geld verdiene. Bis Oktober 2017 habe ich ja noch Rezensionsexemplare angenommen – das war der einzige Vorteil, der mir aus der Buchbloggerei erwachsen ist. Und das habe ich ja inzwischen auch aufgegeben.

Insgesamt verdiene ich an meinem Blog keinen Cent. Nicht weil ich das nicht möchte, sondern nur, weil es bisher nichts gegeben hat, das meinem Anspruch an „Einnahmen durch Werbung“ entsprochen hat. Mein Ideal ist ein Affiliate-Angebot, das die Buchhandlungen mit einbezieht. Wenn es das gibt, werde ich auch solche Links setzen – und Sie können dann über mein Blog in Ihrer Buchhandlung direkt bestellen. So soll es sein und nicht anders. Bis das so weit ist, wird es wohl noch was dauern.

Affiliate-Program heißt, dass Sie über einen Button auf meiner Site direkt einkaufen können – sei es jetzt durch einen Link direkt bei einem der besprochenen Titel oder in der Sidebar, dann unabhängig von der einzelnen Rezension. Als Vermittlungsprovision gibt es dann ein paar Cent pro Einkauf für mich. Besser: Gäbe es, wenn ich so was hätte. Bei vielen anderen Bloggerinnen werden Sie solche Links finden. Schließlich ist ein Blog oft aus Liebhaberei entstanden – Arbeit macht es aber auch. Und Kosten entstehen oft ebenfalls.

Ich hab übrigens einige Beiträge jetzt gelöscht – das waren die Ankündigungen zu Veranstaltungen vor mehreren Jahren.

Beitrag aktualisiert am 28.12.2017.

Wie will ich bloggen?

Simone von Papiergeflüster hat eine Frage aufgeworfen, die mich in einer Variation auch schon eine Weile beschäftigt: Wie will ich bloggen?

Also:

  • Mit welchem Ziel?
  • Mit welchen “Aufgaben”?
  • Mit welchem Anspruch?

Ich habe die Kölner Leselust aus Lust am Lesen begonnen – und um meine Lesungsangebote etwas bekannter zu machen. Ich lese sehr gerne vor, kann das auch gut (das Feedback bekomme ich regelmäßig, wenn ich etwas vortrage) und habe mir vorgestellt, dass ich mit den Honoraren dann den Blog finanziere, ja, vielleicht sogar etwas Gewinn mache. Nun bin ich aber nicht die, die mit Werbung viel am Hut hat  – ich mag aufdringliche Banner und Buttons nicht, deshalb gibt es so was bei mir nicht.

Heike Baller Lesung Foto: A. Jüttner

So sehe ich dann in Aktion beim Vorlesen aus 😉
Foto: A. Jüttner

Und so wird mein Angebot nicht wahrgenommen. Meine Entscheidung. (Ich freu mich natürlich über jede Anfrage nach Lesungen und Vorträgen – meine Themenliste gibt es hier 😉 )

Ein anderer Aspekt: Der Kontakt zu Verlagen und Rezensionsexemplare.

Als ich das erste Mal auf der Buchmesse war, habe ich mich in zweifacher Hinsicht positioniert:

  • Ich rezensiere Sachbücher
  • Ich bin als Leiterin von Litraturkreisen eine Multiplikatorin

Das mit den Literaturkreisen ist inzwischen Geschichte.

Sachbücher liebe ich aber nach wie vor, v. a. Geschichtliches.

Aber: Der Erhalt von Rezensionsexemplaren ist verbunden mit der Erwartung des Verlags, dass da auch was kommt (auch wenn mir eine freundliche Ansprechpartnerin mal sagte, dass sie nicht damit rechne, dass es auch zu jedem versandten Buch eine Rezension gebe). Die Erwartungshaltung ist verständlich.

Nun hat mich in den vergangenen 18 Monaten das Leben ein bisschen gebeutelt – und ich hatte keine Kraft für “Pflichtlektüre”; auch wenn ich mir die Titel sehr sorgfältig auswähle, kam dieser Eindruck bei mir auf. Ergebnis: Ich habe mich im letzten Winter mit Karl May befasst 🙂 Und die Verlage mussten ein paar Rezensionen in meinem Blog abschreiben. Das ist mir nicht leicht gefallen – aber es ging nicht anders.

Damit ich nun nicht mehr solches Bauchweh haben muss, nicht mehr solchen Druck habe, in gewissem Zeitraum etwas Bestimmtes gelesen haben zu müssen und darüber bloggen zu müssen, habe ich entschieden, dass ich fortan auf Rezensionsexemplare verzichte. Eins oder zwei stehen noch aus – die habe ich schon vor einiger Zeit angefragt. Aber danach heißt es wieder: selber kaufen, als Geschenk wünschen, in der Bibliothek leihen.

Ich danke allen Verlagsmitarbeiterinnen, die mir Bücher zur Verfügung gestellt haben – es war schon toll. Ich werde Sie weiterhin mit Rezensionlinks bedenken, wenn ich über einen Titel aus Ihrem Verlag blogge – aber das Buch an mich können Sie sich sparen. Ja, und es werden dann wohl auch noch häufiger Titel aus der Backlist dabei sein. Von daher – wir bleiben in Kontakt.

Und ich werde noch mehr so bloggen, wie es mir in den Sinn kommt. Eben nicht nur über Bücher, auch wieder mehr über Gedichte, z. B. (Spoiler: Morgen …)

Steinpyramide Meer England

Foto: A. Laudensack

Puh – nachdem ich das fertig geschrieben habe, ist mir noch mal ein Stein von der Seele geplumpst. Offensichtlich war der Druck noch größer als gedacht. So kann ich nun entspannt weiterhin bloggen 🙂

Buchcover – im Blog lieber nicht

Liebe Leselustige,

vielleicht ist es Ihnen aufgefallen, dass ich für ein paar Tage Buchcover in meinen Rezensionen hatte. Die vermitteln ja einen ersten Eindruck, machen das Buch fürs Stöbern im Buchladen leichter erkennbar und bringen ein bisschen Farbe ins Spiel. Davon bin ich heute nach der Lektüre dieses Artikels – Dank an den Texttreff dafür! – wieder abgerückt. Für jeden Titel die Zustimmung des Urhebers einzuholen, ist dann doch ein bisschen viel Aufwand. Und die Gefahr der Abmahnung ist mir zu groß. Der Rowohlt-Verlag erlaubt die Verwendung der Coverabbildungen unter bestimmten Bedingungen – ich finde es aber schwierig, wenn dann einige Bücher mit, andere ohne Buchcover rezensiert werden.

Ich überlege jetzt, ob ich für jede Rubrik ein eigenes kleines Bild erstellen soll  – ohne erkennbare Cover oder andere urheberrechtlich geschützte Elemente – oder es bei meinem Favicon, dem aufgeschlagenen Buch aus meinem Logo, belassen soll.

Buch mit Kölner Dom

Was meinen Sie?