Gekaufte Bücher zurückgeben …

Was denken Sie, wenn Sie diesen Flyer sehen? Bücher lesen und Bücher zurückgeben?

Read & Return Angebot Bücher zurückgeben

Dieses Leselzeichen hat mich interessiert

Meine erste Assoziation: Hä? Merkwürdige Bibliothek. Ist aber gar keine 😉 Es handelt sich um eine amerikanische Buchhandelskette, die mit vielen Filialen über die USA verbreitet ist. Und sie verkauft Bücher – klar.

ABER: Sie können die Bücher zurückgeben – innerhalb eines halben Jahres. Und Sie bekommen zudem die Hälfte des Kaufpreises erstattet. Quittung nicht vergessen! Und dann: Auf zu neuen Büchern.

Die zurückgenommenen Bücher landen zum halben Preis wieder in einem Regal, wenn sie gut erhalten sind. So kann man Bücher günstiger bekommen. Die nicht so gut erhaltenen Exemplare gehen an karitative Organisationen – eine Aktion in der Leseförderung.

Read & Return Leezeichen Bücher lesen und zurückgeben

Auf der Innenseite finet sich eine klein gedruckte Lsite der angeschlossenen Buchhandlungen.

 

 

 

Ich habe das Lesezeichen bei einem jungen Mann aus den USA gesehen, der mir im Zug gegenüber saß und habe ihn darauf angesprochen. Ja, er nutzt das System und gibt Bücher schon mal zurück, die er nur einmal lesen will. Laut Aussage der Buchhandelskette (und nein, ich nenne den Namen nicht, das wäre dann Werbung und ist mir im Moment zu kompliziert), nutzen besonders Menschen das Angebot, die beruflich viel unterwegs sind.

Keine dumme Idee, so alles in allem 🙂

 

Lesen am Strand – mal anders

Während meines Urlaubs an der französischen Alabasterküste – wunderbare Gegend – fielen mir diese Pavillons an einigen Stränden auf: “Lire à la plage”, also “Lesen am Strand”:

Lesen am Strand Seine-maritime Lire à la plage Pavillon

An allen Stränden – 12 an de Zahl – stehen diese Pavillons

Stühle, Liegestühle, Sonnenschirme auf der kleinen Terrasse davor, Bücherregale im Innern. Und ein zum Lesen animierendes Schild am Eingang:

Lesen am Strand Lire à la plage Plakat

Lädt zumLesen ein – mit QR-Quodes Zugang zu Büchern  bekommen.

Wer den jeweiligen QR-Code scannt, kann das Buch dann auf seinem Smartphone lesen. Da kommen natürlich nur gemeinfreie Texte in Frage, also z. B. Alexandre Dumas, Gustave Flaubert, Jacob et Wilhem (sic!) Grimm, Guy de Maupassant, Jean Giraudoux oder Arthur Conan Doyle.

Auch eine Möglichkeit, sich mal mit Klassikern zu beschäftigen. 😉

Ansonsten gibt es in gebundener Form viele Kinderbücher und Comics – die Hauptzielgruppe sind offensichtlich Familien mit Kindern.

Neben dem Leseangebot gibt es auch Animationen und Aktionen – die aber erst in den französischen Sommerferien 😉 – da war ich schon wieder weg:

Lesen am Strand lire à la plage Animation in den Somerferien.

Hinweis auf Aktion bei Lire à la plage ab dem 11.7.

 

Es ist ein Angebot des Departments Seine-Maritime, teilweise in Kooperation mit Bibliotheken der 12 Badeorte. Jedem Pavillon sind 1.000 Medien zugeteilt. Die Pavillons öffnen seit dem 7. Juli bis zum 26. August nachmittags ab 14 Uhr. Bis 19 Uhr kann man sich dann da mit Lesestoff versorgen. Folgende Strände werden mit den Büchern beglückt:

  • Crie-sur-mer
  • Dieppe
  • Étretat
  • Fécamp
  • Le Havre
  • Le Tréport
  • Ste. Adresse
  • St.- Aubin-sur-mer
  • St.-Jouin-Bruneval
  • St.-Valery-enCaux
  • Veules-les-Roses
  • Yport

Der hübsch aufgemachte Flyer gibt Infos zu den einzelnen Standorten, auch über die speziellen Angebote, z. B. Lesungen, Spiele und Ausflüge.

Lesen am Stran Lire à la plage Flyer

Flyer zu Lire à la Plage

StadtLesen-Tour – Station in Köln

Am letzten Tag der Aktion “StadtLesen 2017” in Köln hab ich nun auch einen Besuch geschafft.  Es ist eine “Marketing-Aktion” der Salzburger Innovationswerkstatt mit echten Mehrwert für die Besucher. Ein halbes Jahr lang tourt die Aktion durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Südtirol. Ende ist auf der Frankfurter Buchmesse Im Oktober – vielleicht geh ich da dann noch mal hin; am Sonntag hatte ich nicht so viel Zeit. 25 Stationen wird die Tour bis dahin durchlaufen haben. Immer von Donnerstag bis Sonntag stehen die Büchertürme, Sitzsäcke und Hängematten parat, um zwischen 9 Uhr und Dämmerung Leselustigen das Lesen unter freiem Himmel zu ermöglichen. Wer gerne vorliest, darf das nach vorheriger Anmeldung auch tun. Noch 12 Städte können sich auf den Besuch der Aktion StadtLesenvor freuen; Köln war quasi “Bergfest” ;-).

StadtLesen 2017 Köln

Sie sehen hier die Leseoase in Köln: Hängematten, Sitzsäcke und die Regale

StadtLesen 2017 Köln

Die Bücherregale befinden sich in regendicht verschließbaren Gehäusen. Die Auswahl ist groß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Facebook gibt es ein Tourtagebuch.

Die Salzburger Innovationswerkstatt hat ein paar coole Ideen. So bin ich vor ein paar jahren schon mal auf dei “Bibliotels” gestoßen – Hotels, die ein besonders gutes Angebot für Buchliebhaber habe: eine Bibliothek oder einen Buchbesorgunsservice oder “Hardware” wie Leselampen, gemütliche Decken und Socken 😉 das sind so die Sachen, an die ich mich erinnere.Es geht, wie man sieht, vor allem um touristische Förderung – aber so gut gemacht … So sind in den Büchern – ob in allen, weiß ich jetzt nicht – Aufkleber, die für die Bibliotels werben. Ein Leseplatz ist die Gondel einer Seilbahn, mit inliegenden Infos zur Gegend, aus der sie stammt. Ich find die Idee wirklich gut. Freiburg im Breisgau ist ab nächsten Donnerstag dran.

Leseförderprojekte – Wiener Bücherschmaus, Berliner Büchertisch

Über die Seite “Duftender Doppelpunkt” – als Ausrichterin großartiger Literaturrätsel hier schon öfter erwähnt – habe ich vom “Wiener Bücherschmaus” erfahren, einem Verein, der sich die Leseförderung auf die Fahnen geschrieben hat (Untertitel: — Verein für Leseförderung und Buchkultur). Die Idee ist, nein, nicht geklaut, sondern genutzt: In Berlin gibt es eine ähnliche Einrichtung, und zwar schon seit mehr als 10 Jahren, nämlich den Berliner Büchertisch.

Beide bieten über Läden und Online-Shop Bücher zu kleinem Preis und gehen mit einem speziellen Angebot in Kindergärten und Schulen, um dort die Leselust zu fördern. Hier im O-Ton vom Bücherschmaus:

Wir sammeln Buchspenden, CDs, DVDs und LPs und vermitteln diese einerseits kostenlos an Vereine und Institutionen aus dem Sozial- und Kulturbereich, andererseits wird die Literatur in einem Online-Shop und einer Buchhandlung zu günstigen Preisen angeboten werden. Der Verkauf der Medien finanziert das Leseförderprojekt für Kinder- und Jugendliche „Bücher auf Rädern“. (Quelle: Bücherschmaus; Über uns)

Das ist das Logo für "Bücher auf Rädern"; Werner Lang, Wiener Bücherschmaus — Verein für Leseförderung und Buchkultur: http://buecherschmaus.wien

Das ist das Logo für “Bücher auf Rädern”;  Werner Lang, Wiener Bücherschmaus — Verein für Leseförderung und Buchkultur: http://buecherschmaus.wien

Altersgerechte Medien werden an Schulklassen und andere Bildungseinrichtungen verliehen und gehen dort von Kind zu Kind. Zu diesem Zweck finden zirka zwanzig größtenteils neue Bücher, Hörbücher und Spiele in einem Koffer mit Rädern Platz. Der Inhalt dieser Trolleys wird auf der Grundlage der Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den zuständigen pädagogischen Fachkräften zusammengestellt.

Im Rahmen einer kleinen Feier übergeben rollt „Bücher auf Rädern“ von Kind zu Kind und kann jeweils für mindestens zwei Wochen gemeinsam mit Geschwistern und Eltern erforscht werden. Ein Lesetagebuch ergänzt diese „mobile Bibliothek“, in ihm können die Kinder und Jugendlichen ihren Gedanken zu den Büchern in vielfältiger Form freien Lauf lassen. Von einer kurzen Notiz bis zu selbst gemachten Bildern und Fotos ist vieles möglich.

Wenn der Koffer am Ende des Schuljahres an den „Wiener Bücherschmaus“ zurückgeht, findet wieder ein kleines Treffen statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler bzw. die Kinder mit ihren Erfahrungen zur Verbesserung des Projektes beitragen. (Quelle: Bücher auf Rädern)

Ein durchdachtes Konzept, wie ich finde. Und aller Unterstützung wert.

Sicher gibt es dergleichen häufiger, oder? Kennen Sie solche Förderprojekte und mögen davon berichten? Ich freue mich über Kommentare dazu.

Leseförderung leicht gemacht …

Meine Kollegin Birgit Ebebrt hat ein Projekt ins Netz gestellt, das mich begeistert: Leseförderung anhand von Büchern, deren Protagonistinnen die Namen der Kinder tragen, die es lesen. Und damit Sie Bücher finden können, in denen die Namen Ihrer Kinder (oder Enkel!) vorkommen, hat sie eine Suchmöglichkeit geschaffen: Leseförderung mit Buchfiguren.

Sie können mitmachen. Entweder, Sie melden, welche Namen Sie noch vermissen. Oder Sie geben Buchtitel an, die Ihnen in der Liste noch fehlen – je größer sie Auswahl desto besser! Das Procedere ist ganz einfach und auf der Startseite erklärt.

Auf der Seite Leseförderung durch die Familie gibt die Lernbegleiterin Anregungen, wie Leseförderung in der Familie in den Alltag eingebunden werden kann – auch für Eltern, die selber keine so großen Leser sind:

  • Kochbuch
  • Telefonbuch
  • Reiseführer
  • Lexikon

Es gibt ja immer wieder Alltagssituationen, in denen ein Buch Infomationen liefert. Und bei Bibliotheksbesuchen ist die Auswahl erst an Bilder- und später an Erstlesebüchern sehr groß.