StadtLesen-Tour – Station in Köln

Am letzten Tag der Aktion “StadtLesen 2017” in Köln hab ich nun auch einen Besuch geschafft.  Es ist eine “Marketing-Aktion” der Salzburger Innovationswerkstatt mit echten Mehrwert für die Besucher. Ein halbes Jahr lang tourt die Aktion durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Südtirol. Ende ist auf der Frankfurter Buchmesse Im Oktober – vielleicht geh ich da dann noch mal hin; am Sonntag hatte ich nicht so viel Zeit. 25 Stationen wird die Tour bis dahin durchlaufen haben. Immer von Donnerstag bis Sonntag stehen die Büchertürme, Sitzsäcke und Hängematten parat, um zwischen 9 Uhr und Dämmerung Leselustigen das Lesen unter freiem Himmel zu ermöglichen. Wer gerne vorliest, darf das nach vorheriger Anmeldung auch tun. Noch 12 Städte können sich auf den Besuch der Aktion StadtLesenvor freuen; Köln war quasi “Bergfest” ;-).

StadtLesen 2017 Köln

Sie sehen hier die Leseoase in Köln: Hängematten, Sitzsäcke und die Regale

StadtLesen 2017 Köln

Die Bücherregale befinden sich in regendicht verschließbaren Gehäusen. Die Auswahl ist groß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Facebook gibt es ein Tourtagebuch.

Die Salzburger Innovationswerkstatt hat ein paar coole Ideen. So bin ich vor ein paar jahren schon mal auf dei “Bibliotels” gestoßen – Hotels, die ein besonders gutes Angebot für Buchliebhaber habe: eine Bibliothek oder einen Buchbesorgunsservice oder “Hardware” wie Leselampen, gemütliche Decken und Socken 😉 das sind so die Sachen, an die ich mich erinnere.Es geht, wie man sieht, vor allem um touristische Förderung – aber so gut gemacht … So sind in den Büchern – ob in allen, weiß ich jetzt nicht – Aufkleber, die für die Bibliotels werben. Ein Leseplatz ist die Gondel einer Seilbahn, mit inliegenden Infos zur Gegend, aus der sie stammt. Ich find die Idee wirklich gut. Freiburg im Breisgau ist ab nächsten Donnerstag dran.

Leseförderprojekte – Wiener Bücherschmaus, Berliner Büchertisch

Über die Seite “Duftender Doppelpunkt” – als Ausrichterin großartiger Literaturrätsel hier schon öfter erwähnt – habe ich vom “Wiener Bücherschmaus” erfahren, einem Verein, der sich die Leseförderung auf die Fahnen geschrieben hat (Untertitel: — Verein für Leseförderung und Buchkultur). Die Idee ist, nein, nicht geklaut, sondern genutzt: In Berlin gibt es eine ähnliche Einrichtung, und zwar schon seit mehr als 10 Jahren, nämlich den Berliner Büchertisch.

Beide bieten über Läden und Online-Shop Bücher zu kleinem Preis und gehen mit einem speziellen Angebot in Kindergärten und Schulen, um dort die Leselust zu fördern. Hier im O-Ton vom Bücherschmaus:

Wir sammeln Buchspenden, CDs, DVDs und LPs und vermitteln diese einerseits kostenlos an Vereine und Institutionen aus dem Sozial- und Kulturbereich, andererseits wird die Literatur in einem Online-Shop und einer Buchhandlung zu günstigen Preisen angeboten werden. Der Verkauf der Medien finanziert das Leseförderprojekt für Kinder- und Jugendliche „Bücher auf Rädern“. (Quelle: Bücherschmaus; Über uns)

Das ist das Logo für "Bücher auf Rädern"; Werner Lang, Wiener Bücherschmaus — Verein für Leseförderung und Buchkultur: http://buecherschmaus.wien

Das ist das Logo für “Bücher auf Rädern”;  Werner Lang, Wiener Bücherschmaus — Verein für Leseförderung und Buchkultur: http://buecherschmaus.wien

Altersgerechte Medien werden an Schulklassen und andere Bildungseinrichtungen verliehen und gehen dort von Kind zu Kind. Zu diesem Zweck finden zirka zwanzig größtenteils neue Bücher, Hörbücher und Spiele in einem Koffer mit Rädern Platz. Der Inhalt dieser Trolleys wird auf der Grundlage der Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den zuständigen pädagogischen Fachkräften zusammengestellt.

Im Rahmen einer kleinen Feier übergeben rollt „Bücher auf Rädern“ von Kind zu Kind und kann jeweils für mindestens zwei Wochen gemeinsam mit Geschwistern und Eltern erforscht werden. Ein Lesetagebuch ergänzt diese „mobile Bibliothek“, in ihm können die Kinder und Jugendlichen ihren Gedanken zu den Büchern in vielfältiger Form freien Lauf lassen. Von einer kurzen Notiz bis zu selbst gemachten Bildern und Fotos ist vieles möglich.

Wenn der Koffer am Ende des Schuljahres an den „Wiener Bücherschmaus“ zurückgeht, findet wieder ein kleines Treffen statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler bzw. die Kinder mit ihren Erfahrungen zur Verbesserung des Projektes beitragen. (Quelle: Bücher auf Rädern)

Ein durchdachtes Konzept, wie ich finde. Und aller Unterstützung wert.

Sicher gibt es dergleichen häufiger, oder? Kennen Sie solche Förderprojekte und mögen davon berichten? Ich freue mich über Kommentare dazu.

Leseförderung leicht gemacht …

Meine Kollegin Birgit Ebebrt hat ein Projekt ins Netz gestellt, das mich begeistert: Leseförderung anhand von Büchern, deren Protagonistinnen die Namen der Kinder tragen, die es lesen. Und damit Sie Bücher finden können, in denen die Namen Ihrer Kinder (oder Enkel!) vorkommen, hat sie eine Suchmöglichkeit geschaffen: Leseförderung mit Buchfiguren.

Sie können mitmachen. Entweder, Sie melden, welche Namen Sie noch vermissen. Oder Sie geben Buchtitel an, die Ihnen in der Liste noch fehlen – je größer sie Auswahl desto besser! Das Procedere ist ganz einfach und auf der Startseite erklärt.

Auf der Seite Leseförderung durch die Familie gibt die Lernbegleiterin Anregungen, wie Leseförderung in der Familie in den Alltag eingebunden werden kann – auch für Eltern, die selber keine so großen Leser sind:

  • Kochbuch
  • Telefonbuch
  • Reiseführer
  • Lexikon

Es gibt ja immer wieder Alltagssituationen, in denen ein Buch Infomationen liefert. Und bei Bibliotheksbesuchen ist die Auswahl erst an Bilder- und später an Erstlesebüchern sehr groß.