Lostage von Tina Pruschmann

Da hab ich mich auf das Debut von Tina Pruschmann gefreut und erwartungsfroh den E-Reader angeschmissen – und musste feststellen, dass es sich um ein Buch handelt, das bei mir als E-Book nicht funktioniert. Als ich es dann in der Bibliothek als Druckwerk bekam, war ich froh – endlich konnte ich das Werk so lesen, wie es mir gefiel.

Tina Pruschmann erzählt nämlich nicht chronologisch. Jeder Abschnitt ist mit einem Datum versehen (Zeitraum 1960 bis heute, zuzüglich der Kriegszeiten, von denen einzelne Personen erzählen) und ich musste immer mal wieder zurückblättern, um Personen und Zeiten zuzuordnen. Weiterlesen

Karl-May-E-Book zum Sonderpreis

Kurzmitteilung

rp_KarlMay_Redakteur_1875-230x300.jpgMein E-Book zu den Münchmeyer-Romanen von Karl May gibt es jetzt im Februar zum Sonderpreis: 1,99 € statt 3,99 €.

Der Anlass: Karl May hätte am 25. Februar 2017 seinen 175. Geburtstag   😉

Wer das Buch über den Buchhandel bestellen will, kann dies mit der ISBN tun: 9783961423354.

E-Book zu den Münchmeyer-Romanen

So sah Karl Mays Arbeitstag bei Münchmeyer aus, als er 1875 dort als Redakteur tätig war

So sah Karl Mays Arbeitstag bei Münchmeyer aus, als er 1875 dort als Redakteur tätig war

Meine Beiträge zu den Münchmeyer-Romanen aus dem letzten Jahr habe ich – leicht bearbeitet – als E-Book zusammengestellt. Der Titel ist denkbar schlicht 😉 :  “Die Münchmeyer-Romane von Karl May. Eine persönliche Vorstellung von Heike Baller

Sie finden es hier. Sie können es aber auch unter Angabe der ISBN 978-3-9614-2335-4 im Buchhandel bestellen. Es kostet 3,99 €.

Mein erstes E-Book – Blogparade von electricbookfair

Das E-Book-Festival startet am 25./26.6.2016 in Berlin; bis zum 15.5.2016  läuft noch die Blogparade “Mein erstes E-Book #1stebook – und an was ich mich erinnere!“.

Seit Weihnachten 2013 habe ich ja auch einen E-Reader und einige der Rezensionen, die Sie hier gelesen haben, gehören zu E-Books, auch wenn ich es nicht immer dazu schreibe. Mein allererstes E-Book war “Zwischen zwei Wassern” von Andreas Neeser – schon hier hab ich das “Medium” nicht thematisiert 😉 Das lag daran, dass ich ein zwiespältiges Gefühl dabei hatte und immer noch habe. Gerade bei diesem Buch war es für mich sehr lesehemmend, dass einfaches Zurückblättern eben nicht so einfach war; die Geschichte war ein bisschen “verworren” (ja, das lag daran, dass ich den Klappentext gelesen hatte und deshalb mit einer bestimmten Erwartung an das Buch herangegangen war) und nochmaliges Lesen einzelner Passagen war hilfreich, aber eben kompliziert auf dem E-Reader.

Die Frage, nach dem Warum für das E-Book hatte in diesem Falle nichts durch die Lebensumstände Bestimmtes – es gab das Rezensionsexemplar eben als E-Book und das hat wirklich Vorteile; denn was mache ich mit all’ den  Büchern, die mir Verlage freundlicherweise zur Verfügung stellen und die meine Regale füllen, auch wenn ich sie nicht mehr lesen werde? Das ist ein klarer Fall von “Vorteil fürs E-Book”.

Ich hab mal nachgezählt: Auf meinem E-Reader sind 33 Titel – nicht gerade viel, wenn man das Fassungsvermögen des Teils in Betracht zieht. Und daran kann man schon sehen, dass es nach wie vor nicht so wirklich “mein” Lesemedium ist 😉 Die Gründe habe ich meinem Artikel zum Thema schon 2014 mal benannt:

  • mir fehlt das haptische Erlebnis (manchmal auch nur das des Bucheinbandes!)

    So ein seidiger Einband ...

    So ein seidiger Einband …

  • ich blättere gerne vor und zurück, um noch mal eine Beschreibung nachzuschauen, um Namen zu verifizieren, whatever
  • mein Fingerdruck und die Blätterfunktion passen nicht immer zu meinem Lesetempo – entweder geht es zu langsam oder ich “überblättere” was
  • ich hab ja sonst kein besonders gutes optisches Vorstellungsvermögen, aber bei wichtigen Passagen kann ich sagen “Das steht im ersten Drittel des Buches im unteren Viertel einer linken Buchseite” – ehrlich: So habe ich ständig meine Dorothy-L-Sayers-Zitate zu Peter Wimsey beschrieben und wieder gefunden; bei einem E-Book völlig unmöglich. Und oft es doch so, dass die “Wichtigkeit” eines Halbsatzes erst im nachhinein deutlich wird, deshalb ist “Seitenzahlen merken” oder “markieren” keine Option

Das alles galt auch schon für “Zwischen den Wassern”, mein erstes E-Book.

Trotzdem wähle ich immer mal wieder das E-Book-Format, wenn ich die Wahl habe. Für den Urlaub ist es insgesamt schon praktisch (unter den 33 Titeln auf meinem Gerät sind noch einige ungelesene, weil ich mir frei verfügbare Klassiker darauf geladen habe). Und einige Rezensionsexemplare gibt es auch nur auf diesem Weg – das ist völlig in Ordnung für mich. Trotzdem: Eine begeisterte E-Book-Leserin bin ich nicht und halte es für unwahrscheinlich, dass ich es noch werde.

Free again von Heike Abidi

rp_Bild-Unterhaltung-150x1501111.jpgMeine überaus produktive Namenscousine Heike Abidi hat weder einen Roman vorgelegt – in der Reihe „feelings“, einem E-Book-Imprint des Droemer Knaur Verlags. Sprich: Es braucht dazu einen E-Reader … Der Reihentitel ist Programm, wobei Heike Abidi (zum Glück!) darunter weder Gefühlsduseligkeit noch schwüle erotische Fantasien versteht. Ihr Metier ist die heitere Unterhaltung – für „moderne“ Frauen – ohne dabei das Ziel aus den Augen zu verlieren: das Happy End (und das ist jetzt kein Spoiler!).

Wer andere Rezensionen von mir zu den Büchern von Heike Abidi kennt, wird nicht erstaunt sein, wenn ich verrate, dass auch hier eine Frau einen eher ungewöhnlichen Beruf ausübt. Juliane Frey, die Protagonistin, war bis zu ihrer Scheidung im Romantikhotel ihres Mannes als Hochzeitsplanerin beschäftigt und rutscht nun eher unfreiwillig in den Markt der Scheidungspartys. Schließlich muss sie sehen, wie sie Geld verdient. Ihre Wohnung hat sie an einen netten jungen Mann vermietet, ihr Auto verkauft und bei ihrer Freundin Lisa ein 12-Quadratmeter-Zimmer bezogen. Der Familienanschluss bei dieser und ihrem 14-jährigen Sohn Morten hat, wie es üblich ist, Vor-und Nachteile. Ihren Musikgeschmack teilen Juliane und Morten nun so gar nicht, dafür haben beide eine Vorliebe für Nussjoghurt. Die Annäherung zwischen den beiden ist teils unfreiwillig und teils unfreiwillig komisch.

Free again Heike Abindi NoWedding

Was tun mit dem Ehering nach der Scheidung? Die Kundinnen von Juliae Frey liefern da ein paar Ideen

Nein, zur Handlung sag ich jetzt weiter nichts. Dass es der erste nette, neue Mann in Julianes Leben nicht ist, bedarf ja auch keiner weiteren Erwähnung. Obwohl Heike Abidi die ach so sprechenden Namen der Figuren – Juliane nutzt ihren Nachnamen Frey auf Anraten Mortens für Ihr Unternehmen „Free again“, der Steuerberater Ohnesorg spielt eine zum Namen passende und dem sonstigen Bild von Steuerberatern widersprechende positive Rolle – von Juliane immer wieder ironisch betrachten lässt, war mir dieses Mittel ein bisschen zu gehäuft. Ansonsten: gut lesbar, immer ein Schuss Ironie. Das kenne ich so von Heike Abidi 😉

Wie auch bei den anderen Romanen von Heike Abidi habe ich hier Stoff für ein paar Stunden Entspannung bekommen – genau das, was die Autorin liefern will.

Heike Abidi:Free again – alles auf Anfang, Droemer Knaur, München, 2016, ISBN: 9783426436981 (E-Book)

Bücher von Uwe Jochum

rp_Bild-Sachbücher-150x1501111111-150x150.jpgDer Untertitel des Buchs “Bücher” von Uwe Jochum “Vom Papyrus bsi zum E-Book” hat ein bisschen den Ruch des Understatements, denn er fängt nicht mit den alten Ägyptern an, sondern schon in der Steinzeit.

Die Steine mit Ritzzeichen, die Höhlenmalereien, die v. a. aus Frankreich bekannt sind und die mehrere 100.000 Jahre alt sind, stellt er als erste Beweise für abstraktes Bewusstsein und die Umsetzung von Ideen dar. Dabei schildert Uwe Jochum nicht nur die verschiedenen Forschungsetappen der Archäologie und ihre Ergebnisse, er weist auch über die Archäologie hinaus. Die Geschichte der Menschen im “fruchtbaren Halbmond”, die 2.000 bis 3.000 Jahre her ist, schildert er mit modernen Begriffen, so dass sie uns naherückt und Tontafeln als “mobile Medieneinheit” nichts Befremdliches mehr haben. Weiterlesen

Kleines Buch der kreativen Zweifel von Nathalie Bromberger

Das ist was für alle, die kreativ arbeiten: Nathalie Bromberger erklärt den Unterscheid zwischen kreativen und ängstlichen Zweifeln. Das kleine E-Book ist so eine Art Selbsttherapie, wie sie in ihrem Blog 7years7books schreibt.

Dieser Mini-Ratgeber entstand im Rahmen der Projekts, sieben Bücher in sieben Jahren zu schreiben. In ihrem Blog hält Nathalie Bromberger ihre Leserinnen auf dem Laufenden – auf englisch wie auf deutsch. Das Büchlein über Zweifel gehört anscheindend nicht in die Reihe der sieben Bücher – es ist aber auf jeden Fall anschauenswert. Zemanta Related Posts Thumbnail

Zum ersten der sieben Bücher gibt es auf dem Blog auch ein Video – Nathalie Bromberger erklärt hier, wie sie ihr Buch beinahe getötet hätte. Das hat auch was mit Zweifeln zu tun, ist also eine gute Illustration für das, was in ihrem Mini-Ratgeber steht.

Ich finde das Projekt mit den sieben Büchern sehr spannend und das “Kleine Buch der kreativen Zweifel” wirklich geglückt. Auf diesem Weg wünsche ich: Viel Spaß und Erfolg weiterhin, Nathalie Bromberger! Auf die zu erwartenden Mini-Bücher bin ich schon gespannt.