Jane Austen von Holly Ivins

“Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt” ist der nette Untertitel des Buchs von Holly Ivins. Der Originaltitel des Büchleins ist bei weitem weniger zahm: “The Jane Austen Pocket Bible” – das wummst ganz anders.

Die ersten drei Abschnite befassen sich mit Janes Leben und der Gesellschaft mit ihren Regeln, die ihre Umwelt bildete. Dazu gehören dann z. B. Anmerkungen zum Rang von Persönlichkeiten – und da Jane Austen über die Gesellschaft schrieb, in der sie lebte und die sie kannte, gelten diese Regeln sowohl für Realität wie Fiktion: Weiterlesen

Veränderte Vergangenheiten von Richard J. Evans

rp_Bild-Sachbücher-150x1501111111-150x150.jpgVor anderthalb Jahren habe ich das Buch “Der falsche Krieg” von Niall Ferguson hier vorgestellt – und dabei das Spekualtive des Werks als unangemessen empfunden. Leider war das heute vorgestellte Buch von Richard J. Evans damals noch nicht erschienen. Er schreibt “Über kontrafaktisches Erzählen in der Geschichte” – es ist quasi ein Buch gewordener Vortrag, wie er im Vorwort erläutert und bietet die Metaebene, um das Buch von Ferguson – und natürlich auch die Werke anderer, die sich mit kontrafaktischer Historiographie befassen – einordnen zu können. Weiterlesen

Thema 1914: Die Schlafwandler von Christopher Clark

Das Buch von Christopher Clark war bei Erscheinen schon Thema bei den Tagesthemen, der Autor wurde auf der Buchmesse von Stand zu Stand gereicht – dieses Buch hat eine große Popularität. Und das zu Recht. Zemanta Related Posts Thumbnail

Ein Buch in drei Teilen – zuerst stellt Clark die beiden “auslösenden” Staaten vor: Serbien und die Habsburger Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Sehr plastisch wird das Attentat in Belgrad 1903 geschildert – als Auftakt in einen Parforceritt durch die serbische Geschichte. Beim Lesen habe ich mir vorgestellt, ich müsste den Text vorlesen – die serbischen Namen habens in sich … Österreich-Ungarn wird schon in der Überschrift als “Reich ohne Eigenschaften” bezeichnet. Die vergangenen Jahrzehnte mit Niederlagen und nationalistischen Strömungen innerhalb des Vielvölkerstaates haben dazugeführt, dass die Doppelmonarchie als gefährdeter Staat galt und die Politik war quasi erstarrt. Weiterlesen