Holweide hat Vienna gelesen – Buch für die Stadt

Lesung Vienna in Holweide, Katja Ruppenthal

Katja Ruppenthal liest aus Vienna. Foto: Heike Baller

Nein, das stimmt so natürlich nicht: In der Veranstaltung von “Holweide liest” zum Buch für die Stadt hat Katja Ruppenthal aus “Vienna”  von Eva Menasse gelesen und die Besucherinnen und Besucher haben ihr mit Vergnügen gelauscht.

Nachdem Dr. Angelika Fürst vom Katholischen Bildungswerk, Monika Schmiedt-Schomacker und ich im September über die Ausschnitte für die Lesung debattiert hatten, haben wir Mitte Oktober die Reihenfolge festgelegt. Bei einem so langen und auch – von den Personen her gesehen – komplexen Werk haben wir dann die Notwendigkeit gesehen, zumindst an zwei Stellen ein bisschen Erklärung mitzuliefern – unter anderem eben auch einen kleinen Überblick über die wichtigsten Personen in “Vienna. Schließlich kommen die in den Ausschnitten unkommentiert vor, da sie ja im Verlauf des Romans schon eingeführt sind.

Pfarrer Ulrich Kock-Blunk von der evangelischen Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide, in deren Versöhnungskirche die Lesung stattfand, hatte mit Albert Gäde einen Pianisten aus der Gemeinde für die musikalischen Häppchen gewinnen können – Wiener Schmankerln. Sehr passend 🙂

Buch für die Stadt Vienna Bescuherinnen udn Besucher ind er Versöhnungskirche

Intteressiert lauschen die Besucherinnen und Besucher in der Versöhnungskirche

Katja Ruppenthal, eine professionelle Sprecherin und Moderatorin beim Rundfunk, las mit Spaß an der Sache. Das hat sich gut übertragen. Die Besucherinnen und Besucher in der Kirche – über 50 Leute hatten den Weg gefunden – waren am Ende voll des Lobes. Bei einem netten Glas im Anschluss an die Lesung wurde das in den Gesprächen deutlich. Auch einige, die es nicht geschafft hatten, das Buch selber zu lesen, fühlten sich gut aufgehoben. Also: Eine gelungene Veranstaltung von “Holweide liest” im Rahmen der Aktion “Buch für die Stadt”.

Wer noch eine Veranstaltung zu Vienna besuchen will, hat noch Gelegenheiten dazu – teilweise noch bis Ende des Monats!

Vienna von Eva Menasse – Buch für die Stadt 2018

Wiener Schmäh und Wiener Kaffeehaus – beides gibt es im Debutroman von Eva Menasse und noch einiges mehr. „Vienna“ ist das Buch für die Stadt 2018 in Köln – in der ersten Novemberwoche gibt es dazu eine Reihe von Veranstaltungen, u. a. auch eine, bei der ich in die Vorbereitung einbezogen war.

Was erzählt Eva Menasse?

Kurz gesagt: Die Geschichte ihrer Familie. Jedenfalls birgt die Geschichte genug Parallelen zu der von Eva Menasses eigener Familie, um den Satz einfach mal so stehen zu lassen. Weiterlesen

Erst grau dann weiß dann blau – Margriet de Moor hat das Buch für die Stadt geschrieben

rp_Bild-Unterhaltung-150x1501111.jpgUnd zwar schon vor 25 Jahren ;-). Es handelt sich um das Romandebut der Niederländerin Margriet de Moor; zuvor veröffentlichte sie zwei Bände mit Erzählungen. Anfang November beginnt die Veranstaltungswoche rund um das „Buch für die Stadt“ und mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen einen kurzen Einblick in den Roman vermitteln, der dann eine Woche lang im Mittelpunkt vieler Veranstaltungen in Köln und Umgebung steht.

Zum Inhalt

Es ist ein Bericht in vier Teilen und jeder beschreibt aus der Perspektive einer anderen Person das Geschehen. Dabei geht Margriet de Moor sehr assoziativ und wenig chronologisch vor. Auch die Perspektive innerhalb eines Teils wechselt quasi ständig: Mal erleben wir die Ereignisse in der Ich-Perspektive, mal in der Er- oder Sie-Perspektive, mal tauchen wir förmlich in Gedanken und Gefühle ein, so dass sie ungefiltert ankommen, mal gibt es eine größere Distanz.

Die vier Personen sind zwei Männer und zwei Frauen, genauer gesagt zwei Ehepaare. Die beiden Männer, Erik und Robert, kennen sich von klein auf, die Frauen, Magda, Roberts Ehefrau, und Nellie – logischerweise die von Erik 😉 – lernen den jeweils anderen Mann und die andere Frau erst als Erwachsene kennen.

Erik

Das Buch setzt mit der Beschreibung eines normalen Morgens des Augenarztes Erik ein, der sich auf seinen Arbeitstag vorbereitet. Auf dem Weg in die Klinik sieht er im Garten von Robert und Magda einen der Hunde starr am Zaun stehen. Er hält an, steigt aus und geht ins Haus. Im ersten Stock macht eine erschreckende Entdeckung: Magda ist tot, offensichtlich erstochen und Robert kauert apathisch in einer Ecke. Seine Arme weisen Schnittverletzungen auf. Nach einer gewissen Schockstarre erledigt Erik, was zu tun ist und benachrichtigt die Polizei. In dem Gedankenkarussell, das ich als Leserin miterlebe, gehen diese aktuellen Ereignisse – Ankunft der Polizei, Aussagen gegenüber der Polizei, sich um Robert kümmern – fast unter. Weiterlesen

Das Buch für die Stadt 2016 ist von Margriet de Moor

Kurzmitteilung

Heute, am Welttag des Buches, stand im Kölner Stadt-Anzeiger endlich, welches Buch im November in Köln und Umgebung intensiv gelesen werden wird: “Erst grau dann weiß, dann blau” von Margriet de Moor. Es stammt von 1991 (1993 kam die deutsche Übersetzung raus), es ist ihr Debutroman (für ihren ersten Erzählband von 1988 wurde sie ebenfalls ausgzeichnet) und wurde 1992 mit dem AKO-Literaturprijs bedacht.

Ich freu mich schon auf das Buch und darauf, dass ich bereits am 25. August 2016 beim Kulturfrühstück der Melanchthon-Akademie dazu was erzählen darf.

Nachtrag 16.9.2016: Hier finden Sie meinen Vortrag von Ende August – quasi eine Einführung – zu zum Buch für die Stadt

Eine Hand voller Sterne von Rafik Schami als Buch für die Stadt

Die Häuser sind aus Lehm gebaut. In jedem leben mehrere Familien, und jedes Haus hat einen Innenhof, der allen Nachbarn gehört, sie zusammenbringt und streiten lässt. Das Leben der Erwachsenen findet in den Innenhöfen statt. Die Straße gehört uns Kindern, den Bettlern und den fliegenden Händlern. (Eine Hand voller Sterne von Rafik Schami, Beltz + Gelberg, Weinheim/Bergstraße,1987,S. 6f)

Biographie Rafik Schami

So schildert Rafik Schami die Gasse in Damaskus, in der er aufgewachsen ist in seinem ersten Roman „Eine Hand voller Sterne“ von 1987, dem diesjährigen „Buch für die Stadt“ in Köln.

Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren – an welchem Tag ist unklar; in seinem Essay „Hürdenlauf“ (im Essayband “Damaskus im Herzen und Deutschland im Blick“; der Essay ist neben anderern aus dem Band die Grundlage für die folgenden biographischen EInzelheiten) schildert er die damalige Situation: 1946 gewann Syrien die Unabhängigkeit von der französischen Besatzung/Kolonialherrschaft. Da die Franzosen die Minderheiten ein bisschen besser behandelt hatten als die muslimische Mehrheit, fürchtete die aramäisch-christliche Familie Repres­salien und zog sich im Sommer ins Heimatdorf Malula zurück. Der Vater kehrte früh in die Stadt zurück, denn er hatte eine Bäckerei erworben; im Herbst folgte die ganze Familie und erst im Winter fand der viel beschäftigte Vater die Zeit, die Geburt seines Sohnes beim Amt zu melden. Da er nicht zugeben wollte, dass das Kind schon mehrere Monate zählte, gab er keine konkrete Angabe und der Beamte notierte eigenmächtig den 23.6. Weiterlesen

Termine der Leselust im September

Der September naht und mit ihm zwei Termine, auf die ich mich schon sehr freue:

So sieht die Sonderausgabe aus, die dr Verlag Beltz und Gelberg aufgelegt hat.

So sieht die Sonderausgabe aus, die der Verlag Beltz aufgelegt hat.

Am 3.9. bin ich in der Melanchthon-Akademie hier in Köln zu  Gast und werde etwas zum “Buch für die Stadt” erzählen. Dieses Kultur-Frühstück ist eine feine Einrichtung, immer donnerstags zwischen 10 und 12:15 Uhr. Es gibt tatsächlich ein leckeres Frühstück und dann natürlich angeregte Gesspräche im Anschluss an einen Vortrag – da hat man mal Zeit für Austausch, raus aus dem engen Zeitkorsett von 90 Minuten & Co.

Das “Buch für die Stadt” ist dieses Jahr Rafik Schamis Roman “Eine Hand voller Sterne” – das Tagebuch eines Bäckerjungen aus Damaskus, der nicht Bäcker, sondern Autor, im Verlauf der Jahre Journalist werden will. Die politischen Einschränkungen und den Reiz seiner Heimatstadt Damaskus hat Rafik Schami hier wundervoll eingefangen – ich freu mich sehr auf die Veranstaltung.

Anmeldemöglichkeiten für das Kulturfrühstück gibt es hier.

Und schon drei Tage später, am Sonntag, dem 6.9.2015, gibt es eine weitere Premiere:

“Lyrik und Jazz” heißt das Programm, das ich zusammen mit Thomas Becker und der Flötistin Annette Grahe in der Pauluskirche in Köln-Dellbrück vorstellen werde.

Plakat für Lyrik und Jazz am 6.9.2015

Plakat für Lyrik und Jazz am 6.9.2015

Für diesen Abend habe ich deutschsprachige Gedichte ausgewählt, die von der Tendenz her etwas mit Selbstaussagen zu tun haben, sei es “real”, sei es eine Rolle, weil Jazz ja auch die Möglichkeit bietet, dass sich die Musiker individuell ausdrücken. Thomas Becker hat dann aus seinem reichhaltigen Repertoire unterschiedliche Jazz-Stücke ausgewählt. Mehr wird nicht verraten ;-).

  • Wo: Pauluskirche, Thurner Str. 105, 51069 Köln-Dellbrück
  • Wann: Sonntag, 6.9.2015, 18 Uhr
  • Eintritt: frei, Spende erbeten

Buch für die Stadt in Köln – dieses Mal ohne Kölner Leselust

Das Buch für die Stadt in Köln – “Schneckenmühle” von Jochen Schmidt – wird in der Zeit vom 9-11. an in Köln und Umgebung eine Woche lang von allen Seiten beleuchtet, diskutiert, interpretiert.

Aufgrund einer Terminkollision in unserem Stadtteil, verweise ich auf eine spannende Diskussion des Buches am 12.11. im Gemeindehaus der Christuskirche, Dellbrücker Mauspfad,  hin und werde selber keine Veranstaltung dazu anbieten.

Ich wünsche viel Freude beim Auswählen spannender Termine 🙂