Zum 130. Todestag von E. Marlitt

Die Gartenlaube (1868) b 021

So wurde E. Marlitt n ihren Lesern und Leserinnen vertraut – Bilder von ihr gibt es sonst so gut wie gar nicht. In dem Text unten wird sie als die Autorin der “Goldelse” und “Das Geheimnis der alten Mamsell” vorgestellt

Heute vor 130 starb die Starautorin der “Gartenlaube“; E. Marlitt hatte seit 1866 bis zu ihrem Tod für diese Familienzeitschrift geschrieben. Ihre Titel waren so erfolgreich, dass sich die Auflage der Zeitschrift während ihrer Schaffenszeit vervielfachte. Und sie gehört zu den Autorinnen, denen ich in meiner Kindheit begegnete (natürlich nur den Büchern …) und treu geblieben bin. Ja, ich stehe dazu – ich mag die Marlitt.

Im April wollte ich Ihnen eigentlich die Romanbiografie “Die Rache der alten Mamsell” von Herrad Schenk vorstellen; las sie noch einmal mit großem Vergnügen und stellte dann fest, dass ich das Buch bereits in der Anfangszeit meines Blogs vorgestellt hatte 😉

Was kann einer Frau des 21. Jahrhunderts an den alten Scharteken interessant erscheinen, fragen Sie sich? Nun gut, ich hab einen Hang zu Kitsch und Abenteuerlitereatur – denken Sie nur an meine Reihen über Karl May im Herbst und Winter. Wenn das aber das einzige Kriterium wäre, müsste ich auch die Bücher der Frau goutieren können, die mit E. Marlitt oft in einem Atemzug genannt wird: Hedwwig Courths-Mahler. Und das kann ich nicht. Deren Stil ist mir zu vage, zu schwülstig und der Gehalt so was von nicht vorhanden – Sie sehen, ich hab’s versucht 😉 Weiterlesen

Eine Dame von Welt von Henry James

rp_Bild-Klassiker-300x19921.jpgBisher hatte ich noch nichts von Henry James gelesen – zu meiner Schande sei es gesagt. Die anlässlich seines 100. Todestages Ende Februar vom Aufbau-Verlag erstmals auf Deutsch vorgelegte Erzählung “Eine Dame von Welt” (im englischen Original “The siege of London”) bot mir einen willkommenen Einstieg.

Es geht um Nancy Headway – fast ausschließlich als Mrs. Headway benannt -, eine “Southern Beauty” aus San Diego mit bewegtem Lebenslauf, die in der vornehmen Gesellschaft Europas Fuß fassen will. In den USA ist es ihr nicht gelungen – zu bekannt sind ihre vielen Ehen, die mit Scheidung endeten. Und es fehlt ihr ein bisschen 😉 das Savoir-vivre. Deutlich wird das, wenn sie in einem vornehmen Lokal mal eben die Gläser nachpoliert. Auch ihre Sprechweise ist alles andere als vornehm-zurückhaltend. Fürs Fußfassen ist sie auf gutem Wege, denn der junge Lord Arthur Demesne liegt ihr zu Füßen und erwägt eine Heirat; wenn sie denn eine “ehrbare” Frau ist. Davon nun soll ihn ein alter Freund Mrs. Headways, George Littlemore, der ihr in Paris wieder begegnet, überzeugen. Der hat aber bereits gegenüber dem jungen Botschaftsangehörigen Waterville, mit dem er sie im Théatre Française, sah, die Frage nach ihrer Ehrbarkeit verneint.

In den beiden Teilen der Erzählung  – erst Paris, dann England – bekomme ich Einblick in die verschiedenen Gedankengänge der Hauptpersonen – besonders von Littlemore und Waterville. Muss George Littlemore tatsächlich verhindern, dass die erfahrene Frau, Witwe und mehrfach geschieden, einen jungen Mann adliger Abkunft heiratet? George Littlemore ist ein Mann der Gesellschaft, reich und gelangweilt und es nervt ihn ziemlich, dass ihn alle mit dieser Frage behelligen: Waterville, seine Schwester, die Mutter Arthur Demesnes – er hält sich da lieber raus.

Was den Stil von Henry James auszeichnet, ist seine Ironie. So beschreibt er den Auftritt von Mrs. Headway im Landhaus von Arthur Demesne :

Mrs. Headway trat vorzüglich ein in die englische Gesellschaft mit ihrem bezaubernden Lächeln auf den Lippen und die Trophäen aus der Rue de la Paix hinter sich herschleifend. (S. 64)

Roberts-The Australian native

Ob diese Dame ihre Kleidung auch in der Rue de la Paix gekauft hat?

Henry James kommentiert ihr Auftreten ein bisschen liebevoll und gleichzeitig kritisch – aus der Sicht Watervilles, der sich als Botschaftsangehöriger für seine Landsleute zuständig fühlt; James nutzt hier das Bild von Hirte und Schäfchen und sicher ist es nicht unbeabsichtigt, dass der junge Amerikaner eine Pfarrersfrau als Tischdame hat. Ein bezaubernder Schlenker, wie ich finde.

Ein Thema des Amerikaners Henry James ist die Verschiedenheit der Kultur zwischen einzelnen Ländern – nicht nur Amerika im Vergleich zu Europa, sondern auch innerhalb Europas, bspw. der zwischen England und Frankreich. In dem Essay “Gelegentlich Paris”, der in dieser Ausgabe auf die Erzählung folgt, geht er dem nach. Und auch hier gibt es Formulierungsschmankerl; der Autor bezieht sich auf das Theaterstück “Le Demi-Monde”  von Alexandre Dumas Fils (das er auch in der Erzählung zitiert) und in dem es ebenfalls um die Bemühung einer nicht mehr ehrbaren Frau in die gute Gesellschaft geht. Ihr wird dieser Einstieg durch einen ehemaligen Liebhaber unmöglich gemacht – eine zutiefst moralische Zwickmühle. Der Unterschied zwischen englischem und französischem Publikum würde nun darin bestehen, meint James, dass die Vorlieben in England nicht bei dem Liebhaber lägen, wie es in Frankreich der Fall war, sondern bei der Frau. Die Begründung gibt er in einer rhetorischen Frage:

Ist dies der Fall, weil ein solches Publikum, obwohl es keine so hübsche Sammlung von Podesten zur Erhöhung des schönen Geschlechts hat, letztlich mangels allzu großer Ritterlichkeit viel zarbesaiteter ist? (S. 122)

Insgesamt habe ich die Erzählung genossen und werde, wenn ich mal einen Schmöker brauche, wohl auch mal zu einem dickeren Werk von Henry James greifen.

Zu der Sache mit dem Titel hat Marius Fränzel in seinem Blog Bonaventura einen wunderbaren Einstieg geschrieben, den ich Ihnen ans Herz lege.

Henry James: Eine Dame von Welt. Eine Salonerzählung, aus dem Englischen von Alexander Pechmann. Aufbau-Verlag, Berlin , 2016 , ISBN: 9783351036348

Bismarck – Magier der Macht von Jonathan Steinberg

rp_Rubrik-Biographie-300x20011-300x200.jpgMit „Bismarck – Magier der Macht“ hat Jonathan Steinberg eine ungewöhnliche Biografie über den Staatsmann Otto von Bismarck geschaffen. Solch ein Satz ist sicher schon von einigen Rezensenten genutzt worden und stimmt auch. Ich will aber darüber schreiben, warum das Buch für mich interessant war, einen 18-jährigen Abiturienten.

Ein gewisses Grundinteresse und -verständnis sollte man sicher mitbringen, aber ich denke das gilt für alle Biografien. Es sind eben Biografien und keine Unterhaltungslektüre in dem Sinne. Durch den Geschichts-Leistungskurs ist das, bei mir, schon einmal gegeben. Da das lange 19. Jahrhundert auch in der Schule behandelt wurde, sind mir die Eckpunkte von Bismarcks Karriere präsent.

Das Interessante an Steinbergs Biografie muss also tiefer liegen. Daher ist es auch Steinbergs erklärtes Ziel, den Charakter Bismarcks zu beschreiben. Sein Mittel zum Zweck ist es, das diese Biografie zu etwas anderem macht: Egal wo man das Buch aufschlägt, die Chance eine Doppelseite zu erwischen, auf der man kein Zitat findet, geht gegen null. Jonathan Steinberg benutzt in großem Stil Zitate von Weggefährten, Mitarbeitern, Freunden, Bediensteten, aber vor allem von Bismarck selber. Dabei versteht er es geschickt, immer verschiedene Betrachtungsweisen zur Geltung kommen zu lassen. So lässt er politische Gegner wie Parteigänger Bismarcks zu Wort kommen, ausländische Stimmen wie den britischen Politiker Benjamin Disraeli, aber auch Familienfreunde, wie die Baronin von Spitzemberg. Man hat immer das Gefühl, eine direkte Reaktion der Beteiligten zu lesen und wenn einmal einer dieser Briefe ein anderes Bild zeichnet als Bismarck selber in seinen, logischerweise, viel später niedergeschriebenen Memoiren, gelingt es Jonathan Steinberg dies zu erklären.

Hildegard Spitzemberg

Ein Portrait der Baronin Hildegard von Spitzemberg aus dem jahr 1869

Die schiere Anzahl an Zitaten erschwert das Lesen zwar teilweise, da man sich immer wieder auf eine veraltete Rechtschreibung, antiquierte Ausdrucksweisen und verschiedene Stile einlassen muss, doch zumindest gelingt es Steinberg selber, einen stringenten Stil für seinen Textanteil zu finden. So sind die einzigen Überraschungen hier inhaltliche. Das ist vielleicht etwas überraschend in einer Biografie zu Bismarck, aber es gelingt Steinberg, zumindest Leser, die durchschnittliche Kenntnisse von Bismarck und seinem Umfeld haben, mit Personen zu überraschen. Oder kannten Sie die Baronin von Spitzemberg bisher? Oder den Reichstagsabgeordneten Ludwig Windthorst? Beide sind kein Beispiel für wichtige historische Personen, aber ein Beispiel für eine gelungene Auswahl an Zeitzeugen, die Jonathan Steinberg getroffen hat, um den Lesern den Charakter Bismarcks näher zu bringen.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch sehr interessant für jeden, der nicht nur die wichtigen Daten im Leben Bismarcks kennen will, sondern auch seine Absichten, seine Schwierigkeiten und insgesamt Bismarck als Person und nicht nur als politische Größe besser verstehen will.

Jonathan Steinberg: Bismarck. Magier der Macht, übersetzt von Klaus-Dieter Schmidt, Ullstein Verlag, Berlin, 2015 (Ersterscheinung auf Deutsch im Propyläen-Verlag, 2013), ISBN: 978-3-548-37584-7

Dies ist ein Gastbeitrag von Johannes Baller.

Einmal Canossa und zurück von Liederjan

rp_Bild-hauptsache-Lyrik-300x2431-150x1501111111111111.jpgJa, das ist eine Musik-CD. Und es ist eine unterhaltsame, lehrreiche Geschichtsstunde zum Gang nach Canossa , wie er im 19. Jahrhundert verstanden und interpretiert wurde. In Gedichten und Liedern. Liederjan sind ja Spezialisten in der Aufbereitung kritischer Lieder aus vielen Jahrhunderten (Diskographie 😉 ) und die Moderationstexte sind Legende. Ich weiß, wovon ich rede!

Ich habe die CD heute noch mal gehört, mich köstlich amüsiert, einen Einblick in die Gedankenwelt unterschiedlicher Protagonisten der Politik und Kirchenpolitik im 19.  Jahrhundert gewonnen und mich an der musikalischen und verbalen Präsentation erfreut; Jörg bezeichnet die drei (damalige Formation: Jörg Ermisch, Klaus Irmscher und Hanne Balzer) an einer Stelle als “Hobbykatholiken”, was Hanne ein herzhaftes Gekicher entlockt – die Live-Atmosphäre ist gut eingefangen.

Als ich die CD vor ein paar Jahren das erste Mal hörte, dachte ich, eigentlich sei die echt

Eine Karikatur zum Kulturkampf im Kladderadatsch

Eine Karikatur zum Kulturkampf im Kladderadatsch

unterichtstauglich (ja, ja, als Mutter von Schulkindern kommen mir dann solch profane Ideen): Inhaltlich beginnt Jörg mit einer Moritat zum Gang nach Canossa so richtig schön mit “Heinrich Vier” und dem Papst, der sich bei Mathilde verkriecht – der Ablauf und auch die Hintergründe sind korrekt wiedergegeben. Im weiteren Verlauf kommen lauter Texte aus dem 19. Jahrhundert dran (aus dem Kladderadatsch, von Hoffmann von Fallersleben und aus katholischen Quellen), die das Verhältnis von geistlichen und weltlichen Machthabern – völlig parteiisch – ausleuchten. Abwechslungsreich musiziert und vorgetragen, mit Charme und Pfiff – ich find die CD klasse und kann sie nur empfehlen.

Liederjan: Einmal Canossa und zurück. Von Päpsten und Preußen – zwischen Halleluja und Habacht, pläne records, 2007, zu beziehen über Liederjan.

Einige der Texte, die in meiner Lesung zu politischer Lyrik vorkommen, sind übrigens Ergebnis meines zeitweise exzesssiven Liederjan-Platten-Konsums: Da habe ich sie kennengelernt …

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Pfaueninsel von Thomas Hettche

Das Buch von Thomas Hettche aus dem Umschlag zu nehmen, in dem es mich vor einiger Zeit erreichte, war ein haptisches Erlebnis: Der Einband fühlt sich seidig und glatt an, dann diese stilisierte Pfauenfeder, der ich mit den Fingern nachspüten kann – hach, wie schön!

Und ja, ich weiß, dass ist kein Kriterium für die Qualiltät von Literatur – aber dieses Erlebnis des Auspackens hat mir durchaus Vorfreude auf das Buch vermittelt.

So kam das Buch von Thomas Hettche bei mir an

So kam das Buch von Thomas Hettche bei mir an

Es folgt die spannende Frage: Hat das Buch das Versprechen seines Einbands gehalten?

Ja, schon …

Um gleich noch ein Geständnis loszuwerden: Am Ende habe ich sehr geweint … (“Rotz und Wasser geheult”, trifft es besser).

Aber der Reihe nach: Thomas Hettche hat sich die Geschichte der Pfaueninsel vorgenommen – und streckenweise hat sein Roman einen dokumentarischen Charakter. So schildert er die Nutzung dieser Insel nahe Potsdam über einen Zeitraum, der die Lebenszeit seiner Protagonistin noch übersteigt. Vom Liebesschlösschen Mitte des 18 Jahrhunderts  bis zur Touristenattraktion i Mitte des 19. reicht die Bandbreite. Vor- und Nachsatzseiten des Buches ziert eine Karte der Insel mit ihrer Umgebung.

Fast 80 Jahre ist Marie Strakon alt, als sie stirbt – so alt wie das Jahrhundert. Ihre Bekanntschaft mache ich asl Leserin, als sie sechs Jahre zählt – da kommt sie auf die Insel, zusammen mit ihrem Bruder Christian. Und die beiden  erleben gleich zu Beginn eine große Verletzung: Königin Luise von Preußen steht überraschend Christian gegenüber, der sich im Unterholz versteckt hielt, um einen Blick auf sie werfen zu können, und ihr entfährt das Wort, das die Selbstwahrnehmung der beiden Geschwister prägen wird: Monster.

Marie und Christian sind kleinwüchsig – damals hießen sie Zwerge. Ihre Großmutter hat sie dem König als Kriegswaisen vorgestellt und er hat entschieden, dass sie auf der Pfaueninsel leben sollen. Maire ist das “Schlossfräulein”.

Beim königlichen Hofgärtner Ferdinand Finterlmann und seiner Familie leben die beiden Geschwister, sie wachsen mit den Neffen Fintelmanns auf. Maries Zuneigung gehört vor allem Gustav Fintelmann, dem ältesten der Neffen, der ihr gleich bei der ersten Begegnung freundlich entgegenkam. Thomas Hettche schildert einerseits – eher dokumentarsich – die Anlagen der Insel und die damit verbundnen Menschen und Arbeiten. Andererseits lässt er uns am Innenleben Maries teilhaben, vom kleinen Mädchen bis zur alten Frau. Wie sie wahrgenommen wird, als “Zwergin”, was sie dabei empfindet, wird sehr schön dem Schönheitsideal der Zeit gegenüber gestellt. Sie und Christian sind für das Schönheitsempfinden der anderen ein Affront – und damit quasi vogelfrei. Sie haben zur Verfügung zu stehen – in vielerlei Hinsicht. Christian lehnt sich sichtbar dagegen auf, Marie dagegen eher versteckt.

Pfaueninsel Meierei

Die Meierei der Pfaueninsel in den 50er Jahren des 19. Jarhhunderts – eines der Ausflugsziele der Zeit

Ja, das Buch hat sein Versprechen gehalten. Thomas Hettche ist ein faszinierendes Buch gelungen, in dem er anhand eines Stückes Kulturgeschichte die normaive Sicht auf Schönheit in Frage stellt. In meinen Augen hochaktuell, da der Anspruch an “Schönheit” auch in unserer Gesellschaft in vielen Bereichen Menschen einschränkt.

Thomas Hettche: Pfaueninsel, Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln, 2014, ISBN: 9783462048994

 

Dezember Gedichte aus dem Reclam-Verlag

So kann es im Dezember aussehen - im Buch finden Sie ein Gedicht passend zu diesem Bild. Foto: Wolfgang Dirscherl/pixelio.de

So kann es im Dezember aussehen – im Buch finden Sie ein Gedicht passend zu diesem Bild. Foto: Wolfgang Dirscherl/pixelio.de

Nicht alle Gedichte, die sich mit dem Dezember beschäftigen, sind Weihnachtsgedichte – das zeigt die hübsche kleine Sammlung, die es beim Reclam-Verlag gibt (und die letzte Woche bei mir zu gewinnen war):

Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell haben Gedichte für sechs verschiedene Kategorien ausgewählt:

  •   Erwartungsvoller Auftakt samt Nikolaus
  •   Schneefall im Advent
  •   Traurig-schöne Dezembertage
  •   Christnacht – damals und heute
  •   Weihnachtsfeiern vielerorts
  •   Das Jahr klingt aus

Ich habe  ja nicht behauptet, dass Weihnachten gar nicht vorkäme … Zemanta Related Posts Thumbnail

Stimmungsvolle, sarkastische und sozialkritische Gedichte aus zwei Jahrhunderten sind hier versammelt (obwohl einige der Autoren noch im 18. Jahrhundert geboren wurden, haben sie doch im 19. geschrieben) – die Aufteilung ist im Grunde halbe-halbe. Neben den “Klassikern” finden sich auch ungewöhnliche Gedichte – da findet sich für manche Gelegeneheit was passendes.

Das kleine Büchlein ist aus der Reihe von Monatsgedichten, die Reclam gerade herausgibt – das zu meinem Geburtstag passende Bändchen ist noch nicht erschienen. Aber ab Ende März 2014 sind dann alle erhältllich. Die beiden Herausgeberinnen Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell betreuen alle 12 Bände – nach der Dezember-Auswahl zu schließen, wird es da einiges zu entdecken geben. Ein hübsches Projekt.

Evelyne Polt-Heinzl; Christine Schmidjell (Hg.): Dezember. Gedichte, Reclam Verlag, Stuttgart 2013, ISBN: 9783150191224