Der Herbstgang Die Bäume stehn der Frucht entladen, Und gelbes Laub verweht ins Tal; Das Stoppelfeld in Schimmerfaden Erglänzt am niedern Mittagsstrahl. Es kreist der Vögel Schwarm, und ziehet; Das Vieh verlangt zum Stall, und fliehet Die magern Aun, vom Reife fahl. O geh am sanften Scheidetage Des Jahrs zu guter letzt hinaus; Und nenn…
Taube Nuss von Alexander Görsdorf
„Du mnamorambargh oder waran?“ Haben Sie das verstanden? Dann vielleicht: „Hallo, schmannoaak. Ich bringamaotaft larks, michein?“ Auch nicht? Dann geht es Ihnen wie Alexander Görsdorf. Das ist es nämlich, was er jahrelang hörte: Unverständliche Wortpartikel, manchmal nur Konsonanten – nichts, was der Kommunikation diente.
Von Ratlosen und Löwenherzen von Rebecca Gablé
Tja, bei Frau Gablé kann man lernen, dass „unready“ nicht „unfertig“ sondern „unberaten“ oder eben „ratlos“ bedeutet. Das mit dem Löwenherzen kann man in der Regel schon eher zuordnen. Auf rund 230 Seiten fasst Rebecca Gablé in ihrem Buch „Von Ratlosen und Löwenherzen“ übersichtlich, kenntnisreich und unterhaltsam die englische Geschichte von 450 bis 1485 zusammen.…
Gedicht zum Tag: Musik im Mirabell von Georg Trakl
Musik im Mirabell Ein Brunnen singt. Die Wolken stehn Im klaren Blau die weißen zarten. Bedächtig stille Menschen gehn Am Abend durch den alten Garten. Der Ahnen Marmor ist ergraut Ein Vogelzug streift in die Weiten. Ein Faun mit toten Augen schaut Nach Schatten, die ins Dunkel gleiten. Das Laub fällt rot vom alten Baum…
Seelenfutter von Susanne Bodensteienr und Sabine Schlimm
Der Herbst ist ja so eine Zeit: schön, wenn die Sonne scheint und die Blätter rascheln, aber wehe, es regnet oder stürmt. Dann macht uns die Dunkelheit zu schaffen. Blues ist angesagt. Oder liegt es umgekehrt nur an unserer Verfassung, wie wir auf das Wetter reagieren? Schießlich gibt es auch Menschen, die Sturm und Regen…