Meine erste Autorinnenlesung mit „Mister Bennet“

Meine erste Autorinnenlesung mit „Mister Bennet“

Nun kann man nicht sagen, dass Lesungen mein täglich Brot seien, aber doch schon einigermaßen „normal“. Meine erste Autorinnenlesung dagegen war eine Herausforderung. Statt über anderer Leuts Bücher zu reden ging es ja um meins! Uiuiui.

Tisch mit verschiedenen Titeln von Jane Austen und dem Buch „Mister Bennet“ von Heike Baller
Ganz echt mit Büchertisch, auf dem mein Buch liegt! (Foto: Privat)

„Meine“ Buchhandlung in Köln-Dellbrück hat mich mit meinem Protagonisten und seiner Familie zusammen eingeladen. Einen Teil des Publikums kannte ich, weil

  • es liebe Bekannte sind
  • sie häufiger bei meinen Lesungen aufschlagen

Es gab aber auch ein paar unbekannte Gesichter.

Frau mit langem Haar vor einer Ecke mit Bücherregalen. Im Vordergrund zwei Köpfe von hinten.
Es geht los … (Foto: Privat)

Zwei Teile hatte ich vorbereitet, damit es eine Pause geben konnte, denn es gibt immer auch ein paar Getränke. Das zum praktischen Teil.

Zum Inhaltlichen: Mir war wichtig, die gesellschaftlichen Bedingungen von Frauen in der Regency-Ära deutlich zu machen. Das ist  bei Jane Austen sehr wichtig und spielt auch in meinem Roman eine Rolle. Damit, also mit dem „Referat“ über die Zeit damals und die Lebensumstände von Jane Austen – die das ja alles selbst erlebt hat, mit dem zu wenigen Geld nach dem Tod des Vaters – hatte ich also auch bei meiner ersten Autorinnenlesung bekanntes Terrain vor mir, nämlich, über wen anderes zu erzählen.

Dazu kamen dann Passagen aus dem Buch selber, die ich jeweils ein bisschen eingeordnet habe. Da wurde es für mich spannend: Gehen die Leute im Raum mit?

Ich wurde letztens bei einer Lesung gefragt, ob ich auch Schauspiel studiert hätte. Das nur so als Hinweis, dass ich  n i c h t  trocken vortrage, sondern die Inhalte auch „darstelle“. Mit Stimme, Mimik und Gestik, soweit Letztere möglich ist.

Lesungssituation in einer Buchhandlung: Frau mit langem Haar steht gestikulierend an einem Stehpult. Vor und neben ihr sitzen Zuhörerinnen (tatsächlich in dem Ausschnitt nur Frauen; es gab aber auch Männer)
Hier kann man das ein bisschen erahnen (Foto: Mirjam Seelbach-Geese)

Am meisten hat es mich gefreut, dass an einer Stelle so viel Lachen erklang, dass ich kurz unterbrechen musste. 🤩 

Nach der Pause habe ich ein vorher angerissenes Thema vertieft und einer bis dahin wenig beachteten Gestalt einen Auftritt gegönnt. Aber natürlich habe ich nicht alles erzählt, nur ein bisschen gespoilert …

Es saßen, wie gesagt, nicht nur Freundinnen und Freunde im Publikum. Die Reaktionen am Ende waren ziemlich einhellig:

  • viel Spaß gehabt
  • in die Welt der Bennets eingetaucht
  • unterhaltsam und informativ

Wenn dann noch die Freundin, die mit Jane Austen und Artverwandtem nichts anfangen kann, mir aber mit ihrem Besuch den Rücken stärken wollte, am Ende sagt, nach dem Vortrag gäbe sie Jane Austen noch mal eine Chance: Herz, was willst du mehr?

Zum Schluss gab es noch eine Fragerunde und ich habe tatsächlich für Fremde mein Buch signiert. (Auch ein paar Exemplare für die Buchhandlung – man kann dort so ein signiertes Buch bestellen.)

Die Buchhandlung hat einen Instagram-Account, auf dem meine Lesung auch einen Platz bekommen hat – wer also Instagram nutzt, bitte hier entlang (als ich das gerade – als Externe – aufrief, gab es schon mehrere Likes).

Ehrlich gesagt: Nach all‘ der Aufregung um meine erste Autorinnenlesung kann ich jetzt kaum mit dem Grinsen aufhören, so schön war es und so viel Spaß hat es gemacht.

Wenn nun eine Buchhandlung mit Jane-Austen-Interesse meint, das könne auch zu ihr passen: Bitte melden Sie sich gerne!

Ach so, es fehlen noch die Angaben zu meinem Buch:

Heike Baller: Mister Bennet, BoD, Hamburg, 2025, ISBN (Print): 9783695187218, ISBN (E-Book): 9783695705696

Published byHeike Baller

Bis zum Morgen schmökern, Kissen nass weinen, bei der Bahnfahrt mal eben los gackern – das alles und noch einiges mehr bedeutet Lesen für mich. Naja, die Nächte lese ich nur noch selten durch, da melden sich doch zu penetrant die erwachsenen Bedenken in Sachen „Wecker am Morgen“ … Aber in der Bahn können Sie mich immer mal wieder grinsend oder kichernd erleben. Mit einem Buch vor der Nase. Da ich außerdem gerne mit anderen über das, was ich gelesen habe, diskutiere, habe ich dieses Blog gestartet. Leselust, das ist es, was mich antreibt, immer neue Bücher zu kaufen, zu leihen und vor allem zu lesen. – Vorlesen tu ich übrigens auch gern.

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