Mein erstes E-Book – Blogparade von electricbookfair

Das E-Book-Festival startet am 25./26.6.2016 in Berlin; bis zum 15.5.2016  läuft noch die Blogparade “Mein erstes E-Book #1stebook – und an was ich mich erinnere!“.

Seit Weihnachten 2013 habe ich ja auch einen E-Reader und einige der Rezensionen, die Sie hier gelesen haben, gehören zu E-Books, auch wenn ich es nicht immer dazu schreibe. Mein allererstes E-Book war “Zwischen zwei Wassern” von Andreas Neeser – schon hier hab ich das “Medium” nicht thematisiert 😉 Das lag daran, dass ich ein zwiespältiges Gefühl dabei hatte und immer noch habe. Gerade bei diesem Buch war es für mich sehr lesehemmend, dass einfaches Zurückblättern eben nicht so einfach war; die Geschichte war ein bisschen “verworren” (ja, das lag daran, dass ich den Klappentext gelesen hatte und deshalb mit einer bestimmten Erwartung an das Buch herangegangen war) und nochmaliges Lesen einzelner Passagen war hilfreich, aber eben kompliziert auf dem E-Reader.

Die Frage, nach dem Warum für das E-Book hatte in diesem Falle nichts durch die Lebensumstände Bestimmtes – es gab das Rezensionsexemplar eben als E-Book und das hat wirklich Vorteile; denn was mache ich mit all’ den  Büchern, die mir Verlage freundlicherweise zur Verfügung stellen und die meine Regale füllen, auch wenn ich sie nicht mehr lesen werde? Das ist ein klarer Fall von “Vorteil fürs E-Book”.

Ich hab mal nachgezählt: Auf meinem E-Reader sind 33 Titel – nicht gerade viel, wenn man das Fassungsvermögen des Teils in Betracht zieht. Und daran kann man schon sehen, dass es nach wie vor nicht so wirklich “mein” Lesemedium ist 😉 Die Gründe habe ich meinem Artikel zum Thema schon 2014 mal benannt:

  • mir fehlt das haptische Erlebnis (manchmal auch nur das des Bucheinbandes!)

    So ein seidiger Einband ...

    So ein seidiger Einband …

  • ich blättere gerne vor und zurück, um noch mal eine Beschreibung nachzuschauen, um Namen zu verifizieren, whatever
  • mein Fingerdruck und die Blätterfunktion passen nicht immer zu meinem Lesetempo – entweder geht es zu langsam oder ich “überblättere” was
  • ich hab ja sonst kein besonders gutes optisches Vorstellungsvermögen, aber bei wichtigen Passagen kann ich sagen “Das steht im ersten Drittel des Buches im unteren Viertel einer linken Buchseite” – ehrlich: So habe ich ständig meine Dorothy-L-Sayers-Zitate zu Peter Wimsey beschrieben und wieder gefunden; bei einem E-Book völlig unmöglich. Und oft es doch so, dass die “Wichtigkeit” eines Halbsatzes erst im nachhinein deutlich wird, deshalb ist “Seitenzahlen merken” oder “markieren” keine Option

Das alles galt auch schon für “Zwischen den Wassern”, mein erstes E-Book.

Trotzdem wähle ich immer mal wieder das E-Book-Format, wenn ich die Wahl habe. Für den Urlaub ist es insgesamt schon praktisch (unter den 33 Titeln auf meinem Gerät sind noch einige ungelesene, weil ich mir frei verfügbare Klassiker darauf geladen habe). Und einige Rezensionsexemplare gibt es auch nur auf diesem Weg – das ist völlig in Ordnung für mich. Trotzdem: Eine begeisterte E-Book-Leserin bin ich nicht und halte es für unwahrscheinlich, dass ich es noch werde.

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