LiK.map – ein interaktiver literarischer Stadtplan für Köln

LiK.map – ein interaktiver literarischer Stadtplan für Köln

Zuerst hab ich von der LiK.map im Blog der Stadtbibliothek Köln gelesen und fand die Idee großartig.

Nun hatte ich endlich Zeit, mir das Angebot mal näher zu betrachten.

Was bietet die LiK.map?

Erst mal sieht man einfach einen Stadtplan von Köln mit verschiedenen Fähnchen – wie anderen Karten-Angeboten auch: Hier ist was! Doch da gibt es dann kein Hotel und keine Sehenswürdigkeit in engem touristischem Sinne, sondern Infos um Orte und Menschen dort, die mit Literatur zu tun haben:

  • Manche Fähnchen weisen auf Personen hin – ein kurzer Text, zu Mensch und Ort mit Links zu weiteren Informationen
  • Andere bieten Hinweise auf Orte in Köln, die in der Literatur vorkommen – das könen einzelne Gebäude oder z. B. Straßen sein.

Bei jedem der Fähnchen gibt es einen Link zu einem „LiK-Text“. „LiK“ steht für „Literatur in Köln“ – ein Archiv rund um Kölner Literatur. Zur Bastei z. B. gibt es das dazu gehörige Gedicht von Joachim Ringelnatz, bei anderen Orten gibt es eine kurze Beschreibung, was der Ort mit Literatur zu tun hat oder was ein Autor/eine Autorin mit diesem Ort verbindet.

Handelt es sich um Orte zu Personen, gibt es auch einen Link zur Biographie – auch sie gehören zum Korpus von „Literatur in Köln“.

Das Projekt ist noch jung – ich bin sicher, dass da noch einiges hinzukommt. Vielleicht ja auch auf der rechten Rheinseite? Ich lebe auf der schäl Sick und fände es schön, wenn auch sie stärker als Ort mit und zu Literatur vertreten wäre. Ein Vorschlag wäre die Strunde, die der Dichter Montanus 1846 lobte – er zählte die Mühlen an diesem Bach auf, woraus der Spruch vom fleißigsten Bach Deutschlands wurde.

Bilder von Baumstämmen mit leuctendem Herbstlaub im Hintergrund
Ein Waldweg im Thielenbrucher Wäldchen, durch den die Strunde fließt. Foto: Heike Baller

Zum Rhein ist mir aus dem Studium noch das Zitat von Petrarca in der damaligen Interpretation meines Professors erinnerlich „und mit fremdländischen Murmellauten – das war kölsch – sagten sie dabei etwas Reizendes.“ Hier gibt es den volllständigen Text seines Briefs aus Köln.

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