Leseförderprojekte – Wiener Bücherschmaus, Berliner Büchertisch

Leseförderprojekte – Wiener Bücherschmaus, Berliner Büchertisch

Über die Seite „Duftender Doppelpunkt“ – als Ausrichterin großartiger Literaturrätsel hier schon öfter erwähnt – habe ich vom „Wiener Bücherschmaus“ erfahren, einem Verein, der sich die Leseförderung auf die Fahnen geschrieben hat (Untertitel: — Verein für Leseförderung und Buchkultur). Die Idee ist, nein, nicht geklaut, sondern genutzt: In Berlin gibt es eine ähnliche Einrichtung, und zwar schon seit mehr als 10 Jahren, nämlich den Berliner Büchertisch.

Beide bieten über Läden und Online-Shop Bücher zu kleinem Preis und gehen mit einem speziellen Angebot in Kindergärten und Schulen, um dort die Leselust zu fördern. Hier im O-Ton vom Bücherschmaus:

Wir sammeln Buchspenden, CDs, DVDs und LPs und vermitteln diese einerseits kostenlos an Vereine und Institutionen aus dem Sozial- und Kulturbereich, andererseits wird die Literatur in einem Online-Shop und einer Buchhandlung zu günstigen Preisen angeboten werden. Der Verkauf der Medien finanziert das Leseförderprojekt für Kinder- und Jugendliche „Bücher auf Rädern“. (Quelle: Bücherschmaus; Über uns)

Das ist das Logo für "Bücher auf Rädern"; Werner Lang, Wiener Bücherschmaus — Verein für Leseförderung und Buchkultur: http://buecherschmaus.wien
Das ist das Logo für „Bücher auf Rädern“;  Werner Lang, Wiener Bücherschmaus — Verein für Leseförderung und Buchkultur: http://buecherschmaus.wien

Altersgerechte Medien werden an Schulklassen und andere Bildungseinrichtungen verliehen und gehen dort von Kind zu Kind. Zu diesem Zweck finden zirka zwanzig größtenteils neue Bücher, Hörbücher und Spiele in einem Koffer mit Rädern Platz. Der Inhalt dieser Trolleys wird auf der Grundlage der Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den zuständigen pädagogischen Fachkräften zusammengestellt.

Im Rahmen einer kleinen Feier übergeben rollt „Bücher auf Rädern“ von Kind zu Kind und kann jeweils für mindestens zwei Wochen gemeinsam mit Geschwistern und Eltern erforscht werden. Ein Lesetagebuch ergänzt diese „mobile Bibliothek“, in ihm können die Kinder und Jugendlichen ihren Gedanken zu den Büchern in vielfältiger Form freien Lauf lassen. Von einer kurzen Notiz bis zu selbst gemachten Bildern und Fotos ist vieles möglich.

Wenn der Koffer am Ende des Schuljahres an den „Wiener Bücherschmaus“ zurückgeht, findet wieder ein kleines Treffen statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler bzw. die Kinder mit ihren Erfahrungen zur Verbesserung des Projektes beitragen. (Quelle: Bücher auf Rädern)

Ein durchdachtes Konzept, wie ich finde. Und aller Unterstützung wert.

Sicher gibt es dergleichen häufiger, oder? Kennen Sie solche Förderprojekte und mögen davon berichten? Ich freue mich über Kommentare dazu.

Bisher gibt es noch keine Kommentare

  • Georg Schober

    5. Februar 2015 at 23:04 Antworten

    Herzlichen Dank, wir freuen uns sehr über den Beitrag! Er ist eine wunderbare Unterstützung für das Projekt „Wiener Bücherschmaus“. Dieses befindet sich noch mitten in der Aufbauphase. Der Onlineverkauf wird voraussichtlich Februar/März beginnen und die Eröffnung des Buchladens ist für Ende des Jahres geplant. Mit dem Blog des Bücherschmauses halten wir alle am Projekt Interessierten auf dem Laufenden. http://buecherschmaus.wien/blog/

    • Heike Baller

      6. Februar 2015 at 7:07 Antworten

      Danke für die Details zum Projekt. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

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