Gedicht zum Tag: Ewige Ostern von Klabund

Gedicht zum Tag: Ewige Ostern von Klabund

Ewige Ostern

 Als sie warfen Gott in Banden,
als sie ihn ans Kreuz geschlagen,
ist der Herr nach dreien Tagen
auferstanden.

Felder dorren. Nebel feuchten.
Wie auch hart der Winter wüte:
Einst wird wieder Blüt‘ bei Blüte
leuchten.

Ganz Europa brach in Trümmer,
und an Deutschland frißt der Geier, –
doch der Frigga heiliger Schleier
weht noch immer.

Leben, Liebe, Lenz und Lieder:
Mit der Erde mag’s vergehen.
Auf dem nächsten Sterne sehen
wir uns wieder.

Klabund (Alfred Henschke)

 

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