Lesen am Strand – mal anders

Während meines Urlaubs an der französischen Alabasterküste – wunderbare Gegend – fielen mir diese Pavillons an einigen Stränden auf: “Lire à la plage”, also “Lesen am Strand”:

Lesen am Strand Seine-maritime Lire à la plage Pavillon

An allen Stränden – 12 an de Zahl – stehen diese Pavillons

Stühle, Liegestühle, Sonnenschirme auf der kleinen Terrasse davor, Bücherregale im Innern. Und ein zum Lesen animierendes Schild am Eingang:

Lesen am Strand Lire à la plage Plakat

Lädt zumLesen ein – mit QR-Quodes Zugang zu Büchern  bekommen.

Wer den jeweiligen QR-Code scannt, kann das Buch dann auf seinem Smartphone lesen. Da kommen natürlich nur gemeinfreie Texte in Frage, also z. B. Alexandre Dumas, Gustave Flaubert, Jacob et Wilhem (sic!) Grimm, Guy de Maupassant, Jean Giraudoux oder Arthur Conan Doyle.

Auch eine Möglichkeit, sich mal mit Klassikern zu beschäftigen. 😉

Ansonsten gibt es in gebundener Form viele Kinderbücher und Comics – die Hauptzielgruppe sind offensichtlich Familien mit Kindern.

Neben dem Leseangebot gibt es auch Animationen und Aktionen – die aber erst in den französischen Sommerferien 😉 – da war ich schon wieder weg:

Lesen am Strand lire à la plage Animation in den Somerferien.

Hinweis auf Aktion bei Lire à la plage ab dem 11.7.

 

Es ist ein Angebot des Departments Seine-Maritime, teilweise in Kooperation mit Bibliotheken der 12 Badeorte. Jedem Pavillon sind 1.000 Medien zugeteilt. Die Pavillons öffnen seit dem 7. Juli bis zum 26. August nachmittags ab 14 Uhr. Bis 19 Uhr kann man sich dann da mit Lesestoff versorgen. Folgende Strände werden mit den Büchern beglückt:

  • Crie-sur-mer
  • Dieppe
  • Étretat
  • Fécamp
  • Le Havre
  • Le Tréport
  • Ste. Adresse
  • St.- Aubin-sur-mer
  • St.-Jouin-Bruneval
  • St.-Valery-enCaux
  • Veules-les-Roses
  • Yport

Der hübsch aufgemachte Flyer gibt Infos zu den einzelnen Standorten, auch über die speziellen Angebote, z. B. Lesungen, Spiele und Ausflüge.

Lesen am Stran Lire à la plage Flyer

Flyer zu Lire à la Plage

Sommerpause

Foto A. Laudensack

Im Grunde war es ja im Juni schon zu spüren – es ist Sommerpause im Blog. Die zwei Rezensionen dieser 30 Tage habe ich bereits auf der Rezensionsliste ergänzt. Den nächsten Beitrag gibt es nicht vor Ende Juli.

Bis dahin wünsche ich Ihnen allen eine schöne Zeit – genießen Sie den Sommer.

Ihre Heike Baller

Es ist WM 2018

Nein, nicht, was Sie jetzt denken – ich meine die Kultur-WM 2018:

Jeden Spieltag posten Menschen zu den an der Fußball-WM 2018 teilnehmenden Ländern Tipps zur Kultur bei Twitter – der Hashtag: #KulturWM. Und weil ja nicht alle bei Twitter sind, gibt es eine “Wall”, also eine ständig aktualierierte “Mauer” mit den Tweets und Links Bitte hier entlang.

Wall zur Kultur-WM 2018

Diese Ansicht ist eine vorübergehende – mit jedem neuen Tweet verändert sich das – die Wall zur Kultur-WM 2018 kann man also die ganze Zeit offen lassen …

Das Ganze ist ein Projekt der Herbergsmütter (hier mit ihren Twitternamen zum Direkt-Folgen; als Herbergsmütter sind auch so bei Twitter zu finden: @herbergsmuetter):

  • Wibke Ladwig aka @sinnundverstand
  • Ute Vogel aka @frauvogel
  • Anke von Heyl aka @Kulturtussi

Wir hatten schon bei den Pantwitterspielen viel Spaß miteinander 🙂

LitBlogConvention die dritte

I did it again – am Samstag war ich auf der LitBlogConvention.

Sie fand am 9.6.2018 bereits zum dritten Mal in Köln statt – und ich war zum dritten Mal dabei.  🙂 Dieses große bunte Treffen von Bloggerinnen und Bloggern, Verlagen und anderen Buchmenschen hat mir bisher jedes Mal viel Freude bereitet, unabhängig davon, wie gut die einzelnen Workshops waren. Aber da habe ich dieses Jahr wirklich großes Glück gehabt.

Tipps zu Lesekreisen auf der LitBlogConvention

Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich die ersten Jahre verschiedene Literaturkreise geleitet habe – zwei beim Katholischen Bildungswerk und einen hier in „meiner“ Buchhandlung. Da mir die Vorbereitung und Verantwortung im Laufe der Zeit über den Kopf wuchsen, habe ich sie abgegeben. An der LitBlogConvention gab es nun einen Workshop zu diesem Thema, geleitet von Kerstin Hämke und Jacqueline Böttger. Beide sind auf diesem Gebiet erfahren. Von Kerstin erscheint September sogar ein Handbuch zum Thema – mit Tipps zur Gründung, Leitung und Gestaltung von Lesekreisen und der Vorstellung einiger geeigneter Bücher. Weiterlesen

Bibliotheken in Reims

Letztens war ich unterwegs und habe Reims gesehen. Die Kathedrale ist großartig, der Champagner schmeckt und Bibliotheken gibt es dort auch. 7 an der Zahl. Dazu 18 Haltestellen für den Bücherbus. Die Bibliotheken sind sehr unterschiedlich, arbeiten aber alle zusammen und sind über einen gemeinsamen Katalog recherchierbar. Hübsch finde ich bei der Orientierungsseite in der Broschüre neben den “normalen” Hinweisen wie die auf WiFi, barrierefreien Zugang oder Gruppenarbeitsräume die Hinweise auf Wickeltisch und Garten 🙂 Weiterlesen

Offener Bücherschrank in Spontin

Auf Reisen muss man Pausen machen – unsere Wahl fiel auf Spontin: ca. die halbe Strecke, ein Schloss war angezeigt – das waren unsere Kriterien.

Das Schloss war – nur von außen – hübsch anzusehen. Der Ort selber eher klein. Die Geschichte holte uns auch hier ein – Spontin wurde im ersten Weltkrieg fast völlig zerstört; Thema 1914 war für mich auf der Reise in die Champagne immer gegenwärtig.

Ein paar Schritte wollten wir dann noch laufen und sind von der Hauptstraße aus mal nach rechts abgebogen. Und dann stand das hier vor uns:

offener Bücherschrank in Spontin Totale

Bücherkarussell?

Offener Bücherschrank, das war sofort klar. Aber die Form? Weiterlesen

Openbare Bibliotheek Amsterdam (OBA) – ein kurzer Besuch dort

Eigentlich wollte ich mir  “Nemo” anschauen, das Wissenschaftsmuseum in Amsterdam in dem beeindruckenden Bau von Renzo Piano. Doch dann kam ich an der OBA (Openbare Bibliotheek Amsterdam) vorbei – an einem Sonntag – und sie war offen 🙂

OBA Amsterdam Öffnungszeiten

Öffnungszeiten der OBA

Sie können sich vorstellen, dass ich schneller drin war, als man “Buch” sagen kann.

Der erste Eindruck: Die OBA ist hell, großzügig und freundlich. Neben Rolltreppen und Aufzügen gibt es auch Treppen, die die sechs Etagen miteinander verbinden.

OBA Orientierungsplan

Übersicht über Etagen der OBA – wo finde ich was?

Die Aufteilung isst überall ähnlich: In der Nähe der Rolltreppen ist ein Tisch mit den Verbuchungsautomaten – Ausleihe, Verlängerung und Rückgabe sind hier möglich. Daneben ist bei den Arbeitsplätzen, die um ein “Loch” angeordnet sind, auch der Platz für die Bibliotheksangestellten – Fragen werden schnell und freundlich beantwortet (okay, ich hatte nur wegen der Fotgrafiererlaubnis gefragt …). Weiterlesen

Kölner Leselust abonnieren – so geht’s

Besser spät als nie: Sie können nun die Kölner Leselust abonnieren 🙂 Es ist ein E-Mail-Abonnenment. Sie finden das Kästchen zum Anklicken am Ende des Kommentarkastens unter jedem Beitrag:

Kölner Leselust abonnieren

Hier fürs Abonnieren klicken, bitte.

Sie bekommen dann per Mail diese Nachricht:

Abonnieren Kölner Leselust Mail zur Begrüßung

Hilfestellung für die Verwaltung inklusive

Wenn es einen neuen Beitrag gibt, erhalten Sie eine solche Mail:

Kölner Leselust abonnieren Beitragsmail

Da, wo jetzt der Cursor steht, ist der Text des Beitrags – am Ende finden Sie die Schlagwörter, das Datum , die Autorin usw. und ganz am Ende eben diesen Service-Teil 😉

So, und jetzt sind Sie dran – wenn Sie, ohne selber nachgucken zu müssen, wissen wollen, was sich hier so tut, können Sie die Kölner Leselust abonnieren. Diesen Service verdanken Sie und ich dem Kommentar von Monerl beim “Zufallsbuch #1“-Beitrag. Vielen Dank für die Anregung, Monerl!

“Buchstaben statt Noten” in der Kölner Philharmonie

Noch bis Mitte Februar läuft die kleine Ausstellung über “Musik(er)Romane” auf der Galerie in der Kölner Philharmonie. In den Virtrinen liegen bekannte neben unbekannteren Romanen und Erzählungen, die Musik oder Musikerinnen zum Thema haben.

Kölner Philharmonie Foyer

Das Foyer der Kölner Philharmonie von oben – auf der rechten Seite stehen bei Ausstellungen die Vitrinen. Foto: Guido Erbring, von der Kölner Philharmonie zur Verfügung gestellt

Zum einen die Bücher, die auf echte Vorbilder zurükgriefen wie die Erzählung “Der Verfolger” von von Julio Cortázar, bei dem der Saxophonist Johnny Carter im Mittelpunkt steht. Oder von Irene Dische “Ein fremdes Gefühl” – Ludwig van Beethoven und die Diabelli-Variationen sind hier das Thema.

Sowohl historische Figuren als auch fiktionale sind die Protagonisten bei Helmut Krausers “Melodien” – von Castiglio bis ins 20. Jahrhundert sind Menschen auf der Suche nach der Stimme Gottes.

Rein fiktionale Musikerinnen kommen auch vor, wie “Die Klavierspielerin” von Elfriede Jelinek”.

Auch ein paar Kinderbücher sind da – für mich leider keine alten Bekannten. 😉 Kunstmärchen von Heinrich Seidel – “Das Zauberklavier und andere Märchen” – und auch ein Buch aus der DDR  – “Der kleine Trompeter und sein Freund” von Fritz Weineck – habe ich da entdeckt.

Thomas Mann Doktor Faustus 1947

So sah die Erstausgabe von Thmas Manns “Dr. Faustus” aus, „Foto Wikipedia H.-P.Haack“

Die berühmtesten: Thomas und Klaus Mann sind mit “Dr. Faustus” und “Symphonie Pethétique” natürlich auch vertreten. Ebenso Patrick Süskinds “Der Kontrabaß”.

Für den begrenzten Raum, den die Galerie in der Kölner Philharmonie bietet, ist die Auswahl sehr vielfältig und bunt. In den Vitrinen liegen neben den Büchern und kurzen Infozetteln zu Inhalt und Autorin auch weitere Gegenstände, z. B. CD-Hüllen mit zu den Texten gehörednen Musikstücken oder kleine Gegenstände. Die Ausstellung hat genau das Format, das in der Pause eines Konzertes in der Kölner Philharmonie zu bewältigen ist.

Ach ja, am Treppenaufgang zur Galerie hängt der Aufmacher: Ein großes, an ein Reclam-Heft erinnerndes Titelblatt und ein Einführungstext. Das fand ich so einladend, dass ich mir die Ausstellung angeguckt habe 😉

Die Ausstellung ist nur während eines Konzertbesuches in der Kölner Philharmonie zu besichtigen.

Ha, ein Nachtrag: Kurator der Ausstellung ist Stefan Fricke.