Lesart – eine Zeitschrift, nein, ein Journal …

… für Literatur. Ich finde es immer in meiner Buchhandlung und freue mich über die wunderschön gestalteten Titelbilder.Die neue Ausgabe ist für Ende Juni angekündigt, aber noch ist nix davon zu sehen. Also musste ich auf das Heft zurückgreifen, das hier bei mir noch rumschwirrt. Beim In-die-Hand-Nehmen dieses ersten Heftes von 2013 ist mir was aufgefallen (besser spät als nie):

Jubiläumsankündigung en miniature ...

Jubiläumsankündigung en miniature …

Natürlich kann man das auch im Editorial lesen oder unter dem Titel: “20. Jahrgang” steht da – aber dieser kleine Schössling da neben dem Buch-Baum hat was.

Also: Herzlichen Glückwunsch zum begonnenen 20. Jahrgang, alles Gute für die weitere Arbeit und vor allem vielen Dank für die anregende Lektüre der letzten Jahre.

Wer sich ein bisschen in das vertiefen möchte, was da so in den letzten Jahren (nicht ganz die 20 😉 ) los war – hier gehts zur Website von Lesart.

Buchcover – im Blog lieber nicht

Liebe Leselustige,

vielleicht ist es Ihnen aufgefallen, dass ich für ein paar Tage Buchcover in meinen Rezensionen hatte. Die vermitteln ja einen ersten Eindruck, machen das Buch fürs Stöbern im Buchladen leichter erkennbar und bringen ein bisschen Farbe ins Spiel. Davon bin ich heute nach der Lektüre dieses Artikels – Dank an den Texttreff dafür! – wieder abgerückt. Für jeden Titel die Zustimmung des Urhebers einzuholen, ist dann doch ein bisschen viel Aufwand. Und die Gefahr der Abmahnung ist mir zu groß. Der Rowohlt-Verlag erlaubt die Verwendung der Coverabbildungen unter bestimmten Bedingungen – ich finde es aber schwierig, wenn dann einige Bücher mit, andere ohne Buchcover rezensiert werden.

Ich überlege jetzt, ob ich für jede Rubrik ein eigenes kleines Bild erstellen soll  – ohne erkennbare Cover oder andere urheberrechtlich geschützte Elemente – oder es bei meinem Favicon, dem aufgeschlagenen Buch aus meinem Logo, belassen soll.

Buch mit Kölner Dom

Was meinen Sie?

Leseförderung leicht gemacht …

Meine Kollegin Birgit Ebebrt hat ein Projekt ins Netz gestellt, das mich begeistert: Leseförderung anhand von Büchern, deren Protagonistinnen die Namen der Kinder tragen, die es lesen. Und damit Sie Bücher finden können, in denen die Namen Ihrer Kinder (oder Enkel!) vorkommen, hat sie eine Suchmöglichkeit geschaffen: Leseförderung mit Buchfiguren.

Sie können mitmachen. Entweder, Sie melden, welche Namen Sie noch vermissen. Oder Sie geben Buchtitel an, die Ihnen in der Liste noch fehlen – je größer sie Auswahl desto besser! Das Procedere ist ganz einfach und auf der Startseite erklärt.

Auf der Seite Leseförderung durch die Familie gibt die Lernbegleiterin Anregungen, wie Leseförderung in der Familie in den Alltag eingebunden werden kann – auch für Eltern, die selber keine so großen Leser sind:

  • Kochbuch
  • Telefonbuch
  • Reiseführer
  • Lexikon

Es gibt ja immer wieder Alltagssituationen, in denen ein Buch Infomationen liefert. Und bei Bibliotheksbesuchen ist die Auswahl erst an Bilder- und später an Erstlesebüchern sehr groß.

Timothée de Fombelle: Vango. Prinz ohne Königreich

Ich möchte Ihnen meinen Leseeindruck vom zweiten Band der Vango-Geschichte nicht vorenthalten.

Ein kurzer Vorspann erläutert kurz die Hintergründe und los gehts – erst mal mit einer frühen Szene aus den 20ern: Vango ist 14, Ethel ist 12 und sie haben sich gerade, auf der Weltreise mit dem Zeppelin, kennengelernt. Die Szene endet mit einer dramatischen Flucht. Damit ist der Rhythmus des Buches vorgegeben: Immer wieder gibt es ruhige Abschnitte, die wie aus dem Nichts heraus in wilde Action übergehen. Fassaden-, Gerüst- und Dachkletterei sind für Vango, Maulwurf und sogar Zefiro normale Fortbewegungsmehtoden. Es gibt Personen, die ständig ihre Identität wechseln und trotzdem immer wieder gefunden werden. Und es ist Krieg – zweiter Weltkrieg, um genau zu sein. Die Résistance, Waffenhandel und Spionage sind die damit verbundenen Elemente. Weiterlesen

Brainread von Göran Askeljung

Lesen soll Spaß machen – das ist hier bei meiner “Leselust” das Motto. Es gibt aber auch für Spaßleser Situationen, in denen es schnell gehen muss (damit mehr Zeit fürs Spaßlesen bleibt 😉 ). Dann effizient lesen zu können, hat seinen Vorteil. Göran Askeljung stellt in seinem Buch Brainread (mit Website und App und Übungen im Netz sowie einem Blog) eine Methode vor, mit der man das lernen kann.

Ausgangspunkt ist der Umstand, dass schwedische Kinder bei Lesetests besser abschneiden als z. B. deutsche Kinder. Das sei auf unterschiedliche TV-Sehgewohnheiten zurückzuführen … Weiterlesen

Interview zu Grimms Märchen ohne Worte

Heute morgen las ich die Werbung für Frank Flöthmanns “Grimms Märchen ohne Worte” – und wurde neugierig. Einen Teil dieser Neugier befriedigt mir dann das Interview vom Bayerischen Rundfunk mit dem Illustrator .

Eine sehr reduzierte Farbpalette, wunderbar umgedeutete Piktogramme (verschlungener Notenhals als Zeichen für Geschrei!) und meist ein pfiffiger unblutiger Ausgang der Märchen (schön die Pointe mit dem Wolf am Ende vom Rotkäppchen – da darf der Wolf die Klamotten weitertragen, die er als “Oma” trug – nur in ganz anderer Funktion!) machen das Buch tatsächlich zu einem “Lesespaß”. Das gilt für die “Großen”, die die Geschichten schon lange kennen und sich an den Pointen freuen, aber auch für die Kleinen, die eigene Wörter finden können, um sich die Geschichten anzueignen. Eine wunderbare Ergänzung zu den Originalen! Manuel für Kinderbücher von Heike Baller

Frank Flöthmann: Grimms Märchen ohne Worte, Dumont, Köln, 2013, ISBN 978-3-8321-9708-7

Grrrimm von Karen Duve

Passend zum Jubiläum der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen (KHM) im letzten Winter hat Karen Duve ihre kleine Sammlung eigener Bearbeitungen vorgelegt. Und das sind garantiert keine Kindermärchen.

Mit sehr viel Sinn für die Abgründe im menschlichen Gemüt geht Karen Duve Fragen nach, die Erwachsenen bei “unvoreingenommener” Lektüre der Märchen schon mal kommen können:

  • Was empfinden die Zwerge, wenn Tag für Tag ein wunderschönes Mädchen bei ihnen rumwirtschaftet?
  • Was passiert mit einem Prinzen, der 100 Jahre auf seine Prinzessin warten muss?
  • Was denken sich Feen eigentlich bei ihren Geschenken?
  • Können Wölfe, die sprechen, eigentlich “normale” Wölfe sein? Weiterlesen

Unabhängige Kinderbuchverlage

Ja, die gibt es auch. Um stärker auftreten zu können, haben sich einige unabhängige Kinderbuchverlage zusammengeschlossen  zur Kooperation unabhängier Kinderbuchverlage, kurz KuK. Der Schwerpunkt liegt auf der Absatzförderung im Buchhandel mit Hilfe von Messeauftritten, Werbemitteln und Informationsveranstaltungen für Buchhändlerinnen. Einzeln könnten die Verlage das nicht stemmen, da viel zu teuer. Aber gemeinsam sind sie stark.

Was machen denn nun solche Verlag für Bücher? Schaun wir mal:

Der österreichische Jungbrunnenverlag existiert seit 90 Jahren. Hier gibt es phantasievolle Bilderbücher, von denen einige auch in diesem Jahr Preise gewonnen haben. Anfang des Monats wurde der 90. Geburtstag gefeiert – natürlich mit einem Rückblick auf die Verlagsgeschichte. Wenn Sie in der linken Spalte “Autorinnen Illustratorinnen” anklicken, kommen Sie auf eine alphabeitsch “sortierte” Seite (ich verrat’ nix – schauen Sie selber nach, wie nett, das gemacht ist.) Weiterlesen

Antiquaria-Preis 2014

Bis zum 30.7.2013 können noch Vorschläge eingereicht werden, wem im Januar 2014 der Antiquaria-Preis gebührt. Hier geht es nicht um den Inhalt der Bücher, sondern um Buchkultur, also Restauration alter Bücher, wissenschaftliche Arbeiten zu Themen der Buchkultur, Buchgraphik, Pflege von Buchsammlungen und anderes mehr. Ein spannender Aspekt des antiquarischen Buchhandels, der in meinem Bewusstsein so noch nicht aufgetaucht war. Und dabei kaufe ich gern antiquarisch ein (allerdings bin ich auch in keinster Weise Fachfrau für Buchkunst, Buchgraphik o. Ä.).

Vielleicht könnnen Sie ja wen vorschlagen.