Gedicht zum Tag: Bei einem Wirte wundermild von Ludwig Uhland

Gedicht zum Tag: Bei einem Wirte wundermild von Ludwig Uhland

Bei einem Wirte wundermild 

Bei einem Wirte wundermild,
da war ich jüngst zu Gaste,
ein gold’ner Apfel war sein Schild
an einem langen Aste.

Es war der gute Apfelbaum,
bei dem ich eingekehret;
mit süßer Kost und frischem Schaum
hat er mich wohl genähret.

Es kamen in sein grünes Haus
viel leicht beschwingte Gäste,
sie sprangen frei und hielten Schmaus
und sangen auf das Beste.

Ich fand ein Bett zu süßer Ruh
auf weichen, grünen Matten.
Der Wirt, der deckte selbst mich zu
mit seinem kühlen Schatten.

Nun fragt‘ ich nach der Schuldigkeit,
da schüttelt er den Wipfel.
Gesegnet sei er allezeit
von der Wurzel bis zum Gipfel.

Ludwig Uhland

2 Comments

  • Elke schneeweis

    30. Januar 2020 at 19:45 Antworten

    Aus meiner schulzeit geht mir eine Geschichte nicht aus dem kopf und meine sie von Ludwig uhland. Es geht da um eine schale mit wundervollen Äpfeln.
    Mit der Quintessenz, dass die schönsten auch würmer haben könnten
    Kann mir jemand helfen??

    .

    • Heike Baller

      31. Januar 2020 at 9:19 Antworten

      Hm, ich hab da erst mal nichts gefunden. Aber ich behalte das im Hinterkopf.

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